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Coronavirus: Situation in den USA

Aktuelle Lage und laufende Updates

Stand: 08.07.2020, 09:00 Uhr

Coronavirus-Webinare zu den USA, Kanada und Mexiko

Wenn Sie an dem Update zu der aktuellen Lage, den getroffenen Maßnahmen, sowie praktischen Tipps zum Umgang mit der Situation Interesse haben, können Sie unsere aktuellen Webinare hier nachschauen: Covid-19 Webinare zu Nordamerika vom 01. April 2020 und 26. Mai 2020

Aktuell & Wichtig

Die Wiedereröffnung der US-Wirtschaft ist in den letzten Wochen kontinuierlich vorangeschritten. Das hat zu einer ersten Erholung der Konsumausgaben sowie der Arbeitlosenrate geführt. Nach einer Rekordarbeitslosigkeit von 14,7% im April ist die Beschäftigungszahl seit Mai kontinuierlich gestiegen, hat das Vor-COVID-19 Niveau aber noch lange nicht erreicht.

Eine neue Ausbreitungswelle mit Hotspots in Florida, im mittleren Westen und an der Westküste, überschattet die Bemühungen die Wirtschaft wieder zum Laufen zu bringen. New York hat nach wie vor die höchste Zahl der Infektionen, jedoch entwickeln sich die neuen Spitalsaufenthalte und die Covid-Zuwachsrate rückläufig, während es in einem Drittel der Bundesstaaten täglich neue Rekorde bei den Infektionszahlen gibt. Ein Dutzend Bundesstaaten hat die Wiedereröffnung zumindest verzögert. 

Ein weiteres wirtschaftliches Stimulus Paket über zusätzliche 3 Billionen Dollar wurde im Mai im Repräsentantenhaus vorgestellt, jedoch umgehend abgelehnt. Es bestehen große Divergenzen zwischen Demokraten und Republikanern in welchem Umfang, in welchen Bereichen und ob ein weiteres Hilfspaket überhaupt eingesetzt werden soll. Es wird aktuell erwartet, dass der Kongress sich auf ein Hilfspaket von maximal 1 Billion Dollar einigen wird.

Die Einreise für US-Amerikaner nach Österreich im Rahmen des gewerblichen Verkehrs (für Geschäftsreisen, für die Erfüllung eines beruflichen Auftrages, Künstler, Berufssportler) ist wieder möglich. Dies betrifft Aktivitäten deren Einreise auch vor der COVID-19 Krise visafrei gewesen sind. Quarantänebestimmungen (14-Tage Heimquarantäne oder gültiger COVID-19 Test) finden weiterhin Anwendung. 

Rekordkontraktion der Wirtschaft im Q1 ist erst der Anfang: Eine vorläufige Berechnung des Wirtschaftswachstumes zeigt bereits eine drastische Kontraktion von 4,7% im ersten Quartal. Weitaus pessimistischer sind die Prognosen für das zweite Quartal, welche in der Gänze von Coronavirus Eindämmungsmaßnahmen geprägt war. Es wird von einem Einbruch von bis 40% ausgegangen.

Sonderthemen: Für eine bessere Lesbarkeit und Übersicht finden Sie untenstehend eigenständige Berichte zu ausgewählten Branchen, Bereichen und aktuellen COVID-19 bezogenen Themen in den USA.

Einreise und Reisebestimmungen

Proklamation vom 22. Juni 2020 zum Schutz des US-amerikanischen Arbeitsmarktes

Am Montag, 22. Juni 2020 unterzeichnete Präsident eine weitere Proklamation, die vorübergehend die Ausstellung bestimmter Kategorien von Visa (H-1B, H-2B, J und L) einschränkt, um Arbeitsplätze für amerikanische Arbeitnehmer zu schützen. Dies betrifft nicht diejenigen Personen, die derzeit in den USA mit gültigen H-1B- oder ähnlichen Visa arbeiten. Die Proklamation hindert auch Personen, die vor dem Datum des Inkrafttretens der Proklamation im Besitz eines gültigen Visums waren, nicht daran, in das Land einzureisen oder wieder einzureisen, wenn sie sich im Ausland aufgehalten haben, sofern sie sich nicht anderweitig unzulässig verhalten haben.

