th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Wirtschaftsförderungsmaßnahmen der ungarischen Regierung aufgrund COVID-19

Förderungen, Kurzarbeit, Kredite und Arbeitsvorschriften

Stand: 8. März

Aktionsplan zum Neustart der Wirtschaft 2021

I. Phase (1. Jänner – 1. April 2021)

  • Zinsfreie Kredite für KMU
    KMUs, die in der Corona-Krise in Not geraten sind, werden mit einem zinsfreien Kredit von max. 10 Mio. HUF unterstützt. Das Darlehen soll auf max. 10 Jahre angelegt sein, für die ersten drei Jahre gilt ein Moratorium. Der Kredit kann bei der Entwicklungsbank MFB beantragt werden. Für das Kreditprogramm stehen insg. 100 Mrd. HUF (ca. 280 Mio. EUR) zur Verfügung.
  • Reduzierung der Mehrwertsteuer bei Neubauten: Die Mehrwertsteuer (ÁFA) im Wohnungsneubau beträgt bei Bauvorhaben bis Ende 2022 wieder 5%.
  • Förderung von Wohnungssanierung:
    Die HU Regierung startete am 1. Jänner 2021 ein Wohnungssanierungsprogramm. Der Staat übernimmt die Wohnungsmodernisierungskosten von Familien mit mindestens einem Kind zu 50%, jedoch max. 3 Mio. HUF. Als Voraussetzung für dieses neue Element des 2015 auf den Weg gebrachten Wohnungsbauprogrammes müsse keine Wohnbauförderung (CSOK) beantragt werden. Die Sanierungsförderung kann für jede Modernisierung in Anspruch genommen werden, sei es für energietechnische Modernisierungen, die Renovierung von Bad oder Küche oder einer kompletten Wohnung.
  • 13. Monatspension wird in 4 Etappen ausgezahlt: die Auszahlung der ersten Etappe erfolgte im Jänner 2021
  • Einkommenssteuerbefreiung für junge Menschen unter 25 Jahre ab 1. Jänner 2022

II. Phase (1. April – 1. Juli 2021)

  • Umbau des Hochschulwesens (Finanzmittel i.H.v. 1.500-2.000 Mrd HUF / ca. 4,2-5,6 Mrd. EUR)
  • Steigerung der Effizienz von ungarischen Universitäten

III. Phase (1. Juli – 1. Oktober 2021)

  • Keine konkreten Details, Themenkreise: grüne Energien, Kreislaufwirtschaft, vollständige Digitalisierung der ungarischen Wirtschaft, Entwicklungsprogramm des Agrarsektors

Lohnförderung für bestimmte Branchen im Zusammenhang mit der Notstandslage

Unternehmen, die als Haupttätigkeit nachstehende Tätigkeiten verrichten (mindestens 30% des Gewinns in den letzten 6 Monaten stammte aus dieser Tätigkeit), können eine Lohnförderung in Anspruch nehmen: 50% der Bruttogehälter werden staatlich zurückerstattet, wenn die Mitarbeiter bis Ende April nicht entlassen werden und die Gehälter für die Mitarbeiter im Voraus schon bezahlt wurden.

Die o.e. Tätigkeiten sind folgende:

Diese Unternehmen müssen im März 2021 auch keine Sozialversicherungssteuer (Arbeitgeberanteil), keinen Fachausbildungsbeitrag sowie keinen Rehabilitationsbeitrag bezahlen.

Kleinsteuerzahler (sog. KATA-Steuerzahler), die die o.e. Tätigkeiten verrichten, sind nicht verpflichtet, im März 2021 ihre Personalaufwendungen in die Steuerbemessungsgrundlage miteinzubeziehen. Voraussetzung: Mitarbeiter dürfen nicht entlassen werden.

Diese Kleinsteuerzahler müssen im März 2021 keine KATA-Steuer zahlen. Die KATA beträgt bei jährlichen Umsatzerlösen von 0 bis 12 000 000 HUF monatlich pauschal und fest 50 000 HUF (im Fall einer Aushilfstätigkeit 25 000 HUF). Sie hat somit keine Bemessungsbasis, sondern ist eine Art Kopfsteuer. Sofern die Umsatzerlöse jedoch den Wert von 12 000 000 HUF übersteigen, entsteht eine deutliche Steuerbelastung, welche 40 % der Umsatzerlöse beträgt.

Weitere Maßnahmen

Verlängerung des Kreditmoratoriums um weitere sechs Monate bis Ende Juni 2021

  • Für alle Familien mit Kinder, Rentner, Gemeinnützige Arbeitskräfte und Arbeitslose: automatisch
  • Für Unternehmen: auf Antrag, mit dem Nachweis, dass ihr Umsatz um mehr als 25% rückläufig war.

Steuererleichterungen, Bürokratieabbau und Investitionsförderung

  • Die Senkung der Kleinunternehmenssteuer (KIVA) von 12 auf 11% ab seit 1. Jänner 2021 wurde bereits im Frühjahr 2020 beschlossen; nun wurde jedoch die Wertgrenze auf 3 Mrd. Forint Umsatz verdoppelt.
  • Weitere Verfahren der Staatsverwaltung werden gebührenfrei gestellt
  • Im II. Halbjahr 2021 geht die Steuer- und Finanzbehörde (NAV) dazu über, die Umsatzsteuer für alle Firmen zu erklären – eine halbe Million Firmen wird sodann von dieser Pflicht entlastet
  • Um Investitionen anzuregen, wird die Obergrenze von 10 Mrd. Forint für Rückstellungen auf Entwicklungsprojekte aufgehoben
  • Reihenuntersuchungen im Seuchenwesen werden steuerfrei gestellt, was mehr als 7.000 Forint an Steuern pro Test erspart.

Plan zur Reaktivierung der sog. Rostzonen (ehem. Industriegegenden, die verlassen und heruntergekommen sind)

  • Ziele: Bau von neuen Wohnungen zu niedrigeren Preisen in den Großstädten, Revitalisierung von Rostzonen, Belebung der Bauwirtschaft
  • Schaffung des Begriffs Rostaktionszone (regulative Lockerungen, z.B. schnellere Baugenehmigungen)
  • Senkung der MwSt für die hier errichteten Wohnungen von 27% auf 5%
  • MwSt bei der Wohnungsmiete für den Mieter 0%


Wir stehen bei Fragen gerne zur Verfügung: Schicken Sie uns einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Stand: