th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Wichtige FAQs zu Deutschland

Informationen zu relevanten Themen 

Was ist bei der Überführung von Fahrzeugen von Österreich nach Deutschland oder umgekehrt zu beachten?

Um eine unzulässige Fernzulassung zu vermeiden, ist das Fahrzeug dort zuzulassen, also die Probefahrtkennzeichen des Ortes bzw. Staates zu verwenden, von wo weggefahren wird.

Die Verwendung österreichischer Probefahrtkennzeichen für die (Überführungs-)Fahrt eines Fahrzeugs von Österreich nach Deutschland wäre also zulässig. Fahren Sie mit diesen Kennzeichen von Deutschland nach Österreich läge dagegen eine nach deutschem Recht unzulässige Fernzulassung vor.

Gleiches gilt umgekehrt: Für Fahrten von Deutschland nach Österreich sind die deutschen Probefahrt- oder Überführungskennzeichen zu verwenden.


Was ist beim Arbeiten über die Grenze zu beachten?

Nähere Hinweise unter: www.grenzoffensive.org


Was ist die Bauabzugsteuer und für wen gilt sie?

Wer in Deutschland Bauleistungen an Unternehmer erbringt, wobei der Umsatz (ohne Umsatzsteuer) im Kalenderjahr über 5.000 Euro liegt, sollte eine Freistellung von der Bauabzugsteuer beantragen. Gleiches gilt für die Bauleistungserbringung an private Auftraggeber mit Einkünften aus Vermietung und Verpachtung, wenn der Bau-Auftragswert für das Mietobjekt über 15.000 Euro liegt.

Wegen der sog. Bauabzugsteuer müssen Auftraggeber, die Unternehmer sind, pauschal 15 % des Rechnungsbetrags einbehalten und diesen Betrag an das Finanzamt abführen. Dies lässt sich nur vermeiden, indem eine Freistellungsbescheinigung beantragt wird. Der Antrag ist formlos möglich. Das Finanzamt übersendet daraufhin einen Fragebogen, der auszufüllen ist. Den Fragebogen kann man sich – neben einem Musterantrag - auch unter www.finanzamt.bayern.de/Muenchen/>Formulare >Weitere Themen A-Z >Bauleistungen >Freistellungsbescheinigung herunterladen. (Achtung: Das Vorliegen einer Steuernummer in dem Musterantrag ist keine Voraussetzung für die Erteilung einer Freistellungsbescheinigung!)

Dem Fragebogen ist eine Ansässigkeitsbescheinigung des österreichischen Finanzamts beizulegen. Diese bestätigt, dass das Unternehmen in Österreich ordnungsgemäß steuerlich geführt wird.

Für den Antrag auf Freistellung zuständig ist folgende Stelle:

Finanzamt München II - Bearbeitungsstelle Straubing

Postfach 0211

D-94302 Straubing

Tel. +49 89 1252-0

Fax +49 89 1252-2888.

Eine Kopie der Freistellung ist jeder Rechnung beizulegen, die für eine Bauleistung in Deutschland erstellt wird, soweit die eingangs genannten Voraussetzungen vorliegen. Um später leichter eine Verlängerung der Freistellung zu erhalten, empfiehlt es sich, die sogenannten Quartalsmeldungen, die das Finanzamt regelmäßig schickt, stets ausgefüllt zurückzusenden.

Auf Wunsch kann das AußenwirtschaftsCenter München als sogenannter inländischer Empfangsbevollmächtigter benannt werden. Gegen eine geringe Gebühr (35 Euro bei erstmaliger, 25 Euro bei jeder weiteren Korrespondenz) leiten wir dann sämtliche Post des Finanzamts weiter.

Die Freistellung von der Bauabzugsteuer muss man sich auch von etwaigen Subunternehmern (auch österreichischen, soweit diese in Deutschland tätig werden) vorlegen lassen. Legt der Subunternehmer keine Freistellung vor, muss der jeweilige Auftraggeber die 15 % Steuer einbehalten, sonst haftet er für diese Steuer!


Was muss ich als Fuhrunternehmer mit Fahrzeugen unter 3,5 Tonnen beachten?

In Deutschland gelten die EU-weit sonst erst ab 3,5 t geltenen Pflichten zur Aufzeichnung von Lenk- und Ruhezeiten schon ab 2,8 t.

Nähere Informationen dazu in der Anlage.


Was muss ich als österreichischer Online-Händler beachten?

Sie müssen grundsätzlich auch die Verbraucherschutzvorschriften Ihrer Zielländer beachten, an die Sie Ihr Angebot richten. Nach den europäischen Vorgaben steht dem Verbraucher der Schutz nach seinem Ansässigkeitsstaat zu, wenn dieses Recht ihm mehr zugesteht als das für den Vertrag vorgesehene. Zu beachten ist also bei deutschen Kunden deutsches Verbraucherschutzrecht, welches von sehr hohem Schutzniveau ist. Sie sollten insbesondere die deutschen Verbraucherschutzvorschriften betreffend AGB und Widerrufsbelehrungen beachten. Das deutsche Recht differiert hier in Feinheiten, die aber bei Nichtbeachtung zu Abmahnungen führen können.

Beachten Sie das deutsche Recht nicht, verschaffen Sie sich aus Sicht konkurrierender deutscher Verkäufer einen Wettbewerbsvorteil, der abmahnfähig ist. Im Zweifel wird ein Konkurrent sich dann über seinen Anwalt mit einer Abmahnung an Sie wenden, die mindestens bezüglich der Rechtsanwaltskosten kostenpflichtig ist (meist mehrere hundert Euro).

Bei Ihren Online-Geschäften, also als „Fernabsatzverträge“ bezeichnete Geschäfte, müssen Sie dem Kunden ein Widerrufs- oder Rückgaberecht einräumen. Die Musterbelehrungen des deutschen Justizministeriums finden Sie unter diesen Links:

Widerruf 

Rückgabe


Wo und wie können sich österreichische Firmen ohne Betriebsstätte in Deutschland umsatzsteuerlich registrieren lassen?

Zentral zuständig für österreichische Firmen ohne inländische Betriebstätten ist in Deutschland das Finanzamt München II, nähere Informationen hier.

Bitte wählen Sie oben ein Bundesland aus, um Kontakte und Serviceangebote des Bundeslandes zu erhalten.