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Unternehmerinnen des Jahres 2015

Elisabeth Sickl vom Schloss Albeck und Edith Müller von Harmonika Müller aus Bad St. Leonhard sind die frisch gekürten „Unternehmerinnen des Jahres 2015“

Zwei, die Musik verbindet 

Sie sind wie wilde Wasser, reißen andere mit ihren Ideen mit, leben Traditionen und bringen Schwung in entlegene Regionen: Elisabeth Sickl vom Schloss Albeck und Edith Müller von Harmonika Müller aus Bad St. Leonhard sind die frisch gekürten „Unternehmerinnen des Jahres 2015“.  


Unternehmerin des Jahres 2015
© WKK/Beris-Foto Dr. Elisabeth Sickl (Schloss Albeck) und Edith Müller (Müller Harmonika GmbH)

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum, sagte einst Nietzsche. Zwei Kärntner Unternehmerinnen nehmen sich das zu Herzen und sorgen seit Jahrzehnten für den perfekten Ton in ihren Unternehmen: Edith Müller aus Bad St. Leonhard mit handgefertigten Harmonikas, die weltweit exportiert werden, und Elisabeth Sickl, die Künstler und Kulturinteressierte aus aller Welt aufs Schloss Albeck lockt. Doch die beiden verbindet noch mehr: Ex aequo teilen sie sich die Auszeichnung „Unternehmerin des Jahres 2015“. Eine Sensation, denn in den sechs Jahren, in denen es die Auszeichnung von „Frau in der Wirtschaft“ gibt, hat es noch nie zwei Unternehmerinnen mit der exakt selben Punkteanzahl im komplexen Bewertungssystem der Jury gegeben. Umso größer war die Freude und die Überraschung bei der großen Gala im Casineum Velden. 

Frauen vor den Vorhang

Bereits zum sechsten Mal wird von „Frau in der Wirtschaft“ Kärnten die „Unternehmerin des Jahres“ ausgezeichnet. „Wir setzen damit ein Zeichen und geben den Unternehmerinnen, die täglich Unglaubliches leisten, ein Gesicht“, sagt Sylvia Gstättner, Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft und Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten. Die nominierten Unternehmerinnen 2015 waren: Christine Haid und Roswitha Zarfl-Mikusch, Almut Knaller, Gerhild Rücker, Michaela Widnig-Tiefenbacher, Ingeborg Daberer, Gerlinde Glawischnig, Elisabeth Sickl, Astrid Maria Legner, Edith Müller und Margit Leeb. Aus ihren Reihen wählte die Jury die „Unternehmerin des Jahres“.  

Schwerstarbeit für die Jury

Zum zweiten Mal arbeitete die Jury bestehend aus WK-Vizepräsidentin Sylvia Gstättner; Universitätsprofessor Erich Schwarz, Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften; Renate Sandhofer, Geschäftsführerin von Gesa Transporttechnik und Alphafloating sowie „Unternehmerin des Jahres 2011“; Hannes Markowitz, Marketing- und Salesmanager Casino Velden; und Erwin Figge, Chefredakteur „Kärntner Wirtschaft“ mit einem dreistufigen Bewertungsschema, das Produkt, Betrieb und Persönlichkeit der Unternehmerin genau unter die Lupe nahm. Das neue Bewertungssystem bedeutet zwar für die Jury eine Menge Arbeit, aber es können damit alle Lebensaspekte mitberücksichtigt werden.  

Punktegleichstand überraschte alle

In allen drei Bereichen konnten Elisabeth Sickl und Edith Müller überzeugen. Deshalb erhielten beide Unternehmerinnen jeweils eine begehrte Nono-Skulptur von den Vorarlberger Künstlerinnen Mercedes und Franziska Welte, welche die Lebensfreude und die Schaffenskraft der Unternehmerinnen symbolisieren soll. Auch Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl und Landesrat Christian Benger waren beeindruckt von den vielfältigen Leistungen der Unternehmerinnen. „Diese Frauen haben mit ihrem Engagement eine Vorbildwirkung und sind die, die das Land ziehen und auf Kurs halten“, sagt Mandl. „Kärnten braucht solche starken Frauen“, ergänzte Benger. 


