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Uganda: Branchenprofil Gesundheit und Medizintechnik

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Durch den stetigen Anstieg der Importe und Exporte pharmazeutischer und medizinischer Produkte kann ein Wachstum in Ugandas Gesundheitssystem verzeichnet werden. Der Anteil der Gesundheitsausgaben liegt bei etwa 7,2 % des BIP und wird zum größten Teil privat oder von Geberländern gedeckt. Der Anteil von öffentlichen Geldern liegt bei 18 %.

Das Gesundheitssystem steht durch den Rückgang der Kindersterblichkeit und die erhöhte Lebensdauer immer noch vor großen Herausforderungen, da das Land chronisch unterversorgt ist. In nahezu allen medizinischen Bereichen besteht ein großer Bedarf, dessen Befriedigung oft an der fehlenden Finanzierung scheitert. Das Gesundheitswesen ist äußerst veraltet und ineffizient. Bestimmte Behandlungen oder Medikamente werden allerdings von der Regierung subventioniert. Die Leistungen in Minikrankenhäusern sollten zudem kostenlos sein, in der Realität aber müssen Patienten immer wieder für Behandlungen zahlen oder nicht vorhandene Medikamente selbst besorgen.

Konkurrenzsituation

Die Konkurrenzsituation ist überschaubar. Die Firmen, die sich Großteils im Besitz von indischen Investoren befinden, können nur einen Bruchteil der benötigten Medikamente herstellen. Außerdem sind zwei Drittel der Unternehmen Mittel- bzw. Kleinbetriebe, die in der Regel weit unter ihrer möglichen Produktionskapazität produzieren. Die Auslastung liegt hier zwischen 38 % und 55 %.

Die Global Player des Medizin- und Pharmasektors haben zwar oft schon einen Fuß im Markt, aber überwiegend noch keine eigenen Niederlassungen. Der größte Teil des Geschäftes läuft über Zwischenhändler. Dadurch wird aber gewährleistet, dass Produkte aus den USA, Großbritannien und Deutschland am Markt verfügbar sind.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Die ugandische Regierung versucht im Gesundheitssektor seit einigen Jahren verstärkt auf „Public-Private Partnerships“ zu setzen und begegnet interessierten Firmen sehr aufgeschlossen. Die „Uganda Investment Authority“ (UIA) hat es daher in den letzten Jahren geschafft, den Zugang für ausländische Investoren zum ugandischen Markt deutlich einfacher zu gestalten. Somit gilt Uganda, verglichen mit anderen Ländern, als investorenfreundlich.

Mithilfe von ansässigen Wirtschaftsanwaltskanzleien ist eine Unternehmungsgründung kein allzu großer Aufwand. Investitionsgüter können steuer- und zollfrei importiert werden und es sind hohe Sonder- und jährliche Abschreibungen auf besagte Güter möglich. Außerdem befindet sich Uganda auf der Liste der möglichen Soft Loan-Empfängerländer der österreichischen Kontrollbank.

Neben den dringend benötigten medizinischen Geräten und pharmazeutischen Produkten hat das Land ein großes Interesse an Unternehmen, die in Uganda produzieren wollen. Uganda setzt hier auf den Bau von Business- und Industrieparks, die Produzenten die Möglichkeit bieten sich anzusiedeln. Denn durch die stark wachsende Bevölkerung steigt auch die jährlich Nachfrage nach medizinischen Produkten und Dienstleistungen. Es ist daher mit einem starken Wachstum im gesamten Sektor zu rechnen.

Auch im Bereich der Privatkliniken gibt es noch reichlich Verbesserungs- und Investitionspotential. Daher ziehen es bisher viele Einheimische der besser verdienenden Mittelschicht vor, sich im Ausland behandeln zu lassen.

Chancen für österreichische Unternehmen

In Uganda herrscht eine hohe Ressourcenknappheit bei Medikamenten sowie therapeutischen und diagnostischen Geräten westlichen Standards. Investitionen in Verbesserungen und im Neubau von Krankenhäusern mit mobilen Lösungen sind im ganzen Land notwendig. Der drastische Mangel an Gesundheitspersonal stellt außerdem ein großes Potential für Know-how Import dar. Des Weiteren wird ein logistischer Weg zur effektiven Verteilung von Arzneimitteln und medizinischen Versorgung gesucht.

Der ugandische Markt ist zudem sehr stark von Importen abhängig. Den Geschäftsmöglichkeiten im Gesundheitssektor in Uganda sind kaum Grenzen gesetzt. Der Markt ist vorhanden und wächst kontinuierlich.  

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Gesundheit und Medizin? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Nairobi!