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Unternehmerin des Monats April 2016 – Erni Gratzer aus Gundersheim, Bezirk Hermagor

Frau in der Wirtschaft stellt die Unternehmerin des Monats, Erni Gratzer Geschäftsführerin der a.zoppoth Haustechnik GmbH vor.

Erni Gratzer
Die Unternehmerin des Monats April 2016 Erni Gratzer
Ich wurde Unternehmerin, weil ich Freude an der Selbstständigkeit habe, gerne Verantwortung übernehme und Risikobereitschaft mitbringe!


 
Alois Zoppoth, der Vater der Unternehmerin gründete den Einmannbetrieb im Jahr 1958. Schon seit 1975 ist die Unternehmerin im väterlichen Betrieb beschäftigt und im Jahr 1996 übernahm sie dann gemeinsam mit ihren zwei Brüdern, Franz und Benjamin Zoppoth, die Geschäftsführung. „Der Betrieb ist dann sukzessive gewachsen und zählt mittlerweile 160 Mitarbeiter. Wir arbeiten in den Gewerken Sanitär, Heizung, Lüftung, Spenglerei und Fassadenbau“, erzählt die Unternehmerin Erni Gratzer stolz.


Die Kunden sind nicht nur in ganz Kärnten verteilt, denn mittlerweile werden bereits 60 Prozent des Umsatzes außerhalb von Kärnten erwirtschaftet. 1998 expandierte die Firma auch in den Wiener Raum und überzeugte mit Qualität und Know-How aus Kärnten. Seit 2014, unterhaltet die Firma Zoppoth auch eine zusätzliche Filiale in Wien.

Lehrlingsinitiative

Mein Motto lautet: Volle Kraft voraus!

"Vor Jahren war es nicht leicht an gute Lehrlinge zu kommen, deshalb starteten wir eine passende Initiative. Wir halten Vorträge in Schulen, laden junge Leute ein und bringen ihnen den Beruf näher. „Wir zeigen ihnen nicht nur die Werkstätte und das Büro, sondern auch eine Präsentation über das Baustellenleben und die Karrierechancen. Auch ein Mitarbeiter der in unserer Firma die Lehre und Karriere gemacht hat, kommt zu Wort“, erzählt Erni Gratzer. 

Dadurch lernen die jungen Leute früh was diese Ausbildung mit sich bringt, und mit wie viel Kreativität, Qualität und großer Leidenschaft die Mitarbeiter große Projekte verwirklichen, auf die sie sehr stolz sind. Zur Zeit zählt das Unternehmen neun Lehrlinge, die alle aus der Region kommen.

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Wir konzentrieren uns auf qualitatives Wachstum. Das erreichen wir durch die Verbesserung der innerbetrieblichen Organisation, Mitarbeiterentwicklung und Ablaufoptimierung

Seit 2009 beschäftigt sich die Firma a.zoppoth mit dem Thema KVP – Kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Mein Bruder und auch andere Mitarbeiter machten entsprechende Ausbildungen und hinterfragen seitdem alle Abläufe und Prozesse im Betrieb. So wurden zum Beispiel durch die Einrichtung von Zwischenlagern die Wege in der Produktion verkürzt, Abläufe rationalisiert, Kennzahlen und ein funktionierendes Berichtswesen eingeführt. Im Moment arbeiten wir auch an unserem eigenen Qualitätshandbuch, in dem all unsere internen Abläufe verzeichnet und beschrieben werden“, schildert die Unternehmerin voller ungebremster Begeisterung.

Familienleben

Gratzer

Am Foto v.l.n.r.: FiW Bezirksgeschäftsführerin Christiane Filipp,  Bezirksvorsitzende Katharina Hofer-Schillen, Erni Gratzer,FiW Landesvorsitzende und Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten, Sylvia Gstättner sowie die Brüder Franz Zopoth und Benjamin Zoppoth 

Ich hatte keine Karenzzeit, aber trotzdem führen wir ein glückliches Familienleben!

Leider gab es auch einen schweren Schicksalsschlag in der Familie. Ihr Mann verstarb viel zu früh und somit wurde Erni Gratzer sehr jung zur Witwe, doch das ist schon lange her. „Ich bin mit Stefan Gratzer verheiratet und habe zwei Söhne. Manuel, 37 Jahre, der in unserem Betrieb in der Technikabteilung tätig ist und mein jüngerer Sohn, Stefan, 20 Jahre der die Handelsakademie in Tamsweg besucht und den Zivildienst beim Roten Kreuz absolviert“, schildert Erni Gratzer. Große Freude bereitet der Familie auch Enkel Raffael.

