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Neues aus dem Arbeitsrecht

Hier ein Auszug der wichtigsten arbeitsrechtlichen Änderungen 2016:

Dienstzettel: Schon bisher musste der Dienstzettel den Anfangsbezug inklusive Grundlohn enthalten. Für neu auszustellende Dienstzettel gilt seit Ende 2015, dass sie den Grundlohn betragsmäßig angeben müssen. Ein Verweis auf den Kollektivvertrag ist nicht ausreichend.

Lohnerhöhung: Änderungen des Grundlohns, etwa infolge von Beförderungen sind dem Arbeitnehmer schriftlich mitzuteilen. Erhöht sich der Grundlohn aufgrund von Kollektivvertragsabschlüssen oder durch Biennalsprünge, ist keine Mitteilung notwendig.

All- In- Verträge: Der Grundlohn (=Lohn für die Normalarbeitszeit, z.B. 40 Stunden/Woche) muss im Dienstvertrag oder Dienstzettel ausgewiesen sein. Das kann auch der KV-Mindestlohn sein. Wird der Grundlohn nicht angegeben, gilt ein angemessener Ist-Grundlohn als vereinbart. Das ist jener Lohn, den ein Arbeitnehmer üblicherweise entsprechend der Ausbildung und Berufserfahrung in einer bestimmten Branche in einer bestimmten Region verdient.

Anspruch auf Lohnabrechnung: Nach dem Steuerrecht ist der Arbeitgeber schon bisher verpflichtet, dem Arbeitnehmer monatlich eine Lohnabrechnung vorzulegen. Ab 1. Jänner 2016 erhält der Arbeitnehmer zusätzlich einen zivilrechtlich einklagbaren Anspruch auf monatliche Vorlage der Abrechnung von Entgelt und Aufwandsentschädigungen. Ein elektronischer Zugang des Arbeitnehmers ist ausreichend.

Informationsrecht für Teilzeitbeschäftigte: Plant ein Arbeitgeber eine Stelle mit höherem Arbeitszeitausmaß auszuschreiben, so hat er die Stelle vorher seinen Teilzeitbeschäftigten anzubieten. Ein Aushang am schwarzen Brett bzw. die Veröffentlichung im Intranet sind ausreichend.