Unternehmerin des Jahres 2015
© WKK/Beris-Foto Präsident Jürgen Mandl, Valentin Latschen , Mario Winkler , Dr. Elisabeth Sickl , WK Vizepräsidentin Sylvia Gstättner, Edith Müller , Sandra Krawagner , Isabella Edinger und LR Christian Benger.

Heuer kann es nicht nur Eine geben

„Unsere heurigen Gewinnerinnen kommen aus entlegenen Ecken Kärntens und bereichern ihre Region, sie schaffen Arbeitsplätze, exportieren weltweit oder holen die Welt nach Kärnten. Sie verbindet die Liebe zu gelebter Tradition, ob in Form von Gemäuern oder Werkstücken und trotz schwerer Schicksalsschläge waren sie sowohl für Familie als auch Betrieb eine Stütze“, sagt Gstättner. Beide Unternehmerinnen haben Jahrzehnte für ihre Ideen und Visionen gekämpft. Sie haben niemals aufgegeben, obwohl es nicht immer leicht war. Für junge Frauen sind sie ein Vorbilder, die zeigen, dass es sich lohnt seine unternehmerischen Träume zu verwirklichen.  

Unternehmerin des Jahres 2015: Elisabeth Sickl

Elisabeth Sickl aus Sirnitz wurde für die Erhaltung und Revitalisierung des denkmalgeschützten Ensembles Schloss Albeck, ihren Beitrag zur touristischen Belebung der Gemeinde und ihren unermüdlichen Einsatz für die Förderung von Kultur sowie Wirtschaft in einer exponierten Region ausgezeichnet. „Man muss sich engagieren, sonst kann man auch nichts ändern“, sagt Elisabeth Sickl. Deshalb war sie politisch aktiv, unter anderem als Bundesministerin für Soziales und Generationen und unterrichtete als Handelsakademieprofessorin. Dann folgten zwei schwere Schicksalsschläge, ihr Sohn und ihr Mann starben. Daraufhin kaufte sie 1987 das desolate Schloss Albeck und wurde zur Unternehmerin, die anpackt. Gemeinsam mit ihren drei Kindern sanierte sie das Schloss, eröffnete eine Gastronomie und begann mit Kulturveranstaltungen. „Für mich war es ein Survivalprojekt. Schicksalsschläge bleiben im Laufe des Lebens niemanden erspart, man muss nur bereit sein, diese zu akzeptieren und sich einer neuen Perspektive zu öffnen“, sagt Sickl. Heute ist das Schloss Albeck österreichweit bekannt für seine erstklassigen Konzerte, Besucher werden im Restaurant kulinarisch verwöhnt, stöbern in der Geschenkboutique oder wandeln durch die Engelausstellung oder den Holzskulpturenpark. Ihre Vision von Kultur und Natur im Einklang wurde Wirklichkeit – und setzt wertvolle Impulse für die Region. Der Theatersommer, Weihnachts- und Ostermarkt oder Musikdarbietungen bereichern das kulturelle Angebot. „Für mich ist diese Auszeichnung eine Anerkennung für mehr als ein viertel Jahrhundert Einsatz und Arbeit, indem nicht alles einfach war und ich auch Lehrgeld zahlen musste. Gleichzeitig ist es ein Signal, wie wichtig Kunst und Kultur sind. Mir war schon immer mehr Sein als Schein wichtiger. Es zählen die inneren Werte – auch in der Wirtschaft“, sagt Sickl. 

