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Wie in NYC Innovation durch kreativen Austausch und Community Spirit stimuliert wird

Wie WeWork das Büro neu erfand und durch Start-up-Ökosysteme ganze Stadtteile eine Renaissance erfahren

Obwohl kaum 8 Jahre alt gilt das New Yorker Start-Up WeWork bereits jetzt als einer der größten Anbieter von gewerblichen Büroflächen, wird gegenwärtig mit USD 20 Mrd. bewertet und kann neben Uber und Air B’n’b als Sinnbild eines disruptiven „Unicorns“ angesehen werden, das fast im Alleingang eine ganze Industrie umkrempelte.
Die Philosophie von „shared workspace communities” hat gerade in der stark freiberuflich orientierten Tech- und Start-Up Szene jedenfalls den Zahn der Zeit getroffen, und die dynamische, innovative Gemeinschaft die sich aus dem Kontakt mit anderen Jungunternehmern, Kreativen und Entwicklern ergab, war laut WeWork Gründer Adam Neumann auch das Erfolgsrezept, dass WeWork in so kurzer Zeit so groß werden ließ.

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© The Telegraph Wie Arbeiten bei WeWork aussieht

Aus diesen Subkulturen haben sich wiederum eigene Dienstleistungen und Spin Offs (wie zb. WeWork Labs) ergeben, die Unternehmern und Gründern beim Launch helfen sollen, oder WeLive, als Wohnkonzept welches das shared space Prinzip auch auf Wohn- und Lebensräume anwendet.

Das Konzept den Austausch mit andern innovativen und kreativen Köpfen zu fördern wird mittlerweile nicht nur in fast allen Accelerators, Inkubatoren, Start-Up Boot Camps und Shared Office Spaces, praktiziert, sondern auch auf Stadtentwicklungs und –planungsebene angewandt um das besonders innovative und dynamische Start-up Ökosystems New York für die sozio-ökonomische Entwicklung der Stadt zu nutzen.

In New York werden nicht nur über 300.000 Menschen in der Tech- und Start-up Szene beschäftigt, sondern (lt. aktuellen Global Start-up Report von Startup Genome) mit über 7000 Startups und einer Kapitalisierung von USD 71 Milliarden belegt der big apple bereits den zweiten Platz hinter dem Silicon Valley; NYC scheint aber im Gegensatz zu seinem Rivalen an der Westküste stärker gemeinschaftsgetrieben und gemeinwohlorientiert Lösungen für urbane Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln.

Bestes Beispiels für die Verzahnung von innovativen Start-Up- und Gründer-Ökosystemen und gleichzeitiger Stadtentwicklung sind die Brooklyn Navy Yards in New York. In der stillgelegten Schiffswerft im Hafen von New York wurden ab dem Jahr 1806 Schiffe für die United States Navy produziert. Die Stadt New York gründete (nach dem Einstellen des Werftbetriebes im Jahr 1966 ) auf dem Gelände schließlich ein neues Industriegebiet, welches seit 1969 von einer Non-Profit Organisation gemanaged wird, aber bis vor einigen Jahren eher als entwicklungstechnisches Sorgenkind der Stadt galt. Bis man auf die Idee kam gezielt Start-Up-, Tech- und innovative Büro- und Arbeitsräume dort anzusiedeln.

Heute beheimatet das alte Werftgebiet mehr als 330 Unternehmen mit rund 7.000 Angestellten. Ein großer Fokus des Projekts liegt auf Nachhaltigkeit: Brooklyn Navy Yards soll ein nationales Vorzeigeprojekt als nachhaltiger Tech-, Start-Up und Industriepark in Bezug auf Green Technology und Zukunftsfähigkeit werden.

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© Brooklyn Navy Yard Brooklyn Navy Yards: wo kreativer Austausch, Innovationsförderung und Stadtentwicklung Hand in Hand gehen

Erwähnenswerte Projekte sind hier vor allem das „New Lab“ wo sich alles um verschiedenste Innovationsprojekte in den Bereichen Robotik, Künstliche Intelligenz und Nanotechnologie dreht und VC 1776, ein aus Washington D.C. stammender Inkubator und Seed Fund, spezialisiert darauf Start-Ups bei der Investorensuche, der Zurechtfindung in hoch-regulierten Industrien und bei der Zusammenarbeit mit Government und City Officials zu unterstützen.

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© David Sundberg/ESTO Auch bei NewLab steht Förderung einer kreativen Community an erster Stelle

Das Prinzip einer  gemeinschaftsgetriebenen Stadtplanung hat auch in New York City’s Masterplan („New York City’s Strategy for Building a Smart + Equitable City“) Einzug gehalten, wo der Anspruch zu einem Vorreiter im „Urban Technology“ und „Smart City“-Bereich zu werden festgehalten ist (immerhin wurde NYC 2016 bei den Global City Awards, im Rahmen des Smart City Expo World Congress, bereits mit einem ersten Platz prämiert).

Ein wesentlicher Beitrag um dieses Ziel zu erreichen, soll über fortschreitende, sozial möglichst integrative Digitalisierung in Hinblick auf Connected Devices und IoT, Kooperationspartnerschaften mit Tech-, Innovations-, Bildungsinstitutionen, mit internationalen Best-Practice Städtepartnern, sowie Online Plattformen für den gemeinschaftsgeförderten und bürger-partizipativen Austausch von Ideen und innovativen Lösungen für moderne und urbane Herausforderungen erfolgen. (Eine Übersicht über die wichtigsten Maßnahmen finden Sie übrigens in unserem Artikel „New York City’s smarte Initiativen für urbane Herausforderungen der Zukunft“). 

New York City setzt für seine Zukunft stark auf den Austausch kreativer Köpfe und Jungunternehmen dank innovativer Knotenpunkte in Büros, Industriegebieten und Gründerzentren und hat hier eine Vorreiterrolle eingenommen, von der sich auch österreichische Unternehmen und Städte inspirieren lassen sollten.

 

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