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Habenicht: "Hände weg vom Waagplatz!"

Die Handelsbetriebe in der City stellen die Vertrauensbasis mit Wirtschaftsreferent Umlauft in Frage.

Irritiert zeigt sich die Klagenfurter Innenstadtwirtschaft von der Ankündigung neuerlicher Gespräche mit Kastner & Öhler über den Standort Waagplatz durch Wirtschaftsstadtrat Otto Umlauft.
Bezirksstellenobmann Max Habenicht
© WKK "Hier kann es für viele teils über Generationen in Klagenfurt ansässige Unternehmen um die Existenz gehen. Leichtfertige politische Spielchen abseits der klaren Fakten werden wir nicht hinnehmen, dessen muss sich der Wirtschaftsstadtrat bewusst sein."
Man sei bisher davon ausgegangen, dass zwischen der Kaufmannschaft und den maßgeblichen Teilen der Rathauskoalition in dieser heiklen Frage Übereinstimmung bestehe, erklärt Max Habenicht, Sprecher der Innenstadtkaufleute: "Selbstverständlich begrüßen wir die Rückkehr des Traditionshauses Kastner & Öhler nach Klagenfurt. Aber eine weitere Konzentration von Verkaufsflächen beim Standort der City Arkaden ist auch nach Meinung aller Experten ein schwerer Fehler, den viele Betriebe in anderen Bereichen der City teuer bezahlen werden. Deshalb werden wir alles unternehmen, um einen solchen politischen Unfug zu verhindern."

Durch die neuerlichen Verhandlungen von Umlauft mit den K & Ö-Verantwortlichen sieht WK-Bezirksstellenobmann Habenicht die Vertrauensbasis der Innenstadtwirtschaft mit dem zuständigen Referenten Umlauft auf eine harte Probe gestellt: "Hier kann es für viele teils über Generationen in Klagenfurt ansässige Unternehmen um die Existenz gehen. Leichtfertige politische Spielchen abseits der klaren Fakten werden wir nicht hinnehmen, dessen muss sich der Wirtschaftsstadtrat bewusst sein."

Habenicht wiederholte seine Forderung, dass sich die Stadtentwicklung vorrangig um die Leerstände am Domplatz und potenzielle Projekte am Kardinals- und Heiligengeistplatz zu kümmern habe: "Das Credo der Innenstadtkaufleute lautet, immer auf bestehende Handelsflächen zurückzugreifen, vorhandene Ressourcen zu nutzen und somit langfristig eine umsichtige, clevere Stadtplanung für unsere Landeshauptstadt im Blick zu haben." Das Argument  der zusätzlichen Arbeitsplätze durch die K & Ö-Ansiedelung hält Habenicht für eine Milchmädchenrechnung: "Jobs, die durch eine Neuansiedelung am falschen Platz neben den City Arkaden entstehen, werden anderswo in der Innenstadt nach einiger Zeit fehlen. Ich bleibe dabei: Kastner & Öhler ist in Klagenfurt willkommen – aber am richtigen Ort."