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Augmented Reality: Anwendungen für Unternehmen

Erweiterte Realität eröffnet neue Möglichkeiten

Die im Jahr 2013 auf den Markt gekommenen Google Glasses zeigen erstmals einer breiten Öffentlichkeit, wie sehr Realität und virtuelle Umgebungen bereits miteinander verschmelzen. Wer mit der neuen Wunderbrille durch seine Stadt läuft, bekommt permanent Dinge in seinen Sichtbereich eingeblendet: wichtige Infos zur Umgebung, erhaltene Emails, verpasste Anrufe, zuletzt hier Erlebtes oder Fotografiertes und vieles mehr. Das Konzept der Visualisierung ist nicht allzu neu. Kampfpiloten setzen seit den 1940er-Jahren sogenannte „head up displays“ ein, um im Einsatz den Blick nicht auf Instrumente im Cockpit richten zu müssen.

Was Augmented Reality?

Trifft die Realität auf Einblendungen, die aus dem Internet oder einer entsprechenden Datenbank abgerufen werden, spricht man heute von „Augmented Reality“, übersetzt „Erweiterte Realität“. Mit einem internetfähigen Endgerät, typischerweise Mobiltelefon oder Tablet wird auf ein Objekt in der realen Welt gezielt. Dieses Objekt kann entweder durch die GPS-Funktion des Handys erkannt werden oder durch spezielle QR-Codes oder Barcodes. Aus dem Internet werden dann die dazugehörigen Daten abgerufen und in das Display des Gerätes eingeblendet.

Die Technologie kommt vielfältig zum Einsatz, sei es im Industrieanlagenbau, im technischen Service oder im Verkauf von Konsumgütern.

Anwendungen

Ursprünglich wurde die Technologie im Automobilbau entwickelt. Die Toyota-Tochter Denso Wave war Entwicklerin der QR-Codes, wie wir heute alle vom Mobiltelefon kennen. BMW setzt Augmented Reality-Brillen seit langem ein, um Monteuren bei einem PKW-Service die nächsten Schritte und das dazu gehörige Werkzeug einzublenden. Ein Monteur erhält dann durch seine Arbeitsbrille genau eingeblendet, welcher Verschluss als nächstes zu öffnen ist und wo sich der dazu gehörige Gabelschlüssel befindet.

Im Schiffsbau arbeiten große Werften mit AR-Modellen von zu bauenden Ozeandampfern. So wird z.B. festgelegt, ob ein Schiff einer bestimmten Spezifikation und Größe einen Hafen nach dem Stapellauf überhaupt ordentlich verlassen kann.

Beliebt sind AR-Anwendungen auch im Einzelhandel. Die Mehrheit der Mobiltelefone hat heute Internetzugang. Daher kann man über einen Barcode oder QR-Code zusätzliche Informationen, Bilder oder Videos zu einem Produkt liefern. Damit öffnet sich ein völlig neuer Marketingkanal. Als Klassiker gelten hier Darstellungen der Varianten von zusammengebautem Kinderspielzeug wie Lego.

Im Tourismus wird AR gerne als Service für Gäste eingesetzt. Exemplarisch sei hier die Traunseeregion erwähnt, wo sich der Gast mit Mobiltelefon und einer App jederzeit alle relevanten Infos für seinen Urlaub einblenden lassen kann.

Ein Fallen der Roaminggebühren in Europa könnte diesem Sektor mit Hinblick auf ausländische Gäste einen entscheidenden Impuls verschaffen.

Weitere Einsatzbereiche

Auch sonst gibt es viele Anwendungen: Banken zeigen Kunden den Weg zum nächsten Geldautomaten, Bierproduzenten den Weg zum nähesten Lokal, das den eigenen Gerstensaft ausschenkt oder Handelsketten verknüpfen die Filialsuche gleich mit einem Lagerstand von gewünschten Artikeln.   

Mit Wikitude kommt eine der weltweit besten AR-Anwendungen aus Österreich. Dabei können sich KMUs sogar eigene „Wikitude-Welten“ anlegen, in die sie dann Wikitudenutzer einladen. Die Erstellung und Benutzung ist kostenlos möglich.

Philips bietet zum Beispiel eine eigene App an, mit der man den künftigen Flachbildfernseher schon vorab in den eigenen vier Wänden begutachten kann.  Auch Immobilien lassen sich finden, indem man mit dem Smartphone einfach durch den gewünschten Bezirk wandert. Die Automarke Mini hat AR als Werbemedium eingesetzt. In Print-Magazinen konnten Leser per QR-Code ein 3D-Modell des neuen Mini erscheinen lassen. Neu erfinden muss man all das nicht, es gibt fertige Lösungen wie vom Münchner Unternehmen Metaio.

Einschränkungen

Warnung vor zu großer Euphorie ist dennoch angebracht: Wenn die eigene AR-Lösung auf verschiedenen Geräten funktionieren soll, kann es mitunter schwierig sein. Denn nicht jedes Smartphone verwendet die gleichen Sensoren.

Setzt man eine GPS-basierte Technologie ein, kann es in Innenräumen von Gebäuden zu starken Einschränkungen kommen.

Auch eine langsame Internetanbindung frustriert, weil dass das AR-Erlebnis stark schmälert, wenn die virtuellen Daten ständig nachgeladen werden müssen und die Anzeige darum ruckelt.

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