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Türkei: Branchenprofil Erneuerbare Energien

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marksituation

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung und dem stetigen Bevölkerungswachstum der letzten Jahre stieg auch der Energieverbrauch rasant in der Türkei. Durch die zügig voranschreitende Industrialisierung und Urbanisierung wird der Energieverbrauch noch weiter steigen. Innerhalb von 17 Jahren ist der Energiebedarf von 78,4 Mtoe auf 155 Mtoe angestiegen. Die wachsende Wirtschaftsleistung der Türkei spiegelte sich mit einem drastischen Anstieg der installierten Gesamtkapazität von 31,8 GW auf 88,5 GW und einem Anstieg des Stromverbrauchs von 132,6 TWh auf 305,5 TWh bis Ende 2018 auch in der Stromerzeugungsinfrastruktur des Landes wider. Um diesem hohen Energiebedarf zu wachsen, soll bis 2023 durch Investitionen in den Privatsektor die Kapazität bis auf 110 GW gesteigert werden.

Konkurrenzsituation

Die Türkei besitzt ein Gesamtpotenzial an Wasserkraft von 48.000 MW. Die hohen Berge und vielen Flüsse bieten eine gute Grundlage für Staudämme und Laufwasserkraftwerke. Das Land verfügt über 25 Flüsse, die für die Wasserkraft genutzt werden können. Diese werden auch aktiv genutzt, insgesamt gibt es 682 Wasserkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 29.789 MW. 2020 wurden 32 % der produzierten Energie aus der Wasserkraft gewonnen.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Zur Errichtung eines Kraftwerkes benötigen Unternehmen eine Lizenz, die vom Energieministerium erteilt wird. Die Prozedur ist in der „Verordnung für die Lizensierung des Strommarktes“ geregelt und geht mit der „Verordnung für die Gebiete der erneuerbaren Energiequellen“ einher. Ausgenommen von der Lizenzpflicht sind unter anderem Anlagen, die weniger als 1 MW Strom erzeugen oder diesen erzeugten Strom nicht verteilen, sondern zum Eigenbedarf verwenden.

Die Türkei befindet sich in strategisch wichtiger Position zwischen den Quell- und Verbraucherländern. Auch bietet die geographische Lage der Türkei ein großes Potenzial an erneuerbaren Energien. Viel Wasserkraft, gute Windbedingungen, lange Sonnenstrahlungszeiten, sowie viele Geothermalquellen bieten eine gute Grundlage. Aufgrund der recht späten Privatisierung des Energiesektors im Jahre 2002 ist der erneuerbare Energiesektor erst im langsamen Aufschwung. Dies hängt auch damit zusammen, dass trotz Privatisierung des Sektors die Projekte stark in staatlicher Hand sind bzw. von staatlichen Genehmigungen abhängen. Auch bedürfen größere Projekte Förderungen und Subventionen des Staates. Trotz des bürokratischen Aufwands ist in den letzten Jahren ein steigender Trend zu beobachten, da der Staat nun mehr Wert auf den Ausbau erneuerbarer Energien legt und Förderungen anbietet. Während 2002 nur 40 % des erzeugten Stroms von Privatunternehmen stammte, wurde 2018 85 % der Energie von privaten Unternehmen erzeugt. Die Privatisierung und Liberalisierung des Energiemarkts gipfelte 2015 in der Gründung der Istanbuler Energiebörse (EXIST).

Chancen für österreichische Unternehmen

Da der türkische Staat bei erneuerbaren Energien aufholen möchte, gibt es viele staatliche Fördermöglichkeiten. Vor allem gibt es Steuererleichterungen wie bei der Umsatzsteuer und der Einfuhrumsatzsteuer beim Import von Maschinen und Anlagen. Auch garantiert der Staat, dass er die erzeugte Energie zu einem fixen Preis kaufen wird (siehe garantierter Einspeisetarif). Detaillierte Informationen über das Incentive System finden sich auf der Website der türkischen Investitionsförderagentur (Investment Office): www.invest.gov.tr

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Erneuerbare Energien? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Istanbul und bestellen Sie kostenlos das neue Branchenprofil „Türkei: Energie/Erneuerbare Energien“.

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