th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Uganda: Informationen zu Wirtschaft, Recht und Steuern sowie Reisen

Sie wollen in Uganda erfolgreich sein? Hier finden Sie die wichtigsten Informationen und Ansprechpersonen

Wirtschaftslage

Die dynamische Wirtschaft in Uganda zählt mit einem BIP von 32,4 Mrd. US-Dollar (Prognose von 2020) zu den aufstrebenden Volkwirtschaften in Sub-Sahara Afrika. Uganda gilt als einer der Hoffnungsmärkte in Ostafrika, dem eine strategische Schlüsselrolle in der Region zugeschrieben wird. Uganda dient als Handelsdrehscheibe für den Süd Sudan, Ost Kongo (DR Kongo) und Ruanda. 

In dem vergangenen Jahrzehnt konnte Uganda einige Erfolge für sich beanspruchen, u.a. wurde der Wohlstand gesteigert, die Lebenserwartung erhöht, und die Bildung weiter Teile der Bevölkerung verbessert. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch im Human Development Index wider (2005: 0,434; 2019: 0,544). Trotz dieser Fortschritte, leben weiterhin noch über 16 Mio. Ugander (41,7 % der Bevölkerung) unterhalb der absoluten Armutsgrenze (1,90 US-Dollar/Tag). Der Unterschied Stadt-Land ist besonders groß, dennoch liegt die Urbanisierungsrate erst bei knapp 25 %. Hier ist über die nächsten Jahre mit einer Steigerung zu rechnen, damit einhergehend zahlreiche Infrastruktur-, Energie- sowie Wohnbauprojekte. Ein treibender Faktor ist die Bevölkerungsentwicklung Ugandas, welche sich in den letzten 20 Jahren nahezu verdoppelt hat auf über 40 Mio. Einwohner.

Im privatwirtschaftlichen Sektor zählen zu den Wachstumsbranchen besonders die Landwirtschaft (Weiterentwicklung von Wertschöpfungsketten), der IT- und Telekommunikationssektor, Infrastruktur, Energie und der Tourismus.

Weitere Chancen werden sich in Zukunft auch in der erdölfördernden Industrie auftun: In der Region des Albertsees im Westen des Landes wurden vor rund zehn Jahren große Erdölvorkommen entdeckt. Die Regierung plant hier den Ausbau von nötiger Infrastruktur, insbesondere Raffinieren und dem Bau von Pipelines. Die ersten Einnahmen werden frühestens ab 2022 erwartet. Langfristig erhofft sich Uganda aber auch einen wirtschaftlichen Aufschwung durch den Tourismus als Devisenbringer und fördert aktiv den Ausbau der notwendigen Infrastruktur (Flughäfen, Straßen, etc.).

Besondere Entwicklungen

Anfang 2020 wurde der dritte nationale Entwicklungsplan (2020/21−2024/25) von der ugandischen Regierung vorgelegt. Während der auslaufende zweite nationale Entwicklungsplan (2015/16−2019/20) noch die Verbesserung der Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Produkte und die Entwicklung von Kapazitäten und Dienstleistungen vorsah, zielt die zukünftige Wirtschaftsstrategie auf einer Diversifizierung der Wirtschaft ab, den Ausbau und Verbesserung der Infrastruktur als auch eine Steigerung der Produktivität, insbesondere in der Landwirtschaft. Diese Schlüsselthemen werden in Teilprojekte heruntergebrochen und stellen die Leitlinien für alle größeren staatlich beauftragten Projekte dar. Uganda ist offen für ausländische Privatinvestitionen und Präsident Museveni verfolgt eine den Privatsektor begünstigende Politik. Viele davon sind Bau- und Infrastrukturprojekte, bspw. der Bau des ca. 95 km Kampala-Jinja Expressway für 1,4 Mrd. US-Dollar, welcher den Warentransport zwischen den wichtigen Handelsstädten erleichtern soll. Vereinzelt fließen Investitionen in die lokale Produktion von Konsumgütern, zum Beispiel bei Eiern und Softdrinks. 

Am 14. Januar 2021 fanden die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Uganda statt. Der Langzeitpräsident Yoweri Museveni hat nach offiziellen Angaben die Präsidentenwahl klar gewonnen − und sich damit seine sechste Amtszeit gesichert. Wie die staatliche Wahlkommission mitteilte sicherte sich Herr Museveni 58,4 % der Stimmen (gegenüber 60,8 % im Jahr 2016) und der Zweitplatzierte, Herr Kyagulanyi (bekannt als Bobi Wine), sicherten sich 35,1 % der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,4 % gegenüber 63 % im Jahr 2016. Die langjährige Regierungspartei NRM behielt die Mehrheit in der Nationalversammlung mit 337 Sitzen. Die Wahlen waren zunächst umstritten und einige unabhängige Beobachter sprachen ebenfalls von Unregelmäßigkeiten, die die Glaubwürdigkeit des Wahlprozesses untergraben.

