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NET-WORK #9

So schützen sich Unternehmen vor Bedrohungen aus dem Web 

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23. Oktober 2013


Experten diskutierten Vorkehrungen zum Schutz von Unternehmens-IT und Geschäftsprozessen – Aufzeichnungen aller Vorträge und der Diskussion finden Sie auf WKO.tv

In einer stark digitalisierten Welt muss die Wirtschaft mit vielfältigen Bedrohungen aus dem Cyberspace umgehen lernen. Internet-Betrug, Identitätsdiebstahl, Hackerangriffe  und aktuelle Abhör- und Spionage-Skandale in aller Welt zeigen die große Bedeutung von IT-Sicherheit und Datenschutz auch für österreichische Betriebe. Zahlreiche Abwehr-Möglichkeiten – von technischen Tools bis zur gezielten Schulung der Mitarbeiter – gibt es bereits. Doch welche konkreten Gefahren lauern tatsächlich auf Österreichs Unternehmen? 

Die 9. Folge der NET-WORK Veranstaltungsreihe der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) nahm sich des Themas „Cybersecurity“ an: Ein Expertenpanel, darunter Erich Möchel (ORF/FM4), Clemens Foisner (SEC Consult) und Robert Schischka (CERT.at), sowie Günther Klaura (WKÖ) erörterte, was Unternehmen tun können und sollen, um die Risiken zu minimieren und Sicherheitslücken zu schließen und welche institutionellen Vorkehrungen hierfür nötig sind beziehungsweise noch weiterentwickelt werden müssen. Die interessierten Besucher verfolgten in der Skylounge der WKÖ die spannende Diskussion unter der Leitung von Andreas Gröbl.

Herwig Höllinger, stv. Generalsekretär der WKÖ und Vizepräsident des KSÖ, wies gleich bei der Begrüßung darauf hin, dass „mit Cyberattacken weltweit bereits mehr Geld verdient wird als mit allen anderen kriminellen Handlungen inklusive Drogenhandel“. Die Wirtschaft müsse sich auf diese Bedrohungen gezielt vorbereiten. „Im Rahmen dieser Veranstaltung wollen wir die Bedrohungen konkretisieren und mögliche Gegenmaßnahmen diskutieren“, so Höllinger.

Erich Möchel vom ORF-Sender FM4 ging davon aus, dass die größten Bedrohungen aus den Medien hinlänglich bekannt sind, und zwar Überwachung, Datendiebstahl und Spionage. „Viele Sicherheitslücken wurden zu Spionage-Zwecken kreiert und erst in der Folge von Kriminellen für deren Aktivitäten genutzt“, ist Möchel überzeugt. „Strategische Wirtschaftsspionage betrifft mit Sicherheit auch zahlreiche österreichische Unternehmen, die aufgrund der hochwertigen Technologien, die sie vertreiben, auch für ihre Konkurrenz interessant sind.“

Robert Schischka von CERT.at berichtete von der Bandbreite der Sicherheitsprobleme, mit denen Unternehmen in der Praxis konfrontiert sind. „Das reicht von ‚Einbrüchen’ auf der Unternehmens-Website über daraus entstandenen (Kunden-)Datenverlust bis zu Diebstahl von mobilen Endgeräten, wie z. B. Laptops oder Smartphones.“ 100prozentige Sicherheit könne kaum erreicht werden bzw. wäre die Umsetzung auch gar nicht finanzierbar, so Schischka. Als wichtigste Maßnahmen empfiehlt der Experte daher: „Software und Virenschutz immer aktuell halten und nicht auf die Bewusstseinsbildung bei den Mitarbeitern vergessen, denn ‚Social Engineering’ – also das gezielte Anzapfen von Unternehmens-Insidern auf der Suche nach Informationen – kommt immer häufiger vor.“

Clemens Foisner von SEC Consult wies darauf hin, dass es sich bei Software um eine relativ junge und daher kaum regulierte Produktgruppe handelt. „Es gibt keinerlei gesetzliche Sicherheitsvorschriften oder standardisierte Normen, auf die sich der Anwender verlassen kann, und auch keine definierten Qualitätskriterien in Bezug auf die Sicherheit“, so Foisner. Für Unternehmen bedeute dies, dass sie selbst dafür verantwortlich sind, regelmäßig zu überprüfen, ob nach der Installation einer neuen Software Unregelmäßigkeiten auftreten.

Die WKÖ bietet für Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, um sich rund um die Themen IT-Sicherheit und Datenschutz zu informieren. So läuft noch bis Ende November 2013 die TELEFIT Roadshow (www.telefit.at), die aktuelle Updates zu Sicherheits- und E-Business-Themen in über 30 lokalen Veranstaltungen direkt zu KMU in ganz Österreich bringt. Auf dem WKÖ-Webportal IT-Safe (www.it-safe.at) finden Unternehmen Checklisten und Handbücher zur IT-Sicherheit sowie ein Risikoanalyse-Tool zum Download. Mit der elektronischen Zustellung für den B2B-Bereich (www.e-zustellung.at) hat die WKÖ analog zur behördlichen E-Zustellung eine Lösung zum sicheren und nachweislichen Austausch sensibler Daten für die Wirtschaft geschaffen

Rückfragen bitte an: 

Mag. Christian Boser
AUSTRIAPRO
Tel: +43 (0)5 90 900 4468
christian.boser@wko.at

 

Bisherige NET-WORKs: 

  • NET-WORK #8 - 25.12.2012
    Near Field Communication – der neue Trend beim Bezahlen
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