Unternehmerin des Jahres 2015: Edith Müller

Edith Müller aus Bad St. Leonhard wurde für die Aufrechterhaltung traditionell handgefertigter Musikinstrumente, die stetige Weiterentwicklung und den Einsatz neuester Technologien im Harmonika-Bau sowie als wichtiger Arbeitgeber in der Region ausgezeichnet. Gemeinsam mit ihrem Mann Peter baute sie seit 1976 die Werkstätte für handgefertigte Harmonikas zu einem Vorzeigebetrieb mit über 40 Mitarbeitern und drei Lehrlingen aus. Pro Jahr werden rund 1000 Harmonikas hergestellt und nach Österreich, Deutschland, Südtirol, USA, Kanada oder Australien verkauft. Aber auch sie traf ein Schicksalsschlag hart: Ihr Mann verstarb völlig unerwartet. Mit Rückendeckung ihrer Mitarbeiter und ihrer Kinder, die in den Betrieb einstiegen, konnte das Unternehmen weitergeführt werden. „Wir arbeiten ständig an der Weiterentwicklung und Verbesserung der Harmonika, und bleiben trotzdem der Tradition der steirischen Harmonika verbunden“, sagt Müller. Am Tag der Auszeichnung feierte sie ihren 60. Geburtstag und wurde bei der großen Gala mit Glückwünschen überrascht. „Für die Region ist es wichtig, dass über solche Betriebe wie uns berichtet wird, auch weil wir über Jahrzehnte hinweg Arbeitsplätze schaffen und sichern“, sagt Müller. 

Wer feierte mit

Neben den „Unternehmerinnen des Monats“ mit ihren Familien und Mitarbeitern applaudierten auch: WK-Präsident Jürgen Mandl, Direktor Stattmann, Wirtschaftsbund-Direktor Markus Malle, Landesrat Christian Benger mit Stefan Oberhauser, IV-Präsident Christoph Kulterer mit Claudia Kulterer, WK-Bezirksobmann Christof Zechner, Frauenbeauftragte des Landes Michaela Slamanig, Landtagsabgeordnete Ines Obex-Mischitz und Waltraud Rohrer, Stadträtin Katharina Spanring, die WK-Spartenobmänner Helmut Hinterleitner und Raimund Haberl, WK-Bezirksstellenleiter Werner Plasounig, Sebastian Adami und Reinhold Janesch, die Sponsoren Valentin Latschen, Hannes Markowitz sowie Isabella Edinger und Sandra Krawagner vom Hotel-Restaurant Prechtlhof, Heide Pichler vom Großglocknerhof in Heiligenblut, Gesa-Geschäftsführer Renate und Gerhard Sandhofer, Lehrling des Jahres Alina Waltl, Birgit Nekowitsch von der Blumen-Werkstatt in Radenthein, Renate Maurer, die Nonos-Künstlerinnen Mercedes und Franziska Welte, das Team von El-Media und Beris-Foto, die Frau in der Wirtschaft Bezirksvorsitzenden Katharina Hofer-Schillen, Renate Huber, Gabriele Kucher-Ramprecht und Trixi Stornig, Melanie Frierss und die Geschäftsführerinnen Anja Marin, Sabine Inschick, Christiane Filipp, Claudia Prodinger, Elisabeth Reichmann, Margit Wernisch, Rudolf Oberlojer und Rosemarie Brommer, Irene Slama von Iscon, Mentoren und Mentees der FEMcademy sowie zahlreiche Delegierte von Frau in der Wirtschaft.

Unternehmerin des Jahres 2015
© WKK/Beris-Foto Eindrucksvolle Stimmung im Casineum am See

 

Ein emotionsvoller Abend

Durch den berührenden Abend führte Moderatorin Ute Hofstätter-Pichler. Als Überraschungs-Show-Act war Elisabeth Heinemann eingeladen, sie sorgte als Wirtschaftsinformatikerin und Kabarettistin für einige Offline-Gefällt-mir-Klatscher und brachte den Saal mit der Schatzi-App oder der neuen Form des bargeldlosen Zahlens zum Lachen. „The new First Line Band“ unterhielt die Unternehmerinnen und prominenten Gäste mit musikalischen Klängen, während Marcel J. Vanic kulinarisch verwöhnte. Die Blumendekoration stammte von Birgit Nekowitsch aus Radenthein. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Casino Velden, dem Hotel-Restaurant Prechtlhof, Pfau Brand, der Kärntnerin und Antenne Kärnten. 28 Gäste nahmen im Anschluss an einem Rouletteturnier teil, bei dem es exklusive Karten für die „Nacht der Lust“ im Casino Salzburg zu gewinnen gab – den Hauptpreis sicherte sich Uros Novakovic vom Hotel Schönleiten am Faaker See. 

Fotograf:
Beris-Foto

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