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Funkanlagen (RED-Richtlinie)

Richtlinien zur CE-Kennzeichnung

Richtlinie 2014/53/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16.4.2014 über die Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaaten über die Bereitstellung von Funkanlagen und zur Aufhebung der Richtlinie 1999/5/EG (ABl. Nr. L 153 vom 22.5.2014) 

zuletzt geändert durch Berichtigung ABl. Nr. L 16 vom 23.1.2015 


Gilt für Funkanlagen, das sind

  • elektronische Erzeugnisse, die zum Zweck der Funkkommunikation und/oder der Funkortung Funkwellen ausstrahlen und/oder empfangen,
  • oder elektronische Erzeugnisse, die ein Zubehör (etwa eine Antenne) benötigen, um den oben angeführten Zweck zu erfüllen

Gilt u.a. nicht für

  • Funkanlagen, die von Funkamateuren verwendet und nicht auf dem Markt bereitgestellt werden:
    Als nicht auf dem Markt bereitgestellt gelten Bausätze von Funkanlagen für Funkamateure, von diesen umgebaute und verwendete Funkanlagen sowie Geräte, die von Funkamateuren für experimentelle und wissenschaftliche Zwecke zusammengebaut wurden.
  • Schiffsausrüstungen
  • Erzeugnisse, Teile und Ausrüstungen an Bord von Luftfahrzeugen
  • Geräte, die ausschließlich für Tätigkeiten im Zusammenhang mit der öffentlichen Sicherheit, der Verteidigung oder der Sicherheit des Staates genutzt werden
  • Kunden- und anwendungsspezifisch angefertigte Erprobungsmodule, die von Fachleuten ausschließlich in Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen für diese Zwecke verwendet werden

Gilt seit 13.6.2016 (Aufhebung Richtlinie 1999/5/EG)

Übergangsfrist für das Inverkehrbringen

Für Produkte, die sowohl in den Anwendungsbereich der Richtlinie 2014/53/EU (RED) als auch in jenen der Richtlinie 1999/5/EG (R&TTE-Richtlinie) fallen, gibt es eine Übergangsfrist bis 13.6.2017, in der sie auch noch nach den Bestimmungen der aufgehobenen Richtlinie in Verkehr gebracht werden dürfen.

Wesentliche Änderungen im Vergleich zur aufgehobenen Richtlinie 1999/5/EG

Mit der neuen Richtlinie wurden eine Reihe von Änderungen vorgenommen, die u.a. folgende Punkte betreffen:

  • Die Sicherheitsziele werden auf Haus- und Nutztiere ausgeweitet.
  • Anwendungsbereich:
    • Die Richtlinie deckt Wireless- und Funksysteme zur Kommunikation und Ortung (RFID, Radar, Bewegungsmelder, ferngesteuertes Spielzeug, ...) ab und gilt nicht mehr für Festnetz-Endeinrichtungen.
    • Bei den Frequenzbereichen bleibt nur die obere Grenze (3000 GHz) bestehen, die untere entfällt.
    • Rundfunk- und Fernsehgeräte sowie Kabel und Drähte sind nicht mehr unter den Ausnahmen angeführt.
    • Spezifischer Erprobungsmodule (Evaluation Kits) fallen nicht in den Anwendungsbereich.
    • Mit der neuen Richtlinie für Funkanlagen und den darin enthaltenen Änderungen und Übergangsfristen kommt es für bestimmte Produkte zu Verschiebungen in den Anwendungsbereichen der Richtlinien (Leitlinie der Kommission vom 12.5.2016).
  • Die Pflichten der Wirtschaftsakteure (Hersteller, Bevollmächtigte, Importeure, Händler) werden präzisiert und verschärfte Auflagen hinsichtlich der Rückverfolgbarkeit eingeführt:
    • Angabe von Namen und Anschrift des Herstellers sowie einer Typen-, Chargen- oder Seriennummer
    • gegebenenfalls: Angabe von Namen und Anschrift des Importeurs
    • Jeder Wirtschaftsakteur muss den Behörden den Wirtschaftsakteur benennen können, von dem er das Produkt bezogen oder an den er es abgegeben hat.
  • Die technischen Unterlagen müssen auch eine geeignete Risikoanalyse und -bewertung enthalten.
  • Präzisierung, dass der Hersteller bei Serienfertigung durch ein geeignetes Verfahren die Konformität aller Produkte mit der Richtlinie gewährleisten muss.
  • Die Kompatibiltät mit innerhalb der Produktgruppe einheitlichen Ladegeräten gilt als grundlegende Anforderung.
  • Jeder Funkanlage müssen eine Gebrauchsanleitung und die notwendigen Sicherheitsinformationen beiliegen (in Österreich in deutscher Sprache).
  • Ab dem 12.6.2018 müssen Hersteller Funkanlagentypen, die zu Gerätekategorien mit einem geringen Maß an Konformität mit den grundlegenden Anforderungen in Artikel 3 gehören, in einem zentralen System der EU-Kommission registrieren.

EU-Dokumente: Richtlinientext

Richtlinientext

Umsetzung in Österreich

BGBl. I Nr. 57/2017 - Funkanlagen-Marktüberwachungs-Gesetz - FMaG 2016

Normen zur Richtlinie

Die Richtlinie gibt die grundlegenden Anforderungen vor. Die technische Konkretisierung erfolgt in den harmonisierten Normen. Diese werden von den europäischen Normungsorganisationen erarbeitet, im Amtsblatt der EU veröffentlicht und in nationale Normen umgesetzt. Wenn der Hersteller die für das Produkt anwendbaren harmonisierten Normen oder Teile davon erfüllt, besteht die Konformitätsvermutung hinsichtlich der abgedeckten Sicherheitsanforderungen.

» Liste der harmonisierten Normen

Normen können bei der Austrian Standards plus GmbH, elektrotechnische Normen auch beim Österreichischen Verband für Elektrotechnik (OVE) bezogen werden. Jene, die von ETSI herausgegeben wurden, stehen kostenlos zum Download zur Verfügung.

Notifizierte Stellen

Kann die Konformität mit den grundlegenden Anforderungen nicht durch harmonisierte Normen bewertet werden, so ist entweder das Verfahren der EU-Baumusterprüfung oder der umfassenden Qualitätssicherung durchzuführen und die Einschaltung einer notifizierte Stelle erforderlich.

» Die notifizierten Stellen finden Sie im NANDO Informationssystem.

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