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Vereinigtes Königreich: Branchenprofil Nahrungsmittel und Getränke

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Die britische Nahrungsmittelindustrie ist der größte Industriesektor im VK. Das Umsatzvolumen des britischen Nahrungsmitteleinzelhandels soll bis 2022 EUR 243 Mrd. erreichen, was ein Wachstum von 15% bedeutet. 49,4% aller Ausgaben im Einzelhandel entfallen auf Nahrungsmittel.

Das Vereinigte Königreich ist stark auf Importe angewiesen. Ein Drittel davon kommt aus der EU. Nur 23 Prozent des im VK konsumierten Obst- und Gemüse stammen aus britischer Produktion. Österreichische Lebensmittelexporte ins Vereinigte Königreich waren 2017 um 11,6 Prozent rückgängig. Trotzdem ist das VK die neun-wichtigste Exportdestination für Österreich (Quelle: Statistik Austria / FV Lebensmittelindustrie). 

Mit über 400 zertifizierten Firmen ist das VK einer der größten Fairtrade Märkte und auch der im relativen Größenvergleich zu Österreich in den Kinderschuhen steckende Bio-Markt wächst. (Quellen: FDF und IGD).

Konkurrenzsituation 

Die Bearbeitung des britischen Marktes ist mit Sicherheit zeitaufwendiger und kostspieliger als die Bearbeitung (z.B. deutschsprachiger) Nachbarmärkte. Anders als Kontinentaleuropa wird der britische Markt nicht nur von heimischen und anderen europäischen Unternehmen, sondern in weit höherem Ausmaß auch von US Firmen und Anbietern aus der Anglosphere (Kanada, Australien, Neuseeland) und dem Commonwealth bearbeitet. Der Markt ist hochgradig gesättigt und kann für den Neueinsteiger recht herausfordernd sein. Besonders bei Fleisch und Milchprodukten gibt es – wie in Österreich - einen starken Fokus auf Regionalität und lokalen Ursprung. 

Gesetzliche und sonstige Rahmenbedingungen - Einfuhrbestimmungen / Brexit 

Lebensmittel mit Ursprung in der EU können ohne Einschränkungen oder Zollformalitäten ins Vereinigte Königreich verbracht werden. Erfolgt eine Stichprobenkontrolle beim Grenzübertritt, ist lediglich ein Nachweis zu erbringen, dass die Lebensmittel aus der EU stammen. Der Nachweis in Form von Rechnungen oder des Herstellernachweises auf der Etikette genügt.

Wie sich die Einfuhr nach dem eigentlichen Brexit gestaltet, steht momentan offen. Allerdings verdichten sich Anzeichen dafür, dass der Austritt de facto erst nach einer dringend für Verhandlungen benötigten Übergangsphase zum Ende des laufenden mehrjährigen EU-Finanzrahmens am 31.12.2020 erfolgt und sich bis dahin am Status quo nichts ändert. Bis zu einem tatsächlichen Austritt der Briten ändert sich auch nichts am Marktzugang für österreichische Unternehmen. 

Trendfokus 

Starke Nachfrage nach gesunden, innovativen, funktionellen und veganen Convenience, Snacking und Food to Go Produkten. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Im Biosektor bestehen definitiv Marktlücken. Die Konsumenten greifen bei Gemüse und Frischfleisch zwar gerne zu lokalen Erzeugnissen, aber die Eigenproduktion ist noch lange nicht bedarfsdeckend.

In Delikatessen- und Naturkostläden finden österreichische Spezialitäten eher eine Nische als in den großen Handelsketten, vor allem im oberen, qualitätsgebundenen Preissegment. Auch in der Gastronomie gibt es eine robuste Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln und Zutaten.

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