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Hotel Hochschober im Interview

Familienfreundlichster Betrieb 2009

Aus tiefer Überzeugung Familienfreundlichkeit leben

 

Karin Leeb vom Hotel Hochschober auf der Turracher Höhe wurde bei der letzten Runde als familienfreundlichster Betrieb ausgezeichnet:

Im Gespräch verrät sie, warum sie weiterhin an dem Thema Familienfreundlichkeit dran bleiben wird.

Familienfreundlichkeit in der Hotellerie? Für Karin Leeb vom Hotel Hochschober ist keine Fragen, sondern eine wichtige Wertehaltung. Hotelkindergarten, kostenloser Fit-Check, Verwöhntag für Mitarbeiterfamilien, Weiterbildung oder freie Arbeitszeiteinteilung – für das und noch mehr, bekam Leeb die Auszeichnung familienfreundlichster Betrieb. "Frau in der Wirtschaft“ fragte nach, was die Auszeichnung im Betrieb und bei Mitarbeitern bewirkt hat.


Warum haben Sie sich entschlossen mitzumachen?

Leeb: Das war seinerzeit eine recht kurzfristige Angelegenheit. Durch Kontakt mit der WKO wurden wir auf die Aktion aufmerksam und haben uns beworben, weil wir sehen wollten, wo wir in dem Bereich stehen. Durch unser Engagement auf der Plattform von "Verantwortung zeigen“ waren wir schon sensibilisiert für das Thema, hatten eine Info-Veranstaltung vom Bundesministerium für das Audit "Beruf und Familie“ gehört und wollten dran bleiben. Da kam diese Ausschreibung gerade zum rechten Zeitpunkt.
 

Was hat Ihnen bzw. Ihrem Betrieb die Teilnahme gebracht? Hat sich danach etwas verändert?

Leeb: Die Teilnahme bzw. Auszeichnung hat uns allen Bewusstsein für das Thema gebracht. Wir haben ja nicht plötzlich Dinge anders gemacht oder uns Dinge ganz schnell ausgedacht, sondern wir haben das, was wir traditionell und aus Überzeugung machen, erfasst, in eine Form gebracht und das Ergebnis hat uns selbst erstaunt. Verändert hat sich auch das Bewusstsein, dass wir noch viel mehr in der Richtung machen können und wollen.
 

Wie haben Mitarbeiter auf die Auszeichnung reagiert?

Leeb: Viele waren erstaunt, was wir alles schon seit Jahren oder Jahrzehnten anbieten. Die Abteilungsleiter haben erkannt, dass die familien- und frauenfreundlichen Bedingungen Argumente sind, um uns als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Und dass wir nach dem Motto "Tue Gutes und rede darüber“ ruhig auch selbstbewusst mit diesen Argumenten nach Außen gehen können und sollen.
 

Haben Sie an dem Thema weiter gearbeitet?

Leeb: Wir sind in Kontakt mit mehreren Anbietern (u.a. Verantwortung zeigen oder der Firma eb Projektmanagement), um zu prüfen, ob ein Audit oder eine Beratung für weitere Maßnahmen für uns der richtige Weg ist. Die Frauen- und Familienfreundlichkeit ist auch in unserem Jahres-Check mit Dr. Iris Strasser von Verantwortung zeigen ein Thema. Wir werden ganz sicher dranbleiben.
 

Wie aufwändig ist es, ein familienfreundlicher Betrieb zu werden?

Leeb: Wir sind nicht über Nacht plötzlich familienfreundlich geworden, sondern haben das, was wir seit Jahrzehnten und über Generationen tun und denken professionell erfasst und nach Außen kommuniziert. Das ist ein gewisser zeitlicher Aufwand und bedarf einer Überzeugung, aber aufwändig finden wir es nicht. Für uns ist die Wertehaltung, die dahinter steht ein Wettbewerbsvorteil, um überhaupt an unserem exponierten und benachteiligten Standort heute und in Zukunft gute Mitarbeiter zu finden und zu binden.
 

Wie wichtig ist Ihnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Leeb: Ich komme aus einer Familie, in der Frauen emanzipiert waren ohne jemals das Wort Emanzipation zu verwenden. Meine Großmutter war eine beruflich engagierte Frau, ebenso meine Mutter. Mir ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie (mit allen Hürden und Widersprüchen in sich selbst) von Kind auf vorgelebt worden und für mich gab es nie die Frage, ob ich es anders machen könnte. Mir persönlich ist es wichtig, zu kommunizieren, dass es eine Gratwanderung ist, aber auch über die Maßen erfüllend sein kann. Und als Arbeitgeber ist es für uns selbstverständlich, ein Klima zu schaffen, in dem es für Menschen in unserer Branche möglich ist, Familie zu haben und zu leben.
 

Was können Sie anderen Betrieben empfehlen?

Leeb: Anderen Betrieben können und wollen wir nichts empfehlen. So etwas muss von Innen kommen, muss aus tiefer Überzeugung gelebt werden, dann ist es glaubwürdig. Die Beschäftigung mit dem Thema lohnt sich aber auf alle Fälle. Denn: Je mehr man in einer Materie in die Tiefe blickt, bereit ist von den "Best Practice“ Beispielen zu lernen, umso mehr kommt man drauf: da gibt es ja noch so viel zu tun! So ging es uns mit dem Thema der Frauen- und Familienfreundlichkeit.

 

Mehr über das Hotel Hochschober finden Sie auf www.hochschober.at