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Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV-Richtlinie)

Richtlinien zur CE-Kennzeichnung

Richtlimnie 2014/30/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26.2.2014 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die elektromagnetische Verträglichkeit (ABl. Nr. L 96 vom 29.3.2014)


Gilt für Betriebsmittel, das sind Geräte oder ortsfeste Anlagen, die

  • elektromagnetische Störungen verursachen können oder
  • deren Betrieb durch diese Störungen beeinträchtigt werden kann.

Als Gerät gelten auch Bauteile und Baugruppen, die vom Endnutzer eingebaut werden können, sowie bewegliche Anlagen. Geräte müssen für den Endnutzer bestimmt sein.

Die Richtlinie legt die Schutzanforderungen auf diesem Gebiet sowie die entsprechenden Kontrollmaßnahmen fest. 


Gilt u.a. nicht für

  • Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (s.a. Leitlinie der EU-Kommission vom 12.5.2016),
  • Funkgeräte, die von Funkamateuren genutzt werden bzw. von diesen dafür umgebaut werden sowie Bausätze, die von diesen zusammenzubauen sind,
  • luftfahrtechnische Erzeugnisse, Teile, Ausrüstungen,
  • Geräte, die nicht für den Endnutzer im Handel sind,
  • Betriebsmittel, die einen so niedrigen elektromagnetischen Emissionspegel haben, dass ein bestimmungsgemäßer Betrieb anderer Betriebsmittel möglich ist, und die unter Einfluss üblicher elektromagnetischen Störungen ohne unzumutbare Beeinträchtigung betrieben werden können
  • NEU: Kunden- und anwendungsspezifisch angefertigte Erprobungsmodule, die von Fachleuten ausschließlich in Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen für diese Zwecke verwendet werden

Gilt ab 20.4.2016 (Aufhebung Richtlinie 2004/108/EG)

Wesentliche Änderungen im Vergleich zur aufgehobenen Richtlinie 2004/108/EG

Mit der 2014 verlautbarten Richtlinie wurden eine Reihe von Änderungen vorgenommen, die u.a. folgende Punkte betreffen:

  • Anwendungsbereich:
    • Spezifischer Erprobungsmodule (s. oben) fallen nicht mehr in den Anwendungsbereich der EMV-Richtlinie.
    • Mit der neuen Richtlinie für Funkanlagen (2014/53/EU) und den darin enthaltenen Änderungen und Übergangsfristen kommt es für bestimmte Produkte zu Verschiebungen in den Anwendungsbereichen der Richtlinien (Leitlinie der Kommission vom 12.5.2016).
  • Die Pflichten der Wirtschaftsakteure (Hersteller, Bevollmächtigte, Importeure, Händler) werden präzisiert und verschärfte Auflagen hinsichtlich der Rückverfolgbarkeit eingeführt:
    • Angabe von Namen und Anschrift des Herstellers sowie einer Typen-, Chargen- oder Seriennummer
    • gegebenenfalls: Angabe von Namen und Anschrift des Importeurs
    • Jeder Wirtschaftsakteur muss den Behörden den Wirtschaftsakteur benennen können, von dem er das Produkt bezogen oder an den er es abgegeben hat.
  • Präzisierung, dass der Hersteller bei Serienfertigung durch ein geeignetes Verfahren die Konformität aller Produkte mit der Richtlinie gewährleisten muss.
  • Technische Unterlagen: Die wohl gravierendste Änderung betrifft die technischen Unterlagen, die eine geeignete Risikoanalyse und -bewertung enthalten müssen. Hier wird mit Interesse der neue Leitfaden der EU-Kommission erwartet, der nähere Informationen dazu enthalten soll. Die Norm EN ISO 12100 und der CENELEC Guide 32 bieten eine grundsätzliche Systematik. Weitere Überlegungen werden in einem Whitepaper des TÜV Rheinland angestellt.
  • Jedem elektrischen Betriebsmittel müssen eine Betriebsanleitung und die notwendigen Nutzungsinformationen bzw. -beschränkungen beiliegen (in Österreich in deutscher Sprache).

EU-Dokumente: Richtlinientext

Richtlinientext

Umsetzung in Österreich

Normen zur Richtlinie

Die Richtlinie definiert die wesentlichen Anforderungen, die beim bestimmungsgemäßem Betrieb in allen Konfigurationen erfüllt werden müssen. Es kann sein, dass nicht alle dabei auftretenden elektromagnetischen Phänomene von den harmonisierten Normen ausreichend abgedeckt werden (vgl. Whitepaper des TÜV Rheinland).

» Liste der harmonisierten Normen

Normen können bei Austrian Standards, elektrotechnische Normen beim Österreichischen Verband für Elektrotechnik (OVE) bezogen werden. Von ETSI herausgegebene Normen stehen kostenlos zum Download zur Verfügung.

Notifizierte Stellen

Die Konformitätsbewertung erfolgt nach dem Verfahren der internen Fertigungskontrolle vom Hersteller selbst oder bei der EU-Baumusterprüfung unter Einschaltung einer notifizierten Stelle.

» Notifizierte Stellen

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