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Coronavirus: Situation in den USA

Aktuelle Lage und laufende Updates

Die Aufnahme vom Webinar | COVID-19 | Aktuelle Situation in den USA, Kanada und Mexiko vom 1. April 2020 wird in Kürze bereitgestellt. Wir bearbeiten aktuell Ihre an uns per E-Mail übermittelten Fragen und werden Ihnen diese in einer Aussendung am Montag, 6. April zukommen lassen.

» Die Präsentation zum Webinar

Aktuelle Situation

Die USA sind inzwischen zum Covid-19 Hotspot der Welt geworden. Durch eine Erweiterung der Testkriterien und einer steigenden Verfügbarkeit an Covid-19 Test wird das Ausmaß der Ansteckung immer deutlicher. Während die US Regierung zunächst nur zögerlich reagierte, werden inzwischen nicht nur immer drastischere Maßnahmen national, sondern auch auf Bundesstaatenebene gesetzt. Experten zufolge befinden sich die USA jedoch erst am Beginn der Ansteckungskurve, daher wird dem social distancing und damit der Abflachung der Kurve höchste Priorität zugeordnet.

2.2 Billionen US Dollar für die Wirtschaft

Mitte März hat Präsident Trump den nationalen Notstand ausgerufen und immer mehr Bundesstaaten befinden sich im Ausnahmezustand. Inzwischen wurde das dritte und mit Abstand größte Förderpaket der Regierung über USD 2.2 Billionen verabschiedet. Während die ersten beiden Pakete einen Fokus auf die Unterstützung des Gesundheitssystems legten, soll der sogenannte CARES (Coronavirus Aid, Relief, and Economic Security) Act mit umfangreichen Maßnahmen die bereits stark betroffene Wirtschaft stabilisieren.

Arbeitslosigkeit explodiert

Mit bis zu fast 6 Millionen zusätzlichen Arbeitslosen wird durch die aktuellen Covid-19 Beschränkungen bis zum Ende der Woche gerechnet. Weitere 67 Millionen Amerikaner arbeiten in Wirtschaftszweigen, die als „stark betroffen“ gelten und bei denen mit weiterem Abbau der Arbeitskräfte zu rechnen ist. Die worst-case Szenarien gehen von einer Arbeitslosenrate von 32% am kritischsten Punkt der Pandemie aus.

Prognosen aktuell kaum möglich

Fast täglich werden die Prognosen zum Einfluss der Covid-19 auf die US Wirtschaft revidiert. Optimistischere Szenarien basieren auf einer schnellen und konsequenten Eindämmung des Virus sowie einer unmittelbaren Wiederherstellung der geschäftlichen Aktivitäten ab Mai. Dabei wird von einer Kontraktion der Wirtschaft von ca. 1.6% ausgegangen und einer Arbeitslosenrate von bis 8% im dritte Quartal. Eine bis Herbst anhaltende Einschränkung könnte jedoch weitreichendere Konsequenzen, wie ein Wirtschaftswachstum von -6% und potenziell eine darauffolgende Rezession nach sich ziehen.

Ausgangssperren und andere Einschränkungen des öffentlichen Lebens

Da die Ausbreitung des Coronovirus nicht auf alle Bundesstaaten in den USA gleichermaßen verteilt ist, reagieren die regionalen/lokalen Regierungen mit unterschiedlicher Intensität. Aktuell gibt es in keinem Bundesstaat eine vollständige Ausgangsspeere, jedoch entwickelt sich die Situation sehr dynamisch und zunehmend mehr regionale Vertreter erkennen, dass frühzeitige strenge Maßnahmen entscheidend sein könnten. Inzwischen sind alle 50 Bundesstaaten von Covid-19 betroffen und die Anzahl der Bundesstaaten, die Ausgangsbeschränkungen eingeführt haben, hat sich innerhalb der letzten Woche auf 31 Staaten verdreifacht. Mit mehr als der Hälfte aller bekannten Fälle in den USA ist die sogenannte Tri-State Region (New York, New Jersey und Connecticut) besonders betroffen. Das CDC (Center for Disease Control and Prevention) hat allen Bewohnern der Tri-State Bundesstaaten angeraten für 14 Tage in keine anderen Bundesstaaten zur reisen. Erste Reisebeschränkungen innerhalb der USA wurden ausgerufen und aktuell werden zum Beispiel Autofahrer, die mit New Yorker Kennzeichen nach Rhode Island einfahren von der Polizei aufgehalten und in Quarantäne geschickt.

