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Unternehmerin des Monats Juli 2019 – Stephanie Sakotnik

In zweiter Generation das alteingesessene Porzellanhaus in einen modernen Concept Store verwandelt: Frau in der Wirtschaft stellt Unternehmerin Stephanie Sakotnik aus Klagenfurt vor.

Die Unternehmerin des Monats Juli 2019: Stephanie Sakotnik wurde von Frau in der Wirtschaft ausgezeichnet.
© Anita Arneitz Die Unternehmerin des Monats Juli 2019: Stephanie Sakotnik wurde von Frau in der Wirtschaft ausgezeichnet.

Weißes Porzellan ist nicht gleich weißes Porzellan. In Sachen Nachhaltigkeit und Qualität gibt es riesige Unterschiede. Deshalb kommen in die Regale vom Porzellanhaus Sakotnik in Klagenfurt nur jene Stücke, die Stephanie Sakotnik selbst ausgesucht und geprüft hat. Schließlich bleiben ihre Gläser auch nach dem Waschgang im Geschirrspüler leuchtend gelb und das versilberte Besteck hält mindestens eineinhalb Generationen. Wenn sie nicht gerade in Frankfurt, Paris, Mailand und München auf Messen oder in den Showrooms der Hersteller unterwegs ist, steht sie im Geschäft. „Als Unternehmerin brauche ich kein Büro, ich muss mittendrin im Geschehen sein, um zu sehen, was los ist“, erzählt Sakotnik. Ein Gespür für Farben und Formen oder guter Geschmack sind das eine. Doch was in ihrer Branche wirklich zählt, ist den Geschmack der Kunden zu treffen. Damit das gelingt, heißt es permanent offen zu sein für Veränderung und keine Angst vor dem Wandel zu haben. Mit ein Grund, warum Stephanie Sakotnik das alteingesessene Porzellanhaus komplett umstrukturierte und fit für die Zukunft machte. 

„Jeder einzelne Artikel wird von mir ausgesucht und eingekauft.“

„Die Idee zum Concept Store hatte ich schon länger“, verrät die Unternehmerin. „Ich muss schauen, dass ich die Kunden ins Geschäft bekomme, auch wenn sie gerade keinen Teller brauchen.“ Mit der Übernahme des Modegeschäfts „Marc Cain“ taten sich neue Möglichkeiten auf. „Das Porzellanhaus sollte moderner werden und der hohe Qualitätsanspruch sowie der Fokus auf Produkte aus Europa passen einfach gut mit der Mode von Marc Cain zusammen“, erklärt die Unternehmerin. Kurzerhand verband sie beides und kreierte einen einzigartigen Concept Store. Das ständig wechselnde Sortiment von Glas, Porzellan, Keramik sowie Mode laden zum Gustieren ein. Darunter befinden sich Weltmarken wie Rosenthal, Robbe & Berking, Christofle, Wilkens, Herend, Bernadaud, Riedel, Eisch, Murano Glas (Carlo Moretti), Le Creuset, Spring, Cristel oder Sambonet, die sonst nur in den großen europäischen Metropolen zu finden sind. 

Einkaufserlebnis statt Onlineshop

Ganz bewusst setzt Sakotnik im neuen Concept Store auf Wohlfühlambiente und das Einkaufserlebnis mit allen Sinnen. „Online können wir mit den großen Anbietern nicht mithalten, aber unsere Stärke liegt in der persönlichen Beratung und der Qualität“, sagt Sakotnik. Ihre Mitarbeiterinnen sind geschulte Fachverkäuferinnen. Viele Lehrlinge wurden im Laufe der Jahrzehnte im Betrieb auf hohem Niveau ausgebildet. „Bei uns sind Mitarbeiter nicht nur Verkäuferinnen, sondern viel mehr“, sagt Sakotnik. Wer neu anfängt, brauche mindestens ein Jahr, bis er einen Überblick hat, alle Hersteller sowie deren Produkte genau kennt. Eine 

harte Schule, aber gleichzeitig eine sehr schöne Arbeit. Das weiß Sakotnik aus eigener Erfahrung. Sie lernte alles, worauf es ankommt, von ihrer Mutter, die das Porzellanhaus 1978 gründete. „Eis verkauft oder Hunde gewaschen, als Jugendliche habe ich alles gemacht, um nur nicht im Geschäft zu arbeiten. Dann mit 17 habe ich es doch einmal probiert und gesehen, dass es eigentlich gar nicht so langweilig ist“, lacht Sakotnik.  

