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Verfahren: einfach effizienter!

Die Wirtschaftskammer Kärnten kämpft dafür, das Umfeld für Unternehmer stetig zu verbessern. Kürzlich präsentierte die Wirtschaftskammer gemeinsam mit dem Land Kärnten ein Fünf-Punkte-Paket, das den heimischen Betrieben zu Gute kommen soll. „Bürokratie-Abbau“ heißt das Zauberwort, das vor allem Betriebsanlagegenehmigungsverfahren vereinfachen soll.


DI Gerhard Genser von der Abteilung Wirtschaftspolitik in der Wirtschaftskammer Kärnten erläutert: „Jeder zweite Kärntner Unternehmer wünscht sich Verwaltungsvereinfachungen.“ Diesem Wunsch wird nun Rechnung getragen.

 

1)      Wie es in Hermagor schon erfolgreich praktiziert wird, fordert die Wirtschaftskammer, dass Bau- und Betriebsanlagengenehmigungsverfahren in allen Gemeinden zeitgleich von der Bezirkshauptmannschaft durchgeführt werden. Wünschenswert wäre, wenn möglichst viele Gemeinden ihre baubehördlichen Agenden bei Betriebsanlagen an die Bezirkshauptmannschaft abgeben. Eine zentrale Anlaufstelle würde den betroffenen Unternehmern viel Zeit und Nerven sparen. „Wir leisten viel Aufklärungsarbeit, um die Bürgermeister von der Sinnhaftigkeit unseres Vorschlages zu überzeugen“, so Genser.


2)      Bereits am Arbeiten für Unternehmer sind Verfahrenskoordinatoren in allen Bezirkshauptmannschaften. Sie vermitteln zwischen Antragstellern und Behörden, damit Projekte rasch und unternehmerfreundlich abgewickelt werden. Sind etwa neben Baugenehmigungs- auch wasserrechtliche oder naturschutzrechtliche Genehmigungen erforderlich, so laufen alle Fäden bei den Verfahrenskoordinatoren zusammen. Für Unternehmer heißt das: ein kompetenter Ansprechpartner für alle Verfahren, statt unzähliger verschiedener Kontakte mit unterschiedlichen Informationsständen!


3)      Ein weiteres Anliegen ist der Einsatz von Allroundsachverständigen. Viele Unternehmer klagen nämlich zu Recht darüber, dass schon für die Genehmigung von Kleinstanlagen, die kaum Auswirkungen auf die Umwelt haben, ganze Armeen von Sachverständigen anrücken müssen. Die kostet Zeit und Nerven der Unternehmer. „30 bis 40 Prozent der Verfahren könnte ein Allroundsachverständiger, der die Bereiche Luft/Lärm/Brandschutz & Wasser abdeckt, abwickeln“, so Genser. Wiederum ist Hermagor Vorreiter: hier freuen sich die Unternehmer bereits über einen Allroundsachverständigen. Es folgt in Kürze ein Pilotversuch in Wolfsberg, danach soll ein Schulungsprogramm für Allroundsachverständige aufgesetzt werden.


4)      Darüber hinaus durchforsten Land und Kammer landesrechtliche Regelungen auf unnötige bürokratische Hürden und arbeiten an Verbesserungen.


5)       Während die Wirtschaftskammer ihre Hausaufgaben bereits gemacht hat: Mit dem neuen, dreistufigen Beratungskonzept inklusive Verfahrenscoaching und Lokalaugenschein werden die Unternehmer fit für betriebliche Einreichprojekte gemacht. Überdies hat die WK gemeinsam mit der Abteilung 8 des Amtes der Kärntner Landesregierung einen „technischen Beraterpool“ aufgebaut.