New York als Epizentrum des Ausbruchs

In New York Ciy wurde am ersten März der erste Ansteckungsfall positiv getestet. Seitdem wurde die Metropole zum Epizentrum des Ausbruchs in den USA deklariert.

Mit den drastisch ansteigenden Ansteckungszahlen gelangt auch das Gesundheitswesen in der Stadt an die natürlichen Grenzen. Das Navy Krankenhausschiff „Comfort“ ist am Sonntag, 30.03. das erste mal seit 19 Jahren (9/11 Angriff) in New York eingelaufen und hat beim Manhatten Pier 90 angedockt. Zusätzlich werden vier Standorte wie etwa das Javits Messezentrum zu einem temporären Krankenhaus umfunktioniert, um die Krankenanstalten zu entlasten.

Reisebeschränkungen

Aktuell: Einreiseverbot aus der EU verhängt
Nicht US-Bürgern, die sich in den letzten 14 Tagen vor Ihrem Abflug in die USA im Schengen-Raum aufgehalten haben, wird die Einreise in die USA ab 14. März 2020 verwehrt. Damit berechtigen Touristen- und Geschäftsvisa vorläufig nicht mehr zu einer Einreise in die USA.

Bedarfserhebung für Rückholaktion des Außenministeriums

Das Außenministerium arbeitet derzeit mit Hochdruck an gezielten Rückholaktionen von österreichischen Touristen im Ausland für den Fall, dass eine privat organisierte Rückreise nach Österreich nicht mehr möglich ist.

Wir bitten Sie daher, sich dringend über die Online-Reiseregistrierung des Außenministeriums zu registrieren, sodass wir Sie im Notfall rasch kontaktieren, informieren und unterstützen können!

Sobald ein Rückholflug verfügbar sein wird, wird dieser unter folgender Website ersichtlich sein: http://heimflug.austrian.com

Der erste Rückholflug aus Washington DC wurde am 23.03.2020 durchgeführt. Die Situation wird tagesaktuell beobachtet und das Außenministerium ununterbrochen bei Bedarf weitere Flüge zur Verfügung zu stellen.

Einreiseverbot aus der EU

Nicht US-Bürgern, die sich in den letzten 14 Tagen vor Ihrem Abflug in die USA im Schengen-Raum aufgehalten haben, wird die Einreise in die USA ab 14. März 2020 verwehrt. Damit berechtigen Touristen- und Geschäftsvisa vorläufig nicht mehr zu einer Einreise in die USA. Damit wurden die bereits bestehenden Einreisebeschränkungen drastisch ausgeweitet, die bisher Personen betroffen haben, die sich in den letzten 14 Tagen in China und Iran aufgehalten haben.

Ausnahmen des Verbotes gelten für Inhaber/innen einer Green Card, (im Allgemeinen für) Familienangehörige von US-Bürger/inne/n und andere Personengruppen, die in der Proklamation ausdrücklich genannt werden.

Betroffen sind: Österreich, Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn sowie UK und Irland.

Seit 19.03. keine Direktflüge zwischen Österreich und den USA

Österreichischen Touristen im Ausland wird vom Außenministerium dringend geraten, von den derzeit noch bestehenden Rückreisemöglichkeiten nach Österreich Gebrauch zu machen. Derzeit bestehen indirekte Flugverbindungen aus den USA nach Europa/Österreich.

Prüfen Sie daher auch die Möglichkeit, über andere europäische Städte bzw. über Kanada zu fliegen. Bitte kontaktieren Sie direkt das Reisebüro bzw. die Fluglinie über die der Flug gebucht wurde.

  • Lufthansa: +1 800 645 3880 oder sonst in Deutschland +49 69 86 799 799
  • AUA: + 1 800 843 0002 oder in Österreich +43 5 1766 1000
  • SWISS: +1 877-359-7947 in der Schweiz: +41 848 700 700
  • Weitere Fluglinien

Warenverkehr mit den USA

Lieferungen von Waren sind von den internationalen Reiseeinschränkungen ausgeschlossen. Es gibt aktuell keine Einfuhr- oder Ausfuhrbeschränkungen resultierend aus der Covid-19 Epidemie.