Dennoch ging sie zum Studium nach Wien und sammelte bei renommierten Marken europaweit Erfahrungen. Als ihre Mutter schwer erkrankte, kam sie zurück nach Kärnten und stieg 2011 in den Familienbetrieb ein. Ohne die Unterstützung ihrer Mutter wäre sie nie so gut in ihrem Job geworden. „Ich habe gelernt, dass du Dinge nur gut verkaufen kannst, wenn du diese auch selbst liebst.“ Und das ist im neuen Concept Store in jeder Ecke zu spüren. Vater Michael hat zwar nie mitgearbeitet, aber steht noch heute seiner Tochter beratend zur Seite und passt schon mal während eines Geschäftstermines auf Hund Camilo auf. „Unternehmertum kann nur funktionieren, wenn Partner und Familie hinter einem stehen und Verständnis dafür haben“, sagt Sakotnik, die in ihrer Freizeit gerne mit Camilo draußen in der Natur unterwegs ist. Auch das Team und das Arbeitsklima seien wichtig. „Nur ein guter Mitarbeiter ist ein zufriedener Mitarbeiter.“ Deshalb dürfe die Arbeit auch ruhig Spaß machen.

„So ein Geschäft lässt sich nur mit Herz und Seele führen. Bis heute habe ich es nicht bereut, zurück nach Kärnten gekommen zu sein.“

Fokus auf Nachhaltigkeit und Qualität

Längst hat sich der Handel verändert. Nichts ist mehr wie früher. Trends ändern sich schneller. Die Kunden sind informierter und globaler. „Als Unternehmerin muss ich permanent den Markt beobachten, neu präsentieren, wechseln. Damit einher geht volles Risiko“, erzählt Sakotnik. Umso wichtiger ist für sie Nachhaltigkeit. Produkte kommen überwiegend aus europäischer Produktion. Denn es macht einen riesigen Unterschied, ob Porzellan oder Glas in Europa oder in Asien lackiert wurde. Gleiches gilt für versilbertes Besteck. Sogar bei kleinen Geschenkartikeln wird darauf geachtet. „Unsere Kerzen sind paraffinfrei und alle unsere Raumdüfte bestehen zu 100 Prozent aus natürlichen Duftstoffen“, berichtet die Unternehmerin. Kleinigkeiten mit großer Wirkung. 

v.l.n.r.: Valentina Schlager, FiW-Bezirksgeschäftsführerin Klagenfurt, Birgit Brommer, FiW-Bezirksvorsitzende Klagenfurt, WKK-Vizepräsidentin und FiW-Landesvorsitzende Carmen Goby, Unternehmerin des Monats Juli Stephanie Sakotnik mit ihrem Vater Michael S
© Anita Arneitz v.l.n.r.: Valentina Schlager, Birgit Brommer, WKK-Vizepräsidentin und FiW-Landesvorsitzende Carmen Goby, Unternehmerin Stephanie Sakotnik mit ihrem Vater Michael Sakotnik, Tanja Telesklav, FiW-Landesgeschäftsführerin & Bezirksstellenobmann Max Habenicht.

WORDRAP:

Eine meiner Stärken ist … Gelassenheit und Durchsetzungsvermögen.

Zum Job-Ausgleich mache ich ... Laufen in der Natur, kochen.

Was ich in Zukunft noch gerne umsetzen möchte … Familie, Freizeit und Beruf mehr unter einen Hut zu bekommen.

Erfolg bedeutet für mich … wenn meine Produkte/Ideen begeistert von den Kunden und Mitarbeitern angenommen werden. Wenn Mitarbeiter motiviert sind und Spaß an der Arbeit haben.

Als Kind wollte ich … Tierärztin werden, aber ich konnte kein Blut sehen, deshalb fing ich doch im Geschäft meiner Mutter an.

Mein persönliches Vorbild ist/sind … meine Eltern und Michelle Obama, weil sie nicht nur erfolgreich ist, sondern auch Frausein und Familie zu vereinbaren scheint.

Ich wurde Unternehmerin, weil … ich es in die Wiege gelegt bekommen habe damit aufgewachsen bin und es lieben gelernt habe.

Der größte Erfolg in meinem Leben war … Glas, Porzellan, Keramik in die neue Zeit zu bringen und es mit einem Concept Store zu verbinden und dazu parallel einen Marc Cain Store zu eröffnen.

Was mich immer wieder fasziniert … dass den Entwicklern/Designern der einzelnen Produkte in beiden Branchen immer was neues Innovatives und Begeisterndes einfällt.

Auf meinem Nachttisch liegen … Fotos und ein aktuelles Buch.

Was mich aus der Balance bringt … Ungerechtigkeit.

Mein Motto lautet … Man muss das Leben tanzen, von „Friedrich Nitsche“.

In unserer Galerie finden Sie weitere Fotos von Stephanie Sakotnik. 
Alle Unternehmerinnen des Monats im Jahr 2019 finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Rückfragen:
Porzellanhaus Sakotnik GmbH & Co KG
Mag. Stephanie Sakotnik
Domgasse 3
9020 Klagenfurt am Wörthersee
T +43 463 57155
E office@sakotnik.at
W www.sakotnik.at