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Die New Yorker U-Bahn wird (endlich) auf den neuesten technologischen Stand gebracht

116 Jahre alt und doch schon ein wenig müde, soll die New Yorker U-Bahn nun neue Technologiestandards setzen

Was den Wienern Ihre „U-Bahn“, ist in London die „Tube“ und in New York der „Train“. Das New Yorker U-Bahn System kränkelt seit Jahrzehnten und die Stadt New York nimmt – gemeinsam mit der MTA – nun endlich die Modernisierung in Angriff: Der Großteil der U-Bahnwaggons wurde in den 1960er Jahren gebaut, und ist auch immer noch in Betrieb. Das Signalsystem stammt sogar noch aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg. Insgesamt hat die New Yorker U-Bahn schon mehr als 116 Jahre auf dem Buckel. Trotz ihres hohen Alters sind mehr als 6 Millionen Menschen täglich (!) auf sie angewiesen.  

Ein Teil der Modernisierung nimmt sich dem Bezahlsystem an: Die sogenannte MetroCard steht seit ihrer Einführung im Jahr 1993, sprich seit 27 Jahren, in Verwendung. Nach dem Kauf der MetroCard am Automaten oder nachdem man Guthaben auf die vorhandene Karte geladen hat, zieht man die Karte an der Metro-Station beim Drehkreuz durch den Scanner und hat somit Zutritt zum New Yorker U-Bahnsystem. Spätestens seit Hillary Clinton während ihrer Präsidentschaftskampagne im Jahr 2016 ihre MetroCard fünfmal durchziehen musste, um in die Station zu gelangen, weiß die Welt allerdings, dass das Durchziehen der MetroCard eine gewisse Technik und Geschwindigkeit erfordert.

Mit dem neuen Bezahlsystem OMNY (One Metro New York) soll sich das nun ändern. OMNY ist ein kontaktloses „tap-and-go“-Bezahlsystem. Es ermöglicht direkt am Drehkreuz kontaktlos mit der Bankomat-/Kreditkarte oder einem Smart Device (Smart Phone/Smart Watch) für eine Einzelfahrt zu bezahlen. Damit fallen der vorherige Ticketkauf und das Durchziehen des Tickets weg. OMNY soll außerdem für das gesamte öffentliche Verkehrsnetz gelten, also auch für Busse und Pendlerzüge.

Seit Mai 2019 durchläuft das OMNY Bezahlsystem an ausgewählten Metro- und Bus-Stationen Testphasen, so auch an etwa 16 Stationen entlang der Lexington Avenue. Bis Ende 2020 soll das Bezahlsystem an allen Metro- und Bus-Stationen, der Long Island Railroad und dem Metro North Train installiert werden. Ab 2021 soll es auch physische OMNY-Karten geben. Diese sind für jene Personen gedacht, denen kontaktloses Bezahlen mittels Bankomat- oder Kreditkarte oder Smart Device nicht möglich ist. Um einen problemlosen Übergang vom alten zum neuen System zu gewährleisten, können Fahrten bis 2023 auch noch mit der MetroCard angetreten werden. 

Die Gesamtkosten der Aktualisierung und Umstellung auf OMNY werden auf USD 644 Millionen geschätzt. Das sind um USD 200 Millionen mehr als ursprünglich (2016) erwartet. Begründet werden die Mehrkosten damit, dass auch die Pendlerzüge in die Umstellung aufgenommen werden. Auch die Entwicklung der Backend-Technologie (sprich jener Software, die für den Benutzer nicht direkt auf der Benutzeroberfläche sichtbar ist, die aber sicherstellt, dass das System läuft) musste finanziert werden. 

Trotz mühsamer Anlaufphase befindet sich die Stadt New York mit dem OMNY- Bezahlsystem technologisch somit auf dem neuesten Stand: Während einige Städte bereits sogenannte „smart cards“ verwenden – so gibt es in Washington, DC beispielsweise die SmarTrip-Karte und in Boston die CharlieCard – übertrifft OMNY deren Systeme in technologischer Hinsicht. OMNY erfordert ja wie gesagt überhaupt keine eigene Karte mehr, lediglich eine Bankomat- oder Kreditkarte oder ein Smart Device.

Eine Zählung an einem Werktag im Juni 2019 kam zu dem Ergebnis, dass bereits mehr als 18.000 Personen das neue System nutzen. 80% der Transaktionen erfolgten dabei über ein Smart Device und nur mehr 20% über Bankomat- und Kreditkarte. 

Wie sich OMNY bewährt, wenn es einmal zur Gänze eingeführt ist, wird daher mit Spannung erwartet!

Und noch ein Nachtrag: Für das Design der neuen New Yorker U-Bahnen sowie der alten MetroCard-Stationen ist die Österreicherin Sigi Möslinger verantwortlich. Mehr dazu finden Sie in unserer „New York Home Story“ auf dem YouTube Kanal der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA.

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