Proklamation vom 14. März 2020 zum Schutz des US Bevölkerung vor einer Ausbreitung des Coronavirus

Nicht US-Bürgern, die sich in einem Zeitraum von 14 Tagen vor geplanter Einreise in die USA im Schengen-Raum, sowie UK, Irland, China, Iran sowie Brasilien aufgehalten haben, wird die Einreise in die USA seit 14. März 2020 verwehrt. Touristen- und Geschäftsvisa berechtigen vorläufig damit momentan nicht mehr zu einer Einreise in die USA.

Namentlich im Schengen-Raum betroffen sind: Österreich, Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn sowie UK und Irland.

Ausnahmen des Verbotes gelten für Inhaber/innen einer Green Card, (im Allgemeinen für) Familienangehörige von US-Bürger/inne/n und andere Personengruppen, die in der Proklamation ausdrücklich genannt werden.

Ab 20. März wurden weltweit alle Routinemäßigen Visa Services in den Botschaften und Konsulaten ausgesetzt.

Regelungen für den Güterverkehr

Lieferungen von Waren sind von den internationalen Reiseeinschränkungen ausgeschlossen. Es gibt aktuell keine Einfuhr- oder Ausfuhrbeschränkungen resultierend aus der Covid-19 Epidemie.

Bei wichtigen Medizinprodukten könnte der Import sogar erleichtert werden, da im Rahmen der „FDA Emergency Use Authorizations“ (EUA) einige regulatorischen Erleichterungen zugestanden werden. Diese EUAs umfassen großteils Schutzausrüstung, diagnostische Tests und Beatmungsgeräte. In jedem Fall müssen die in der EU bzw. in Österreich geltenden Ausfuhrgenehmigungspflichten beachtet werden.

Sowohl mit Mexiko als auch mit Kanada sind uns keine Wareneinfuhrbeschränkungen bekannt. Bei der Schließung der Grenzen wurde dezidiert darauf hingewiesen, dass Gütertransporte davon nicht betroffen sind.

Durch den reduzierten Passagierluftverkehr sind die Luftfrachtraten stark erhöht. Weiters gibt es große Kapazitätsengpässe, welche auch zu Verzögerungen führen können. Insgesamt gibt es weniger Seefracht. Aber durch die reduzierte Anzahl an eingesetzten Schiffen ist die Auslastung hoch und die Raten bleiben konstant. Auch hier kann es jedoch bei Containersendungen (vor allem aus China) ebenfalls zu Verzögerungen kommen, da einige Destinationen seltener angesteuert werden.

Die Post 

Der internationale Postverkehr aus Österreich ist aktuell nur eingeschränkt möglich. Die österreichische Post hat die Annahme von Briefen und Paketen größtenteils eingestellt. Zu den Details

In den USA können derzeit Postsendung nach Österreich (über USPS) aufgegeben werden. Gewisse Dienstleistungen sind bei Sendungen in gewisse Länder nicht möglich (z.B. Garantie bei Priority Express International) bzw. ist Österreich derzeit nicht betroffen. Online werden Länder aufgezeigt, in welche die US-Post derzeit keine Sendungen schickt. 

Paketdienstleister

Gelten als „essential businesses“ und sind nach wie vor in Betrieb. Aufgrund der COVID-19 Krise stehen derzeit aber gewisse Dienstleistungen nicht zur Verfügung (z.B. Einholung von Unterschriften von Empfängern, Money Back Guarantee). Der Sender soll anführen, wohin die Lieferung gesandt werden soll, sollte die Firma des Empfängers geschlossen sein (Hold-at-location option/redirection to a FedEx location, return). Gewisse Firmen, die den Paketdienstleistern als Pickup/Dropoff Station dienen sind derzeit geschlossen oder haben eingeschränkte Öffnungszeiten.

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Da die Ausbreitung des Coronovirus nicht auf alle Bundesstaaten in den USA gleichermaßen verteilt ist, reagieren die regionalen/lokalen Regierungen mit unterschiedlicher Intensität. Inzwischen ist auch deutlich, dass der Ansteckungsverlauf eine gänzlich unterschiedliche Entwicklung im Vergleich zu Europa einnimmt. Es kommt zu keiner kurzfristigen landesweiten Entspannung der Infektionen sondern zu einer direkten Verlagerung der Hotspots von der Ostküste zum mittleren Westen, der Westküste sowie Florida.