Die EU-Delegation in Kampala führt − in Kooperation mit den Mitgliedsstaaten – einen entschlossenen Kampf um das Investitionsklima in Uganda nachhaltig zu verbessern und den Privatsektor zu stärken. Nach dem World Bank Doing Business Report 2020 belegt Uganda Rang 116 von 190 Staaten (eine klare Verbesserung von 11 Plätzen im Vergleich zu 2019). So sollen etwa in Zukunft entsandten Mitarbeitern nach Uganda ein erleichterter Zugang zu Visum ermöglicht werden oder eine Erleichterung der Local-Content-Regeln für ausländische Unternehmen erreicht werden. Auch wurde 2019 die Dauer für den Export- und Importprozess durch den Ausbau des „Single Customs Territory“ wesentlich verkürzt oder 2018 die Zeit für die Einhaltung der Exportdokumentenanforderung durch elektronische Dokumenteneinreichung und -verarbeitung gesenkt. Ein besonderes Hauptaugenmerk der EU wird auf die Ausbildung von Jugendlichen in relevanten Ausbildungsberufen gelegt. Auch sind Korruptionsbekämpfung und der Zugang zu Finanzierungen für ugandische Unternehmen ein wesentlicher Bestandteil der Bemühungen der EU in Uganda.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Im Jahr 2020 sind die österreichischen Exporte nach Uganda von 8,3 Mio. Euro auf 6,3 Mio. Euro gesunken. Dies entspricht einem Rückgang von rund 23,3 %. Grund dafür sind neben der Corona-Pandemie die Reduzierungen der Lieferungen aus den verschiedensten Warengruppen, es handelt sich also nicht nur um den Abfall aufgrund eines einzelnen Großprojekts.

Signifikante Rückgänge verzeichneten insb.: Getränke, alkoholische Flüssigkeiten, Essig (- 37,7 % das entspricht rund 926.000 Euro). Hierbei ging der Export von Energiegetränke von Österreich nach Uganda um -44,3 % zurück (von 2.456.767 Euro auf 1.369.123 Euro). Elektrische Maschinen, Apparate und elektrotechnische Waren gingen um rund 364.400 Euro (-52,4 %). Betroffen waren vor allem Tafeln, Pulte u.dgl. (von 207.153 Euro auf 106.682 Euro, das entspricht -48,5 %).

Luft- und Raumfahrzeuge (rund 340.500 Euro, das entspricht ein Minus von 63,2 %), optische, photographische Geräte, Mess- und Prüfinstrumente (knapp 153.000 Euro = - 34,2 %).

Beachtliche Zuwächse verzeichneten insb.: Kunststoffe (rund 445.000 Euro, entspricht +221 %), Kernreaktoren, Kessel, Maschinen, Apparate und mechanische Geräte (knapp 332.000 Euro, +16,9 %). Kautschuk und Waren daraus (knapp 64.000 Euro, +138 %).

Österreichs Exporte nach Uganda beliefen sich 2020 auf 6,3 Mio. Euro (-23,3 %). Die Importe Österreichs aus Uganda sanken im selben Zeitraum auf 3,1 Mio. Euro (-2,1 %). Damit verzeichnete die Handelsbilanz mit Uganda wie seit vielen Jahren einen Überschuss.

Der Marktanteil Österreichs in Uganda wird – bedingt durch das verhältnismäßig geringe Volumen − von der ugandischen Statistikbehörde nicht gesondert geführt. Es ist davon auszugehen, dass der Marktanteil Österreichs in Relation zu den EU-27 im Durchschnitt bei unter 5 % liegt. Global gesehen beläuft sich Österreichs Marktanteil in Uganda auf unter 0,01 %.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Uganda.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Nairobi für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen Überblick über die wichtigsten Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Uganda.

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit

Recht und Steuern in Uganda

Das AußenwirtschaftsCenter in Nairobi weiß über lokale Rechts- und Steuerfragen Bescheid und berät Sie gerne.

Durch die Etablierung eines gemeinsamen Marktes in der East African Community (EAC), welche Burundi, Kenia, Ruanda, Tansania, Uganda und den Südsudan umfasst, kam es zu Steuerharmonisierungen in Ostafrika, um den freien Warenverkehr umsetzen zu können. Das Handelsvertreterrecht wird prinzipiell nach britischem Recht angewandt. Zwischen Österreich und Uganda besteht kein Doppelbesteuerungsabkommen, im Allgemeinen sind Unternehmer vorsteuerabzugsberechtigt. Die Unternehmensbesteuerung in Uganda liegt bei 30 %.

Chancen für österreichische Unternehmen

Besondere Chancen für österreichische Unternehmen bestehen weiterhin im Infrastrukturausbau (Straßen, Wohnbau, Bewässerung), im Gesundheitsbereich (Bau und Ausstattung von Klinken sowie Krankenhäusern), Maschinen und Ausrüstungen für ugandische Produktionsbetriebe sowie im Energie- und Umweltsektor. Letzteres umfasst vor allem den Kraftwerksbau, alternative Energiequellen (Wind, Photovoltaik und Geothermalenergie) sowie Einrichtungen für Energieeinsparungen. Gute Chancen bietet zuletzt noch der Tourismus, welcher in Uganda noch in den Kinderschuhen steckt.

Im Bereich New Technologies könnten österreichische und ugandische Technologie-Anbieter verstärkt zusammenarbeiten und spezielle Lösungen für den ostafrikanischen Markt entwickeln (frugal Innovation).

Ausführliche Informationen 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Uganda.

Das AußenwirtschaftsCenter Nairobi berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Uganda haben.

Lesen Sie mehr über Reisen nach Uganda.
Stand: