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Tschechien: Kräftiges Lohnwachstum hält auch 2019 an – Steigerung von über 7 Prozent

Durch gute Wirtschaftslage steigt Durchschnittslohn seit 5 Jahren kontinuierlich

Nach fünf Jahren anhaltenden Lohnwachstums hofften die tschechischen Firmen und Experten auf eine Mäßigung in diesem Jahr. Die neuen Daten zeigen jedoch das Gegenteil: Der durchschnittliche Bruttomonatslohn ist laut Statistischen Zentralamt im ersten Quartal dieses Jahres um 7,4 % auf umgerechnet EUR 1.260 (32.466 CZK) gestiegen. Unter Berücksichtigung der Inflation stiegen die Löhne real um 4,6 %.

Das hohe Wachstum betrifft alle Wirtschaftssektoren – von der verarbeitenden Industrie (+6,4%) über die Bauwirtschaft (+7%), den Bank- und Finanzsektor (+8,3%), den Handel (+8%) bis zur öffentlichen Verwaltung (+7,2%).

Regionalen Unterschiede bestehen weiterhin - vor allem die Hauptstadt Prag sticht im Lohngefüge hervor – hier lag der Durchschnittslohn bei umgerechnet EUR 1.600 (CZK 41.450), gefolgt von Mittelböhmen mit EUR 1.260 (CZK 32.464) und Südmähren mit EUR 1.220 (CZK 31.275). Die niedrigsten Löhne werden in den Kreisen Karlsbad EUR 1.100 (CZK 28.385) und Zlin mit EUR 1.110 (CZK 28.533) ausbezahlt. Detaillierte Daten zur Lohnentwicklung finden Sie auf der Homepage des Tschechischen Statistischen Zentralamtes.

Es fehlen vor allem IT Spezialisten, Handwerker und ungelernte Arbeiter

Das ununterbrochene Lohnwachstum hängt mit dem Arbeitskräftemangel einerseits und der guten Wirtschaftslage andererseits zusammen. Die Unternehmen florieren und expandieren, und die demographische Entwicklung macht sich bemerkbar – es werden neue Mitarbeiter gebraucht. Die Arbeitslosigkeit verringert sich von Jahr zu Jahr und es wird immer schwieriger neue Arbeitnehmer zu gewinnen: Unternehmen müssen mit Gehaltserhöhungen für neue und bestehende Mitarbeiter gegen die Konkurrenz bestehen.

Die Situation am Arbeitsmarkt hat sich nicht geändert – Ende April waren 340.000 offene Stellen bei den tschechischen Arbeitsämtern gemeldet – ein neuer Rekord. Als Arbeitssuchend waren hingegen nur 210.000 Personen registriert. Die Arbeitslosenrate nach der internationalen ILO-Definition bewegt sich weiterhin auf historisch niedrigem Niveau von 2,1%. Tschechien hat bereits seit längerem die geringste Arbeitslosenrate in der EU. Die meisten offenen Stellen sind in der Produktion zu besetzen, insbesondere Maschinisten, ungelernte Arbeiter und Handwerker. Auch IT-Spezialisten sind sehr schwer zu finden. Großen Bedarf gibt es auch in der Bauwirtschaft, im Handel und im Dienstleistungssektor allgemein.

Tschechische Firmen suchen nach Alternativen

Die Situation am Arbeitsmarkt zwingt Firmen nach Alternativen zu suchen: als kurzfristig notwendige Lösung durch die Einstellung von Mitarbeitern aus anderen EU-Ländern oder Drittländern. Über 472.000 Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft sind bei tschechischen Firmen beschäftigt – das sind über 10% aller Beschäftigten. Damit hat sich in den vergangenen zehn Jahren die Anzahl mehr als verdoppelt.

Rund 42% der in Tschechien beschäftigten Ausländerinnen und Ausländer sind aus der EU, 58% aus Drittstaaten. Langfristig wird versucht personalintensive Bereiche durch Automatisierung und Digitalisierung zu ersetzen: es wird in Maschinen und Anlagen investiert, wodurch auch die Innovation und Arbeitsproduktivität erhöht werden soll.

Tschechiens Wirtschaft läuft weiterhin rund

Auch im ersten Quartal dieses Jahres ist die Wirtschaft solide gewachsen: das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahresvergleich um 2,6%. Damit zählt Tschechien auch heuer bislang zu den Ländern der Europäischen Union mit einem überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum (EU-28: 1,5% bzw. 0,5%). Das Wachstum ist vor allem wieder der guten Inlandsnachfrage zu verdanken. Auch die Aussichten sind stabil: Für 2019 und auch für 2020 wird ein Wirtschaftswachstum von 2,4% erwartet.

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