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Ungarn: Branchenprofil Maschinen und Anlagenbau

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Ungarn blickt auf eine lange und erfolgreiche Geschichte im Maschinenbau zurück, die besonders mit dem Namen „Ganz“ (Konzern) verbunden ist. Allerdings ist zu beobachten, dass sich viele Hersteller in den letzten Jahren zu reinen Komponentenlieferanten entwickelten. Das beruht vor allem auf fehlenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bzw. mangelndem Kapital (auch im Vergleich zu den multinationalen Niederlassungen).

Konkurrenzsituation

Im Bereich Stahlbau liegt die allgemeine Firmengröße zwischen 50 und 250 Angestellten und ist relativ gut entwickelt. Eine Vielzahl an heutigen Stahlbaufirmen war früher auch im Maschinenbau tätig. Der ungarische Markt ist auch in den Bereichen Zerspanung, Blechbearbeitung und Gießereien relativ kompetitiv. Ein bedeutender Wirtschaftszweig ist in Ungarn auch die Produktion von Maschinen für die Nahrungs– und Genussmittelindustrie sowie der Verpackungsmaschinenbau. Insgesamt sind ca. 50-60 Unternehmen in diesen Branchen tätig.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Das ungarische Unternehmensrecht ist bereits umfassend mit dem EU-Recht harmonisiert und kennt ebenfalls die in Österreich existierenden Gesellschaftsformen OHG   (Kkt.), KG (Bt.), GmbH (Kft.) und AG (Rt.), sowie die Europäischen Gesellschaften. Es besteht eine Registrierungspflicht; der Gesellschaftsvertrag muss von einem Anwalt verfasst und gegengezeichnet werden. Genauere Vorgaben und Erfordernisse zu den einzelnen Gesellschaftsformen enthält das Gesetz Nr. V. aus 2013 (neues Bürgerliches Gesetzbuch). Ferner besteht auch die Möglichkeit, mittels eines Handelsvertreters oder einer Handelsrepräsentanz bzw. einer Filiale den ungarischen Markt zu bearbeiten.

Die Branche ist sehr stark von Exporten abhängig, besonders von der Nachfrage in Deutschland. Auch die Inlandsnachfrage ist – indirekt – von deutschen Firmen abhängig, da in der ungarischen Industrie die deutschen Investitionen in der Fahrzeugbranche dominierend sind. Zwar wurde die Automotive Branche 2015 und 2016 nicht zuletzt auch durch weitere deutsche Investitionen belebt bzw. erweitert, gehen Experten dennoch von einer Sättigung und der damit verbundenen Verlangsamung aus, sodass vom Inlandsmarkt insgesamt wenige Wachstumsimpulse zu erwarten sind.

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreichisches Know-how genießt in Ungarn im Bereich Maschinenbau ein hohes Ansehen bzw. gilt das Land als starker und verlässlicher Partner. Da ein hoher Anteil der in Ungarn ansässigen Industriebetriebe Tochterunternehmen ausländischer Firmen sind, fallen die Entscheidungen bei größeren Investitionen in neue Maschinen und Anlagen oft bei der Mutterfirma und gar nicht in Ungarn. Österreichische Maschinenlieferanten, die schon über bestehende Kontakte zu – meist deutschen - Firmen verfügen, sollten diese daher nützen, um auch in Ungarn ins Geschäft zu kommen.

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