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Sicherheit in Sozialen Medien

Wie sie Ihre persönlichen Daten schützen

Heute sind Soziale Netzwerke aus vielen Bereichen des Lebens nicht mehr wegzudenken. Gerade deswegen schlummert in Plattformen wie Facebook, Twitter, LinkedIn, Xing, usw. einiges an Gefahrenpotenzial. Dazu ein paar Tipps: 

1. Das Passwort 

Soziale Netzwerke verlangen einen Usernamen und ein Passwort. Ein sicheres Passwort ist mindestens acht Zeichen lang, besteht aus Groß- und Kleinbuchstaben in Kombination mit Zahlen und Sonderzeichen. Wörter aus einer lebenden Sprache sind tabu. Je sinnloser die Zeichenkombination, desto besser.

Zusätzlich sollten gleiche Passwörter möglichst selten bis nie verwendet werden. Wer hat schon gleiche Schlüssel für Auto, Haus, Büro usw... 

2. Sicherheits- und Privatsphären Einstellungen 

Bei der ersten Anmeldung sind meist die Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen auf ein Minimum gesetzt. Darin wird definiert, wer Ihre Beiträge, Postings und Fotos sehen und lesen kann. Es wird generell zwischen „Alle“ - somit jeder User weltweit - oder nur zuvor bestätigten und akzeptierten „Freunden“ unterschieden, die Ihre Inhalte sehen können.

Für den allgemeinen Gebrauch empfiehlt es sich, alle Einstellungen auf „Freunde“ zu reduzieren. Somit können nur Ihnen bekannte Personen auf Ihre Inhalte wie Fotos und Postings zugreifen. Überprüfen Sie daher alle Bereiche Ihrer Sozialen Plattform nach diesen Einstellungen wie z.B.: Fotos, Freundesliste, Persönliche Daten, Postings, Interessen, Gruppen usw... 

3. Neue Freunde - Kontakte bestätigen 

Soziale Netzwerke leben davon, sich ein eigenes Netzwerk mit befreundeten Personen aufzubauen. Diesbezüglich erhalten Sie regelmäßig neue Freundschaftsanfragen von Personen, die Sie vermutlich kennen oder die wiederum Freunde von Freunden sind, die mit Ihnen in Kontakt treten möchten.

Gerade bei unbekannten Personen sollten Sie vorsichtig agieren und immer eine gewisse digitale Grundskepsis neuen Kontakten gegenüber haben. Bedenken Sie, dass mit dem Akzeptieren von neuen Kontakten diese Zugriff auf viele Ihrer im Sozialen Netzwerk hinterlegten Daten haben und es dadurch ein leichtes wäre, ein Profil 1:1 zu kopieren.

Empfehlenswert ist es, nur Angebote von Menschen anzunehmen, die Sie auch außerhalb der virtuellen Welt kennen. So behalten Sie die Kontrolle darüber, wer Ihr Profil sehen und Kontakt zu Ihnen aufnehmen darf.  

4. Gehen Sie sorgsam mit persönlichen Inhalten um  

Wer persönliche Informationen ins Netz stellt, MUSS damit rechnen, dass diese von anderen Personen gefunden werden. Bedenken Sie: Das Internet vergisst NICHTS! So ist es mittlerweile gelebte Praxis, dass z.B. Personalchefs vor dem Bewerbungsgespräch in Sozialen Netzwerken recherchieren und damit eine Vielzahl an privaten Zusatz-Information bekommen. Eine Faustregel: Posten Sie in Sozialen Netzwerken nur Dinge, die Sie auch gerne über sich in Ihrer Lokalzeitung lesen würden. 

Seien Sie nicht zu offenherzig mit Informationen. Bedenken Sie, dass Informationen auch gegen Sie verwendet werden können. Geben Sie immer nur so wenig Information wie nötig an und bewahren Sie sich so viel Anonymität wie möglich.

Die gilt insbesondere für Informationen wie Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer, geplante Urlaube, Private Fotos, usw. Gerade bei Fotos sollten Sie sehr vorsichtig sein und sich gut überlegen ob das Foto später unangenehm für Sie werden könnte (Fotos vom letzten Badeurlaub). 

Angaben über Reisetätigkeit sind im Übrigen ein gefundenes Fressen für die organisierte Kriminalität. Nicht selten bedanken Einbrecherbanden sich für offenherzige Postings vom 4-wöchigen Urlaub mit dem Brecheisen. Vergessen Sie bitte nie, dass gerade Kriminelle sehr schnell sind mit dem Erlernen moderner Hilfsmittel, die ihre meist gefährliche Arbeit etwas erleichtern. 

Sollten Sie Informationen auf neugierigen Plattformen zwingend angeben müssen, geben Sie durchaus falsche Informationen an wie z.B.  Ihren Spitznamen statt des echten Namens, ein falsches Geburtsdatum (z.B. 1 Tag und 1 Jahr mehr oder weniger) oder einfach eine falsche Adresse wie z.B. Daheimweg 1. 

5. Recht an Bild und Ton

Passen Sie beim Hochladen von Inhalten auf! Das Internet ist KEIN rechtsfreier Raum.

Sie dürfen nur Daten (Texte, Bilder, Musik, Videos, …) hochladen, wenn Sie die Rechte dafür besitzen, also zum Beispiel die Inhalte selbst erstellt haben. Die Nutzungsbedingungen von Facebook beispielsweise besagen, dass sie die Urheberrechte an hochgeladenen Fotos an Facebook abtreten. Juristisch ist dies ein hochexplosives Umfeld! 

Fotos, Videos, usw. auf denen Dritte, wie Freunde, Kollegen oder Nachbarn gezeigt werden, dürfen nur mit vorheriger Zustimmung der entsprechenden Personen verwendet werden. Auch personenbezogene Daten von andern Nutzern (E-Mail und weitere Adressen, Geburtsdatum, usw.), dürfen nur mit der entsprechenden Zustimmung hochgeladen und weitergegeben werden. 

6. Abzock Fallen / Abo Fallen

Seit einiger Zeit wird auf Sozialen Netzwerken wie Facebook auch mit Werbung beglückt. Dabei gilt wie übrigens bei allen Online-Einkäufen, genau auf die Details der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) zu achten. Gerne erweist sich ein vermeintliches Schnäppchen-Angebot im Nachhinein als Abo oder Abzocke.

Ein beliebter Trick dabei ist das „Probierpaket“ zum unschlagbar günstigen Preis. Und auf Seite 27 der AGB’s ist der Umstand versteckt, dass es sich dabei um ein Abonnement mit längerer Bindungsfrist handelt. Dank Ihrer durch die 1 Euro Zahlung hinterlegten Kreditkartennummer wird das neu abgeschlossene Abo gleich bequem weiter abgebucht.

7. Achtung beim Posten!

Achten Sie bei Postings in Sozialen Netzwerken auch immer auf den rechtlichen Background Ihres Kommentars. Einmal einer Person mal kurz ordentlich die Meinung gesagt, und schnell bewegt man sich juristischen Glatteis. Ein paar Beispiele:

  • §115 StGB Beleidigung (bis zu 3 Monate Haft),
  • §111 StGB Üble Nachrede (bis zu 6-12 Monate Haft)
  • §297 StGB Verleumdung  (bis zu 5 Jahre Haft)
  • §107 StGB Gefährlich Drohung (bis zu 1 Jahr Haft)
  • $107a StGB  Beharrliche Verfolgung (bis zu 1 Jahr Haft)

Delikte in der virtuellen Welt können also durchaus reale Konsequenzen haben. Daher besser erst denken, dann Tippen.

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