Fuhrpark mit Kilometerzahl

Jedem von uns ist wahrscheinlich schon einmal ein gebrandetes a.zoppoth Auto auf der Autobahn entgegengekommen. Insgesamt zählt der Fuhrpark beeindruckende 60 Firmenfahrzeuge, die täglich durch das Land fahren. Diese legen in einem Jahr 2,4 Millionen Kilometer zurück, so viele als würde man 60 Mal die Erde umrunden. 

„Mein Neffe ezrhälte mir eine amüsante Geschichte, dass sie in der Schule drei der ihnen bekanntesten Marken aufzählen sollten. Ein Mitschüler zählte die für ihn wichtigsten Marken auf - McDonald’s, Coca Cola und Zoppoth,“ schildert die Unternehmerin mit einem herzerfrischenden Lachen.

„Für die Zukunft...

...wünsche ich mir mehr Mut für Kärnten, mehr Anerkennung und Akzeptanz der Unternehmer in der Gesellschaft.“ 

„Die Unternehmer sollen als wichtiger Arbeitgeber in der Region wieder vermehrt wahrgenommen werden. Des Weiteren natürlich, dass wir die Kraft haben das Unternehmen auch in Zukunft erfolgreich zu leiten und dass ich mit meinen Brüdern die Begeisterung aufrechterhalte unseren Betrieb im Gailtal weiterzuführen. Ebenfalls wünsche ich mir Gesundheit und eine Verbesserung des Handicaps beim Golfen“, wünscht sich Erni Gratzer mit einem Augenzwinkern. 

Erni Gratzer

v.l.n.r.: FiW Bezirksgeschäftsführerin Christiane Filipp,  Bezirksvorsitzende Katharina Hofer-Schillen, Erni Gratzer und FiW Landesvorsitzende und Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten, Sylvia Gstättner


WORDRAP:
Mein Erfolgsgeheimnis ist... Situationen, die sich ergeben, erkennen, erledigen und zeitnahe positiv abzuschließen. 
Ich wurde Unternehmerin, weil … ich Freude an der Selbstständigkeit habe, gerne Verantwortung übernehme und Risikobereitschaft mitbringe. 
Eine Leistung, auf die ich besonders stolz bin, ist... als wir die Firma aus einer sehr schwierigen wirtschaftlichen Situation herausgeführt haben, da bin ich auch stolz auf mein Team.
Eine meiner Stärken ist... Kreativität
Zum Job-Ausgleich mache ich...golfen und reisen mit meiner Familie, lesen, entspannen und gute Gespräche mit Freunden. 
Die größte Herausforderung in der Selbstständigkeit war/ist… 
- Eine für das Gailtal so große Firma in einer Randlage erfolgreich zu führen
- Mit Forderungsverlusten umzugehen, die wie die biblischen Plagen, immer wieder   auftauchen
- Wenn es unter den Mitarbeitern gar zu arg menschelt und ich mir vorkomme wie der Dompteur im Flohzirkus ;-)
Was sollte getan werden, um Frauen den Weg in die Selbstständigkeit zu erleichtern bzw. was könnte Ihr Leben als Unternehmerin erleichtern? 
Frauen im Speziellen sollten den Mut haben, sich in die Selbstständigkeit zu begeben und es sollte ihnen die Möglichkeit gegeben werden, nicht auf Familie verzichten zu müssen. Konkret würde es uns Unternehmerinnen helfen und weniger frustrieren, wenn die Bürden, welche die Bürokratie uns auferlegt verhindert werden. Vor allem wünsche ich mir als Unternehmerin mit Respekt und Anerkennung behandelt zu werden.
Was ich in Zukunft noch gerne umsetzen möchte… die Firma so zu organisieren, dass ich mit gutem Gewissen mehr golfen und reisen kann. Daran arbeite ich pro aktiv und das schaffe ich auch.
Mein Motto lautet: Volle Kraft voraus. 

                                                              Bildergalerie


Kontakt:
a.zoppoth Haustechnik - Gesellschaft m.b.H
9634 Gundersheim 35
Tel.: +43 4718 305
Fax: +43 4718 659
Email: info@zoppoth.net