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Unternehmerin des Monats September 2015 - Dr. Elisabeth Sickl aus Sirnitz

Frau in der Wirtschaft Kärnten stellt die Unternehmerin des Monats, Besitzerin und Betreiberin von Schloss Albeck vor.

Sickl
Dr. Elisabeth Sickl Unternehmerin des Monats


Nur 35 Autominuten von Klagenfurt entfernt liegt das hübsche kleine Barockschloss Albeck in Sirnitz, Bezirk Feldkirchen. Hier stehen „Natur und Kultur im Einklang“: Die liebevoll restaurierte Bausubstanz der drei Gebäude des Ensembles sowie die malerische Kulisse rund um das Anwesen ziehen einen sofort in Bann. Der größte Holzskulpturenpark Kärntens mit derzeit über 50 Skulpturen aus heimischem Lärchenholz, die in internationalen Holzbildhauersymposien geschaffen wurden, verfügt über eine mystische Ausstrahlung und wird als Ort der Energie erlebt. „Hier kann man jährlich eine Woche lang im Sommer renommierten Bildhauern aus dem In-und Ausland beim Arbeiten live über die Schulter schauen“, erzählt Dr. Elisabeth Sickl.

Doch wer einen Ausflug plant, bekommt weitaus mehr geboten. Neben dem Holzskulpturenpark gibt es Ausstellungen wie die "Albecker Engelwelt" und Vernissagen zeitgenössischer Maler. Ganzjährig jeden Sonntag (außer Juli, August) stattfindende Konzerte mit Klassik, Jazz und Unterhaltungsmusik (seit 1988 mehr als 1.400 Konzerte) werden durch das Albecker Schloßtheater mit spritzigen Komödien im Sommer bei jeder Witterung um Kabarett und Chanson ergänzt. „Wir brauchen die Kunst als Gegengewicht zum vorherrschenden Materialimus und Nihilismus eines technisch-rationalistischen Zeitalters. Die Zahl jener Menschen, die sich frustriert von Konsumzwang und Hektik abwenden und der Spiritualität öffnen, nimmt zu. Die „Geiz ist geil“-Mentalität eines überbordenen Neokapitlismus weicht der Suche nach dem Lebenssinn. Die Kunst bildet hier eine Brücke“, meint Dr. Elisabeth Sickl und zitiert Friedrich Nietzsche: „Ohne die Musik wäre das Leben ein Irrtum“.

Auf Schloß Albeck können die Besucher Energie für Seele und Körper tanken. Die ganzjährigen Kulturveranstaltungen werden nach dem Motto „Kultur & Kulinarik“ durch ein attraktives Restaurantangebot und einen geschmackvollen Geschenkeshop, der zum Flanieren und Gustieren einlädt, abgerundet. Die Begegnung mit der lebensbejahenden Philosophie der engagierten Schloßherrin wird als besonders liebenswürdiges Detail erlebt.

 

Politisch aktiv  

Man muss sich engagieren, sonst kann man auch nichts ändern!

Politisch aktiv wurde Dr. Elisabeth Sickl als Landesrätin für Umweltschutz in der Kärntner Landesregierung 1994 bis 1999 und danach als 3. Präsidentin des Kärntner Landtages und als Bundesministerin für soziale Sicherheit und Generationen. In diesen politischen Positionen verschrieb sie sich konsequent der Sachpolitik. Durch umsichtig gebildete Sachallianzen konnte sie in Kärnten heikle Themen wie Müllverbrennung und Kanalbau, in Wien Kinderscheck, Pensionsreform, Bundesjugendförderung und erste Schritte der Reform der Sozialversicherung einer erfolgreichen Lösung zuführen. 

 

Das Schicksal

Schicksalsschläge bleiben im Laufe des Lebens niemandem erspart, man muss nur bereit sein, diese zu akzeptieren und sich einer neuen Perspektive zu öffnen!


Nach zwei tragischen Schicksalsschlägen – dem Unfalltod ihres 4-jährigen Sohnes und bald danach dem Tod des Ehegattens - gründete Dr. Elisabeth Sickl neben ihrem Hauptberuf als Handelsakademieprofessorin und danach Direktorin von HAK, HAS und BORG Feldkirchen eine Handweberei für Naturfaserstoffe. 1987 fasste die Unternehmerin dann den Entschluss, mit einer Fremdfinanzierung das benachbarte, verfallene Ensemble Schloss Albeck zu kaufen, zu renovieren und zu revitalisieren. Ihre Vision von „Natur und Kultur im Einklangwar es, im landschaftlich wunderschönen, aber kulturell und wirtschaftlich sehr exponierten Gurktal ein Haus der Begegnung für KünstlerInnen und Kunstinteressierte zu schaffen, das nach dem Motto „Kultur & Kulinarik“ durch eine qualitätsvolle Gastronomie ergänzt wird. Gemäß der damals noch neuen Idee „Ökomode“ gesellte sich zur Handweberei eine Schneiderei. Ein geschmackvoll sortierter Geschenkeshop folgte nach einiger Zeit.

