th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Elektrische Betriebsmittel (Niederspannungsrichtlinie)

Richtlinien zur CE-Kennzeichnung

Richtlinie 2014/35/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26.2.2014 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Bereitstellung elektrischer Betriebsmittel zur Verwendung innerhalb bestimmter Spannungsgrenzen auf dem Markt (ABl. Nr. L 96 vom 29.3.2014) - Neufassung


Gilt für elektrische Betriebsmittel in den folgenden Spannungsgrenzen (Nenn-Eingangs- oder Nenn-Ausgangsspannung):

  • Wechselstrom von 50 V bis 1000 V
  • Gleichstrom von 75 V bis 1500 V

Gilt nicht für

  • Elektrische Betriebsmittel zur Verwendung in explosionsfähiger Atmosphäre (ATEX-Richtlinie)
  • Elektro-radiologische und elektro-medizinische Betriebsmittel
  • Elektrische Teile von Personen- und Lastenaufzügen
  • Elektrizitätszähler
  • Haushaltssteckvorrichtungen
  • Vorrichtungen zur Stromversorgung von elektrischen Weidezäunen
  • Funkentstörung
  • Spezielle elektrische Betriebsmittel, die zur Verwendung auf Schiffen, in Flugzeugen oder in Eisenbahnen bestimmt sind und den Sicherheitsvorschriften internationaler Einrichtungen entsprechen, denen die Mitgliedstaaten angehören
  • Kunden- und anwendungsspezifisch angefertigte Erprobungsmodule, die von Fachleuten ausschließlich in Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen für diese Zwecke verwendet werden

Gilt seit 20.4.2016 (Aufhebung Richtlinie 2006/95/EG) 

Wesentliche Änderungen im Vergleich zur aufgehobenen Richtlinie 2006/95/EG

Mit der 2014 verlautbarten Richtlinie wurden eine Reihe von Änderungen vorgenommen, die u.a. folgende Punkte betreffen:

  • Die Sicherheitsziele werden auf Haustiere ausgeweitet.
  • Anwendungsbereich:
    • Spezifischer Erprobungsmodule (s. oben) fallen nicht in den Anwendungsbereich der Niederspannungsrichtlinie.
    • Mit der neuen Richtlinie für Funkanlagen (2014/53/EU) und den darin enthaltenen Änderungen und Übergangsfristen kommt es für bestimmte Produkte zu Verschiebungen in den Anwendungsbereichen der Richtlinien (Leitlinie der Kommission vom 12.5.2016).
  • Die Pflichten der Wirtschaftsakteure (Hersteller, Bevollmächtigte, Importeure, Händler) werden präzisiert und verschärfte Auflagen hinsichtlich der Rückverfolgbarkeit eingeführt:
    • Angabe von Namen und Anschrift des Herstellers sowie einer Typen-, Chargen- oder Seriennummer
    • gegebenenfalls: Angabe von Namen und Anschrift des Importeurs
    • Jeder Wirtschaftsakteur muss den Behörden den Wirtschaftsakteur benennen können, von dem er das Produkt bezogen oder an den er es abgegeben hat.
  • Präzisierung, dass der Hersteller bei Serienfertigung durch ein geeignetes Verfahren die Konformität aller Produkte mit der Richtlinie gewährleisten muss.
  • Technische Unterlagen: Die wohl gravierendste Änderung betrifft die technischen Unterlagen, die eine geeignete Risikoanalyse und -bewertung enthalten müssen. Dazu wird im neuen Leitfaden der EU-Kommission lediglich in Bezug auf die harmonisierten Normen und auf die Darstellung im Blue Guide (dort Pkt. 4.1.2.2) verwiesen. Die konkreteste Orientierung für eine geeignete Risikobeurteilung ist daher im CENELEC-Guide 32 (jetzt auch in deutscher Sprache) zu finden.
  • Jedem elektrischen Betriebsmittel müssen eine Betriebsanleitung und die notwendigen Sicherheitsinformationen beiliegen (in Österreich in deutscher Sprache).

EU-Dokumente: Richtlinientext und Leitfaden

Richtlinientext | Leitfaden

Umsetzung in Österreich

Normen zur Richtlinie

Die Niederspannungsrichtlinie gibt die Sicherheitsziele vor. Die technische Konkretisierung erfolgt in den harmonisierten Normen. Diese werden von den europäischen Normungsorganisationen (in diesem Fall von CENELEC) erarbeitet, im Amtsblatt der EU veröffentlicht und in nationale Normen umgesetzt. Wenn der Hersteller die für das Produkt anwendbaren harmonisierten Normen(EN/HD) oder Teile davon erfüllt, besteht die Konformitätsvermutung hinsichtlich der abgedeckten Sicherheitsanforderungen.

» Liste der harmonisierten Normen

Beim Fehlen harmonisierter Normen können bestimmte internationale Normen (IEC), fehlen auch diese dann auch nationale Normen eine Konformitätsvermutung auslösen. Die Anwendung von Normen ist zwar zu empfehlen, aber grundsätzlich freiwillig.

Normen können bei Austrian Standards, elektrotechnische Normen auch beim Österreichischen Verband für Elektrotechnik (OVE) bezogen werden.

Notifizierte Stellen

Bei dieser Richtlinie ist für das Konformitätsbewertungsverfahren (interne Fertigungskontrolle) keine Einschaltung einer notifizierten Stelle erforderlich.

Weitere Richtlinien:

Bei elektrischen Betriebsmitteln sind gegebenenfalls auch weitere CE-Richtlinien zu beachten, beispielsweise:

  • EU-Richtlinie zur elektromagnetischen Verträglichkeit (2014/30/EU)
  • EU-Maschinenrichtlinie (2006/42/EG)
  • EU-Richtlinie über die Beschränkung gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS) (2011/65/EU)

Sonstige EU-Richtlinien:

  • EU-Richtlinie zur allgemeinen Produktsicherheit (2001/95/EC)
  • EU-Richtlinie WEEE (Elektro- und Elektronikaltgeräte) (2002/96/EC)
Bitte wählen Sie oben ein Bundesland aus, um Kontakte und Serviceangebote des Bundeslandes zu erhalten.