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US Autoindustrie versucht Neustart

Fließbänder laufen wieder bei Herstellern und Zulieferbetrieben 

Seit Ende März stehen in den USA die Werke der Fahrzeughersteller und Zulieferbetriebe still. Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Produktionspause sind noch nicht abzuschätzen, liegen aber im Milliardenbereich und betreffen hundertaussende Arbeiter. Immer öfter wird die Fortführung der drastischen aber zweifellos notwendigen COVID 19 Maßnahmen politisiert, und der Druck auf die Entscheidungsträger wächst. Die Stimmung schwankt zwischen Angst und Verzweiflung: Angst vor einem überhasteten Neustart und den resultierenden Konsequenzen und Verzweiflung der Arbeiter und Kleinunternehmer, die sich dem finanziellen Ruin gegenübersehen.

Wie in Europa wird nun langsam aber sicher an einem Neustart der Automobilproduktion gearbeitet. Damit der US “Auto Motor” auch wieder anspringt, müssen alle “Teile” zusammenarbeiten. Die Fahrzeughersteller sind hier von einer komplexen Zulieferkette abhängig, die sich über das gesamte Land und dessen Grenzen hinaus erstreckt. Aufgrund der unterschiedlichen COVID 19 Maßnahmen der einzelnen Bundesstaaten ist die Koordination schwierig und muss täglich den neuen Gegebenheiten angepasst werden.

Den ersten Schritt in das “New Normal” haben die ausländischen Fahrzeughersteller in den Südstaaten gemacht. Mit Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen laufen seit 4. Mai bei KIA, Hyundai und BMW in Spartanburg die Fließbänder wieder, Toyota North America hat den 11. Mai ins Auge gefasst. Beim Elektrofahrzeughersteller Tesla in Kalifornien wurde der Produktionsstart, der ursprünglich für den 4. Mai vorgesehen war, nun um mindestens eine Woche verschoben.

Michigan ist einer der - an COVID 19 Erkrankungen gemessen - am stärksten betroffenen Bundesstaaten und hat restriktive Schutzmaßnahmen bis 15 Mai verlängert. Die Detroit-3 haben strenge Richtlinien entwickelt, um das Infektionsrisiko für zurückkehrende Arbeiter zu verringern. Diese reichen von standardisierten Gesundheitsfragebögen, Messen der Körpertemperatur über abgegrenzte Arbeits- und Pausenbereiche, Gesichtsmasken für jeden Arbeiter bis hin zu regelmäßigen Desinfektionszyklen der Produktionsanlagen. Die Maßnahmen mussten auch mit der United Auto Workers (UAW) Gewerkschaft koordiniert werden, da - im Gegensatz zu den Herstellern im Süden - Arbeiter in der Automobilindustrie in Michigan gewerkschaftlich koordiniert sind. General Motors und auch Fiat Chrysler Automobiles haben nun offiziell den 18. Mai für einen graduellen Neustart der Werke in den USA angekündigt. Ford hat noch kein Datum bekanntgegeben, aus inoffiziellen Quellen hört man aber ebenfalls den 18. Mai.