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Türkei: Branchenprofil Agrarwirtschaft

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation 

Die Türkei ist klimatisch sehr begünstigt und ermöglicht in allen Regionen verschiedene Arten von landwirtschaftlicher Nutzung. Diese unterschiedlichen Klimazonen, die sich über das ganze Land erstrecken, haben eine sehr vielfältige und ergiebige Landwirtschaft zur Folge. Damit ist die Türkei ein großer Hersteller von landwirtschaftlichen Produkten wie Gemüse, Früchten, Oliven, Getreide, Hülsenfrüchten, Haselnüssen, Tabak, Tee und Zuckerrüben. Aufgrund dieser günstigen Bedingungen und der Vielfalt an Agrarprodukten gilt die Türkei als eines der wenigen Länder, das sich selbst versorgen könnte und daher theoretisch nicht auf den Import von Nahrungsmittel angewiesen ist. Von der rund 77 Mio. ha umfassenden Grundfläche der Türkei werden laut dem türkischen Ministerium für Land- und Forstwirtschaft 38,3 Mio. ha zu den Landwirtschaftsflächen gezählt. Die Produktionsmengen konnten in den vergangenen Jahren unter Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums gesteigert werden.

Konkurrenzsituation 

Die Struktur der Besitzverhältnisse der landwirtschaftlichen Flächen besteht hauptsächlich in der Form von Kleinfamilienbetrieben, welche durch die gesetzlich geregelte Aufteilung von landwirtschaftlichen Flächen im Erbfall verursacht wird. So kommt es bei jedem Erbfall zu einer Teilung des Besitzes, was die landwirtschaftlichen Nutzflächen und Betriebe laufend verkleinert. Die Regierung setzt mittlerweile Maßnahmen zur Kommassierung der Grundflächen um, damit auf großen Flächen industrielle Bewirtschaftung gewährleistet werden kann. Nach einem Rückgang des heimischen Tierbestandes in den 90ern Jahren wurden durch staatliche Förderungen ab 2000 Investitionen in Großbetriebe lukrativer. Insgesamt besteht die türkische Agrarwirtschaftsbranche aus mehreren 10 Tausenden nationaler und internationaler Firmen, die in folgenden Sektoren tätig sind:  Landwirtschaft, Landmaschinen, Viehzucht, Futter, Bewässerung, Saatgut und Dünger.

Gesetzliche Rahmenbedingungen 

Beim Export von landwirtschaftlichen Produkten und Maschinen aus Österreich in die Türkei ist folgendes zu beachten. Die Zollunion zwischen der EU und der Türkei gilt für industriell-gewerbliche Waren (HS Kapitel 25-97, ausgenommen die unter 2. beschriebenen Waren) und landwirtschaftliche Verarbeitungsprodukte (Kapitel 1-24, nicht im Anhang II zum EWG-Vertrag aufscheinende Waren). Es herrscht grundsätzlich das Prinzip der Zollfreiheit im gegenseitigen Warenverkehr vor, die Waren müssen entweder in der EU oder in der Türkei hergestellt worden sein, drittländische Waren müssen verzollt worden sein, d.h. die Waren müssen sich im freien Verkehr befinden. Gemäß Amtsblatt L98 vom 7.4.2001 (Zollwesen EU-Türkei) gilt als Präferenznachweis die Warenverkehrsbescheinigung ATR, für ermächtigte Ausführer ebenfalls die Warenverkehrsbescheinigung ATR mit einem eigens bewilligten ATR-Stempel.

Aufgrund staatlich gesetzter Förderungsmaßnahmen besteht ein steigender Trend, Lebendrinder für die Viehzucht anzukaufen. Dementsprechend nimmt auch der Bedarf an Futtermitteln zu. Rund 60 % – 70 % der Kosten für die Tierzucht und 70 % – 80 % der Kosten für Geflügelzucht werden für Futtermittel ausgegeben. Obgleich in der Türkei Agrarprodukte zur Futtermittelverwertung angebaut werden, kann der Bedarf nicht ausreichend gedeckt werden. Weiterhin wird insbesondere Soja und Mais zur Futterherstellung importiert. Es kann erwartet werden, dass die Nachfrage in den kommenden Jahren aufgrund der wachsenden Lebendtierzahlen noch zunehmen wird.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Die Türkei ist ein kontinuierlich wachsender Markt, welcher sein Wachstum neben dem starken inländischen Konsum auch der Schlüsselposition als Brücke zwischen Europa und Asien verdankt. Diese Entwicklung kann branchenübergreifend beobachtet werden, sowie auch im speziellen im Agrarwirtschaftsbereich. Daraus ergeben sich Investitionsmöglichkeiten, die für österreichische Unternehmen eine profitable Exportchance darstellen.

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