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E-Payment und M-Payment

Elektronisch und mobil bezahle: Systeme und Modelle im Überblick

Bei E-Payment handelt es sich um Zahlungsvorgänge im Internet wie sie vor allem beim Online-Shopping vorkommen. Der größte Vorteil ist die Flexibilität (von Ort und Zeit), der größte Nachteil das Sicherheitsrisiko. Unterscheiden kann man in Pre-Paid- (vorher), Pay Now- (Bezahlung bei Kauf) und Pay Later-Modellen (Bezahlung nach dem Kauf).

Unter Mobile Payment versteht man Zahlungsvorgänge über Tablet oder Smartphone. Das kann es sich einerseits um Bezahldienste wie Mehrwert-SMS, die über die Telefonrechnung beglichen werden, oder andererseits moderne Bezahlsysteme, wie sie durch Smartphones ermöglicht wurden, sein. 

Verbreitete E-Payment-Systeme

PrePaid-Modelle

  • Paysafecard: Dabei handelt es sich um eine Prepaid-Karte für Internet-Shops – ähnlich Telefonwertkarten. Die Karten können unter anderem an Tankstellen erworben werden und dann durch Eingabe des Codes aktiviert werden. Weiters ist es möglich einen Account anzulegen und direkt vom Bankkonto zu überweisen. Dadurch minimiert sich das Risiko, dass die eigenen Bank- oder Kreditkartendaten gestohlen werden, und die Anonymität des Kunden bleibt gewahrt. Mit rund 5,5% Kommissionsgebühr für physische Produkte sind die Kosten für den Händler aber relativ hoch.
  • Gutscheinkarten: Mittlerweile finden sich in Supermärkten und anderen Geschäften auch eine Vielzahl an Gutscheinkarten für die größten Internet-Anbieter (amazon, Facebook, Google Play Store, Apple iTunes, Zalando, etc.), die nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren.
  • Vorkasse: Natürlich kann man auch weiterhin normal per Vorkasse im Online-Banking bzw. Überweisung mit Erlagschein bezahlen. Allerdings ist dies umständlicher als andere Methoden und es dauert in den meisten Fällen deutlich länger – wodurch auch die eigentlichen Vorteile des Online-Shoppings verloren gehen.

Pay-Now-Modelle

  • eps Online Überweisung: Dabei handelt es sich um  ein Zahlungssystem der bedeutendsten österreichischen Banken in Kooperation mit der STUZZA. Man wird beim Online-Kauf direkt auf die Online-Banking-Seite seiner Hausbank verlinkt und veranlasst die Überweisung wie gewöhnlich per TAN, ohne allerdings dem Shop die eigenen Bankdaten übermitteln zu müssen.
  • sofortüberweisung.de: Das System funktioniert exakt wie auch EPS, allerdings ist der deutsche Anbieter europaweit zugelassen und nicht wie vergleichbare Produkte auf ihren jeweiligen Heimatmarkt beschränkt.
  • PayPal: Das Unternehmen gehört zur eBay-Gruppe und ermöglicht die Bezahlung per registrierter E-Mail-Adresse. Nachdem man seine Bank- oder Kreditkarten-Daten hinterlegt hat, kann man bequem per Eingabe der E-Mail-Adresse und eines Passwortes bezahlen. Der Händler erfährt keine persönlichen Daten (mit Ausnahme von Name/Adresse) und die Zahlungen sind abgesichert. Wenn der Kunde die Ware nicht erhält, wird der Kaufpreis von Paypal erstattet, und auch die Bezahlung in anderen Währungen geht leicht von der Hand. Außerdem ist es möglich seine Verkäufe über PayPal zu erledigen – allerdings bei relativ hohen Kosten (3,5% + 0,35€ / Transaktion – bei hohen Umsätzen gibt es aber auch bessere Konditionen).

Pay-Later-Modelle

  • Kreditkarten: Gewöhnliche Kreditkarten wie VISA und Mastercard haben aufgrund der weiten Verbreitung und der vergleichsweise niedrigen Kosten für die Händler (typischerweise 1,21% + 0,10€ / Transaktion, aber auch hier gibt es umsatz- und branchenabhängige Modelle) weiterhin eine sehr hohe Akzeptanz im Onlinezahlungsverkehr. Als Nachteil muss gesehen werden, dass die persönlichen Kreditkartendaten mit jedem Shop geteilt werden müssen, was auf unterschiedlichen Ebenen zum Missbrauch führen kann.
  • PayLife/Europay: Hierbei handelt es sich um ein Angebot von VISA und Mastercard um die Sicherheit zu erhöhen. Der Kauf muss hierbei mit einem persönlichen Passwort bestätigt werden. Die Geheim- und Kundendaten werden dabei nicht direkt an den Händler weitergegeben.

Verbreitete M-Payment-Modelle

  • Mehrwert-SMS: Nachdem die Bezahlung per Mehrwert-SMS in Deutschland per Gesetz nur für mobilfunknahe Dienstleistungen (Klingeltöne, etc.) erlaubt ist, hat diese Art der Zahlung im deutschsprachigen Raum keine große Bedeutung. In unterentwickelten Regionen ist es mitunter die einzige Möglichkeit Geld über größere Entfernungen zu transferieren. Die Abrechnung erfolgt über die Handyrechnung.
  • Paybox: Hierbei handelt es sich um ein Angebot, bei dem man entweder über den Handyvertrag oder per Einziehungsauftrag bezahlt. Will man bezahlen – ob im Internet, in einem Geschäft oder im Taxi – erhält man eine SMS oder einen Anruf und muss die Zahlung nur noch per Code bestätigen. Die Abrechnung kann entweder über die Handyrechnung erfolgen oder man registriert sich über sein Konto bzw. die Kreditkarte.
  • Kreditkarten-Swipe-Systeme: Eine Vielzahl von Anbietern drängt auf den Markt und versuchen dadurch den etablierten Kreditkartenkassen-Anbietern vor allem kleinere Geschäftskunden streitig zu machen, indem sie Kartenzahlungen über ein Kartenlesegerät in Kombination mit einem Smartphone des Verkäufers ermöglichen. Die Boutique oder Handwerker können somit günstiger und flexibler per Kreditkarte bezahlt werden. Durch die Verlängerung der Bezahlkette wird diesen Systemen allerdings von Experten keine große Zukunft bescheinigt.
  • NFC – Near Field Communication: Durch die Möglichkeit an vielen Bankomatkassen mittlerweile bereits mit NFC-fähigen Bankomat- und Kreditkarten zu bezahlen, gilt es nur mehr als Frage der Zeit, bis Smartphones die Karten ganz ersetzen werden. Allerdings ist derzeit noch nicht absehbar welche Systeme sicher genug sind, um sich durchzusetzen.

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