Experten gehen davon aus, dass einige Bundesstaaten übereilt den Wiedereröffnungprozess gestartet hatten, da diese ursprünglich weniger stark von COVID-19 betroffen waren, wie zum Beispiel New York und die Tri-State area. Inzwischen werden Maßnahmen zur Wiedereröffnung pausiert beziehungsweise zurück gefahren und es kommt vor allem im Gastronomie- und Freizeitbereich zu erneuten Schließungen.

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft 

Die Regierung hat inzwischen mit dem vierten Rettungspaket das Paycheck Protection Program um weitere USD 310 Milliarden aufgestockt. Das dritte und größte Rettungspaket der US Geschichte umfasste über 2.2 Billion US-Dollar. Ein fünftes Hilfspaket wurde kürzlich den Demokraten im Repräsentantenhaus vorgelegt.

First Emergency Funding Bill - $8,3 Mrd.:

  • Zur Finanzierung gesundheitlicher Unterstützungsmaßnahmen, u.a. Entwicklung eines Impfstoffs, Schutzbekleidung

Families First Coronavirus Response Act - $3,5 Mrd.

  • Bereitstellung von kostenlosten COVID-19 Tests, auch speziell für Veteranen und die American Indian Bevölkerung
  • Unterstützung bei der Krankenversicherung
  • Finanzierung von 2 Wochen Krankenstand, auch steuerliche Anreize für Unternehmen
  • Zuschuss zu Arbeitslosengeld
  • Unterstützung von Ernährungsprogrammen

CARES Act (Coronavirus Aid, Relief, and Economic Security) - $2,2 Bio. für US-Firmen, Gesundheitswesen, Haushalte, Staaten und Kommunen

Folgend finden sich ausgewählte Aspekte des 3. Rettungspakets:

  • USD 500 Milliarden Darlehensfonds. Damit sollen besonders betroffene Wirtschaftszweige und lokale Behörden unterstützt werden. 
  • Steuergutschriften für Unternehmen die Arbeitnehmer weiterhin auf ihren Gehaltslisten halten. Diese Unternehmen erhalten eine Rückerstattung für die Hälfte ihrer ausbezahlten Löhne, bis zu einem maximalen Betrag von USD 5.000 USD pro Angestelltem. Voraussetzung dafür: Unternehmen müssen einen Verlust von 50 % im Vergleich zum Vorjahresquartal nachweisen können.
  • Arbeitslosengeld bis zu 4 Monate. Zusätzlich zu dem von den einzelnen Bundesstaaten ausbezahlten Arbeitslosengeld sollen Arbeitslose 4 Monate lang bis zu USD 600 pro Woche erhalten.E
  • inmalige Direktzahlungen an Einzelpersonen und Familien. Alle in den US-ansässigen Steuerzahler erhalten je nach Bruttoeinkommen einen einmaligen Scheck über maximal USD 1.200.
  • USD 58 Milliarden an Fluggesellschaften. Die Airlines erhalten USD 29 Milliarden an Zuschüssen sowie Darlehen und Darlehensgarantien iHv USD 29 Milliarden. Außerdem sind Stundungen für die Bezahlung der Treibstoff- und Frachtsteuer vorgesehen.

Arbeitsrechtlich gibt es kaum US-Bundesgesetze. Mindestlöhne, Feiertage, Sonderurlaube und Überstunden sind in den Einzelstaaten geregelt.

Viertes Hilfspaket - Paycheck Protection Program and Health Care Enhancement Act

  • 60 Mrd. USD für Economic Injury Disaster Loans
  • 75 Mrd. USD für Krankenhäuser
  • 25 Mrd. USD für Coronavirus-Tests
  • 310 Mrd. USD für das PPP (Paycheck Protection Program)

Maßnahmen der Federal Reserve (FED) zur Stabilisierung der Finanzmärkte

  • Zinssatz auf 0-0.25% gesenkt
  • Obergrenze für Anleihenkauf wird aufgehoben.
  • Quantitative Easing - der Kauf von Treasuries und Agency-MBS (mortgage-backed securities) - kommt ohne eine zeitliche Begrenzung und ohne eine Begrenzung des Kaufvolumens.
  • Zwei zusätzliche Fazilitäten (Primare und Secondary Market Corporate Credit Facility), um Kreditvergabe an Unternehmen zu unterstützen. 

Weitere Information und Notfallnummern