Bei wichtigen Medizinprodukten könnte der Import sogar erleichtert werden, da im Rahmen der „FDA Emergency Use Authorizations“ (EUA) einige regulatorischen Erleichterungen zugestanden werden. Diese EUAs umfassen großteils Schutzausrüstung, diagnostische Tests und Beatmungsgeräte. In jedem Fall müssen die in der EU bzw. in Österreich geltenden Ausfuhrgenehmigungspflichten beachtet werden.

Sowohl mit Mexiko als auch mit Kanada sind uns keine Wareneinfuhrbeschränkungen bekannt. Bei der Schließung der Grenzen wurde dezidiert darauf hingewiesen, dass Gütertransporte davon nicht betroffen sind.

Durch den stark reduzierten Luftverkehr entstehen Einschränkungen bei Luftfracht und zum Teil werden von Paket Versand Unternehmen zusätzliche Gebühren erhoben.

Unterstützungsmaßnahmen der US-Regierung

Die Regierung hat inzwischen das dritte Rettungspaket über 2.2 Billion US-Dollar verabschiedet. Erste Ideen zu einem vierten Paket werden bereits gesammelt

First Emergency Funding Bill - $8,3 Mrd.:

  • Zur Finanzierung gesundheitlicher Unterstützungsmaßnahmen, u.a. Entwicklung eines Impfstoffs, Schutzbekleidung

Families First Coronavirus Response Act - $3,5 Mrd.

  • Bereitstellung von kostenlosten COVID-19 Tests, auch speziell für Veteranen und die American Indian Bevölkerung
  • Unterstützung bei der Krankenversicherung
  • Finanzierung von 2 Wochen Krankenstand, auch steuerliche Anreize für Unternehmen
  • Zuschuss zu Arbeitslosengeld
  • Unterstützung von Ernährungsprogrammen

CARES Act (Coronavirus Aid, Relief, and Economic Security) - $2,2 Bio. für US-Firmen, Gesundheitswesen, Haushalte, Staaten und Kommunen

Folgend finden sich ausgewählte Aspekte des 3. Rettungspakets:

  • USD 500 Milliarden Darlehensfonds. Damit sollen besonders betroffene Wirtschaftszweige und lokale Behörden unterstützt werden. 
  • Steuergutschriften für Unternehmen die Arbeitnehmer weiterhin auf ihren Gehaltslisten halten. Diese Unternehmen erhalten eine Rückerstattung für die Hälfte ihrer ausbezahlten Löhne, bis zu einem maximalen Betrag von USD 5.000 USD pro Angestelltem. Voraussetzung dafür: Unternehmen müssen einen Verlust von 50 % im Vergleich zum Vorjahresquartal nachweisen können.
  • Arbeitslosengeld bis zu 4 Monate. Zusätzlich zu dem von den einzelnen Bundesstaaten ausbezahlten Arbeitslosengeld sollen Arbeitslose 4 Monate lang bis zu USD 600 pro Woche erhalten.E
  • inmalige Direktzahlungen an Einzelpersonen und Familien. Alle in den US-ansässigen Steuerzahler erhalten je nach Bruttoeinkommen einen einmaligen Scheck über maximal USD 1.200.
  • USD 58 Milliarden an Fluggesellschaften. Die Airlines erhalten USD 29 Milliarden an Zuschüssen sowie Darlehen und Darlehensgarantien iHv USD 29 Milliarden. Außerdem sind Stundungen für die Bezahlung der Treibstoff- und Frachtsteuer vorgesehen.

Auswirkungen für österreichische Unternehmen

  • Forderungsausfälle in den USA zu befürchten
  • Mitarbeiterentsendung und damit Erfüllung von Montageaufträgen erschwert
  • Kundenbesuche meist nur noch „remote“ – Company Policy
  • Auftragsrückgang aufgrund von Produktionsstopps bei Kunden
  • Luftfracht Kapazitäten verringern sich und es wird teurer
  • Seefracht derzeit noch „normal“
  • Force Majeure Klauseln werden einzelstaatlich fallrechtlich geregelt

Arbeitsrechtlich gibt es kaum US-Bundesgesetze. Mindestlöhne, Feiertage, Sonderurlaube und Überstunden sind in den Einzelstaaten geregelt.

Stand: