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USA: Branchenprofil Kunststoffe

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation  

Als drittgrößte verarbeitende Industrie in den USA beschäftigt die Kunststoffindustrie knapp eine Million Arbeitnehmer verteilt auf alle 50 Bundesstaaten. Die Nachfrage nach Gütern der Kunststoffindustrie (Kunststoffgranulate, Kunststoffprodukte, Werkzeuge und Formen, Maschinen für die Kunststoffindustrie) stieg 2016 um 1,8% auf USD 289 Milliarden. Seit den 80er Jahren verzeichnet die Produktivität der Kunststoffindustrie ein stetiges Wachstum von durchschnittlich 2,6 %. Damit liegt die Kunststoffbranche über dem Durchschnitt aller produzierenden Industriezweige der vereinigten Staaten, die ein durchschnittliches Wachstum von 1,7% vorlegen konnten. 

Konkurrenzsituation  

Die stark fragmentierte Kunststoffindustrie ist durch zahlreiche Nischen gekennzeichnet, die z.B. nach Materialart, Verarbeitungsprozess und Endabnehmer eingeteilt werden können. Da Kunststoffprodukte in vielen Industriebereichen Anwendung finden und die Endprodukte oft Konsumgüter sind, hängt die Nachfrage stark vom allgemeinen Befinden der US-Gesamtwirtschaft ab.  

Gesetzliche Rahmenbedingungen  

Eine Vielzahl von Normungseinrichtungen, sowohl private als auch staatliche, bilden ein kompliziertes, regulierendes Netz für Kunststoffbetriebe in den USA. Diese Regelungen beruhen teilweise auf freiwilliger Basis. In den verschiedenen US-Bundesstaaten können voneinander abweichende Regelungen gelten. Gesetze teilen sich grundsätzlich in zwei Kategorien, Arbeitnehmersicherheit sowie Gewährleistung der Produktsicherheit. Das Ziel der U.S. Occupational Safety and Health Administration (OSHA) ist der Schutz der Gesundheit von Arbeitnehmern. Die OSHA verlangt, dass bestimmte Maschinen durch ein “Nationally Recognized Testing Laboratory” (NRTL) genehmigt und registriert werden. Dies sind privat geführte Prüfstellen, die zur Freigabe und Abnahme aller geltenden Normen berechtigt sind. Lieferanten ist grundsätzlich zu empfehlen, eine Aufstellung mit den zu erfüllenden Auflagen der relevanten lokalen Behörden (AHJ - Authorities Having Jurisdiction) vom Kunden zu verlangen.  

Die Kunststoffindustrie wächst seit der Rezession wieder, das Verkaufsvolumen ist jedoch noch niedriger als vor der Krise. Die Auslastung der Produktionen liegt seit 2012 zwischen 70 und 80 Prozent (im Jänner 2017 waren es 75%). Aufgrund der steigenden Nachfrage wird jedoch ein Anstieg der Auslastung in den nächsten Jahren erwartet. Die höhere Auslastung führt zudem zu einer Erhöhung der Investitionen in neue Maschinen und Anlagen. Laut einer Umfrage von Gardner Research investierten kunststoffverarbeitende Betriebe im Jahr 2015 ca. USD 3,472 Milliarden in neue Kunststoffmaschinen, Peripheriegeräte wie z.B. Trocknungsanlagen, neue Werkzeuge und Formen sowie verwandte Produkte. 

Chancen für österreichische Unternehmen  

Aufgrund der Größe des US-Marktes bietet sich in einer Vielzahl von Nischen großes Marktpotential für österreichische Unternehmen. Heimische Kunststoffunternehmen genießen aufgrund hochwertiger und langlebiger Produkte einen weltweiten Bekanntheitsgrad. Da in den kommenden Jahren die Produktion von Kunststoffen (vor allem Polyethylen) aufgrund billiger Rohstoffpreise und neuer Technologien zur Schiefergasgewinnung stark zulegen wird, gibt es vor allem großes Potential für Zulieferer von Spezialausrüstungen, Pumpen, Spritzgussformen, Druckbehältern, Metallrohren sowie Prozesstanks. Aber auch europäische Anbieter von Kunststoffmaschinen stehen weiterhin hoch im Kurs. Zu den vielversprechendsten Abnehmermärkten von Kunststoffprodukten zählen im Jahr 2017 Automotive, Medizintechnik und Konsumgüter. 

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