 

Sie und ihre drei Kinder legten persönlich Hand an, um die desolaten Gebäude zu sanieren. Ihre Vision war es, ein Haus der Begegnung für KünstlerInnen und Kulturinteressierten zu schaffen. „Ich richtete eine Handweberei, eine Schneiderei und ein Kaffeehaus ein und begann im Jänner 1988 mit Schlosskonzerten und Ausstellungen. Ich erfüllte die desolate Bausubstanz mit neuem Leben. Für mich war dieses Projekt mein persönliches „Survivalprojekt“ nach meinen Schicksalsschlägen. Menschen kann man nicht mehr zum Leben erwecken, aber alte Gebäude kann man sehr wohl revitalisieren“.

 

Viele Initiativen wurden entwickelt, um das Schloß zu etablieren. Eine davon legt ein besonders deutliches Zeugnis von Unternehmungslust und Pioniergeist der Unternehmerin des Monats ab. Unter dem Motto: „Am Sonntag kocht die Hausfrau nicht, man isst im Schloss das Schloßgericht“, kochte Dr. Elisabeth Sickl, damals nur mit einem Stahltopf, Backrohr und Gasherd ausgerüstet, einen geschmackvollen Burgundereintopf und servierte ihn mit handgemachten Vollkornweckerln und Salat dem zahlreich herbeiströmenden Publikum um 69,- Schilling.

Zu den neuesten Angeboten von Schloß Albeck gehört der stimmungsvolle Weihnachts- und Ostermarkt mit Standln vor dem Schloß, in denen regionale Vermarkter ihre Produkte anbieten. Musikdarbietungen und ein besonderes Kinderprogramm sorgen für Abwechslung.

 

Kultur erleben

Natur und Kultur im Einklang

Ihre Vision von „Natur und Kultur im Einklangwar es, im landschaftlich wunderschönen, aber kulturell und wirtschaftlich sehr exponierten Gurktal ein Haus der Begegnung für KünstlerInnen und Kunstinteressierte zu schaffen, das nach dem Motto „Kultur & Kulinarik“ durch eine qualitätsvolle Gastronomie ergänzt wird.

Mit viel Liebe und Authentizität setzt sich Dr. Elisabeth Sickl für die Region und für die Künstlerszene ein. Die familiäre Atmosphäre des Veranstaltungsraumes mit seiner exquisiten Akustik zieht nicht nur junge Künstler, die hier eine effiziente Plattform finden, sondern auch arrivierte Persönlichkeiten an, für die der intime Rahmen eine Besonderheit darstellt. „Mein Bemühen, jungen professionellen Künstlern eine Möglichkeit zu bieten, Aufführungserfahrung zu sammeln, stellt eine sinnvolle Nachwuchsförderung dar und wird sehr gerne angenommen. Gäbe es sonst jeden Sonntag zwei Konzerte?“ 

Der sich nahtlos ins Ensemble einfügende, außen original belassene Stadel birgt ein überraschend geräumiges Theater mit rot gepolsterten Sesseln. Seit sieben Jahren wird hier engagiertes Sommertheater gespielt, welches sich vom Amateur- zum Profitheater gesteigert hat. 2015 gab es sogar eine vielbeachtete Musiktheaterproduktion („Im weißen Rößl“), die  regelmäßig mit standing ovations gefeiert wurde. 

Im Frühling und Herbst treten unter dem Titel „Kabarett und Chanson“ namhafte Künstler wie Elfriede Ott, Otto Schenk, Erwin Steinhauer, Joesi Prokopetz, Ulrike Beimpold, Marianne Mendt, Heinz Marecek, Julia Stemberger u. v. a. auf. Diese schätzen das familiäre kulturvolle Ambiente und die herzliche Gastfreundschaft von Dr. Elisabeth Sickl. „Ich bin in ganz Österreich ständig auf Tournee, aber so ein Publikum wie in Albeck habe ich noch nirgends angetroffen“, schildert Erwin Steinhauer 2014 das spezielle Publikum von Albeck. 

„Das von mir geschaffene Netzwerk steht allen Künstlern zur Verfügung die hier eine Plattform und eine Möglichkeit sich zu präsentieren suchen“, sagt Dr. Elisabeth Sickl. 

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Am Foto v.l.n.r: Sebastian Adami Bezirksstellenleiter Feldkirchen, FiW Landesvorsitzende und Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten Sylvia Gstättner gratulieren. Dr. Elisabeth Sickl (mit Enkeln), gemeinsam mit FiW-Bezirksvorsitzende Renate Huber und FiW-Geschäftsführerin Claudia Prodinger, zur Auszeichnung


Ideen für die Zukunft 

„Ich möchte die Theatersaison verlängern, das wäre sinnvoll, weil im Herbst wenig an Veranstaltungen angeboten wird. Theater ist ein Genre, das hier die Leute das ganze Jahr über verzaubern soll. Für die Zukunft warte ich gespannt, welche Herausforderungen sich ergeben“, sieht Dr. Elisabeth Sickl optimistisch weiteren Entwicklungen entgegen.

 

Kontakt: 

Schloß Albeck
Café - Restaurant, Geschenksboutique, Konzerte, Theater, Kabarett, Ausstellungen
9571 Sirnitz
Tel.: 04279 / 303
Fax: 04279 / 3034
E-Mail: info@schloss-albeck.at
 
Internet: www.schloss-albeck.at

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag und Feiertag, 10-21 Uhr
Betriebsferien: 2. Jänner bis 11. März 2016


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