th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Nichterscheinen zur Arbeit

Es kommt immer wieder vor, dass Arbeitnehmer nicht zur Arbeit erscheinen und keinen Abwesenheitsgrund angeben. Wie geht man hier richtig vor?

Es empfiehlt sich, mit dem Arbeitnehmer Kontakt aufzunehmen, um den Grund für dessen Abwesenheit zu erfahren und ihn zum Arbeitsantritt aufzufordern.

Endgültig klären kann man den Fall erst, wenn der Arbeitnehmer den Dienst wieder antritt und eine Befragung möglich ist oder wenn der Arbeitnehmer eine sonstige ausdrückliche Erklärung abgibt. Stellt sich – wie in den meisten Fällen – heraus, dass der Arbeitnehmer zwar ohne Mitteilung an den Arbeitgeber, aber dennoch nachweislich durch Krankenstand an der Arbeit verhindert war, so besteht lediglich die Möglichkeit, dem Arbeitnehmer für diesen Zeitraum des nicht gemeldeten Krankenstandes das Entgelt vorzuenthalten. Stellt sich nachträglich heraus, dass der Arbeitnehmer für eine beträchtliche Zeit unentschuldigt ferngeblieben ist, so besteht nach wie vor das Recht auf Ausspruch der in diesem Falle noch immer rechtzeitigen fristlosen Entlassung.

Stellt sich auf Grund einer ausdrücklichen Erklärung des Arbeitnehmers heraus, dass er sein Dienstverhältnis bereits durch vorzeitigen Austritt beendet hat, ist eine entsprechende rückwirkende Endabrechnung durchzuführen. Durch das bloße Nichterscheinen zur Arbeit des Dienstnehmers kann keine Entlassung ausgesprochen oder ein unberechtigter vorzeitiger Austritt angenommen werden.