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Unternehmerin des Monats Dezember- Irene Brenner aus Eberstein

Frau in der Wirtschaft Kärnten stellt die Unternehmerin des Monats Dezember 2011 vor

Wenn draußen der kalte Nebel übers Land zieht und die ersten Schneeflocken vor dem Fenster tanzen, sorgen in vielen Häusern Kaminöfen für behagliche Wärme. Damit das Holz ganz ohne Bedenken vor sich hin knistern kann, sorgt Irene Brenner aus Eberstein. Sie ist eine der wenigen Rauchfangkehrer-Meisterinnen in Kärnten. Im April 2004 übernahm sie das Unternehmen von ihrem Vater Karl Brenner.


Die Arbeit bei den Kunden ist für mich das Schönste.
Irene Brenner


Nach der Matura die Rauchfangkehrerlehre

Das Rauchfangkehren hat in der Familie Brenner lange Tradition, schon der Urgroßvater und Großvater übten das Handwerk aus. "Unser Unternehmen gab es bereits vor 1900“, erzählt Irene Brenner. Doch das auch sie den Betrieb übernimmt, damit hat ihr Vater vor seiner Pensionierung nicht gerechnet. Brenner erklärt, warum: "Als Kind wollte ich immer Rauchfangkehrerin werden, aber in der Pubertät bin ich von diesem Gedanken abgekommen und habe die Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik in Klagenfurt besucht und mit Matura abgeschlossen.“ Damals war es aber schwierig eine Stelle zu bekommen und spontan hat sich Brenner entschlossen, noch eine zweijährige Lehre als Rauchfangkehrerin in St. Salvator dran zu hängen. "Danach habe ich ein Jahr bei meinem Vater mitgearbeitet und die Meisterprüfung gemacht“, erzählt Brenner.

Eigentlich wollte ihr Vater schon in Pension gehen, aber er hat noch gewartet, bis er seiner Tochter den Betrieb übergeben kann. Zu sagen braucht Karl Brenner nichts, seine Augen blitzen voller Stolz beim Fototermin mit der Presse und gerne zog er dafür seine Arbeitsmontur an. Auch seine Tochter ist begeistert vom Beruf. "Die Arbeit bei den Kunden ist für mich das Schönste“, strahlt die 32-jährige Unternehmerin. "Am Land haben wir noch eine andere Bindung zu unseren Kunden. Hier kennen mich die Leute von klein auf und das Menschliche steht im Mittelpunkt.“ Gemeinsam mit ihrem Cousin Thomas Brenner, er arbeitet als Geselle im Betrieb, bildet sie ein eingespieltes Zweier-Team.


Das Wichtigste ist der Umgang mit den Menschen. Alles andere kann man erlernen.
Irene Brenner


Tagwache um 4.30 Uhr

Als Rauchfangkehrerin ist Brenner um sechs Uhr längst aus dem Haus. Die Tagestouren sind fix eingeteilt und für den Fall der Fälle, einem Kaminbrand zum Beispiel, ist Brenner so gut wie immer am Handy erreichbar. Jeder Tag ist anders, das gefällt der Unternehmerin. Die Palette ihrer Dienstleistungen ist breit gefächert und reicht angefangen vom klassischen Rauchfang kehren über Kesselreinigungen bis hin zu Rauchgasmessungen oder Energieberatungen. Außerdem hat Brenner eine Zusatzausbildung als Brandschutzsachverständige und führt Feuerstättensichtprüfungen durch.

Im Winter ist die Hochsaison, da wird vom Dachboden oder Keller aus gekehrt. "Es darf einem nichts ausmachen, jeden Tag dreckig zu werden“, lacht Brenner, "aber das Wichtigste ist der Umgang mit den Menschen. Alles andere kann man erlernen. Als Rauchfangkehrerin ist man am Land Ansprechpartner für vieles.“ Sogar Schwindelfreiheit ist kein Muss-Kriterium, wie Brenner verrät: "Am Anfang war ich auch nicht ganz schwindelfrei, aber das kommt mit der Zeit.“ Heute macht ihr das Klettern auf Dächern oder zwischen Balken nichts mehr aus. Körperlich anstrengend sei die Arbeit schon, aber es mache auch Spaß. Der Beruf hat sich massiv gewandelt und Brenner ist überzeugt, in Zukunft wird es das klassische Handwerk nicht mehr geben. "Es entwickelt sich ganz stark in Richtung Beratung“, sagt Brenner. Weiterbildung sei immens wichtig und sie müsse immer am neuesten Stand sein.


Die Menschen freuen sich, wenn wir kommen.
Irene Brenner


Ein Beruf, der Freude macht und Glück bringt

"Wir bemühen uns immer den Kundenwünschen gerecht zu werden, aber es gibt auch Gesetze, um die wir nicht herumkommen“, sagt Brenner. Ihre Kunden sind mit ihrer Arbeit sehr zufrieden und bleiben treu. Brenner hat fast keine wechselnden Kunden, sondern langjährige Stammkunden. "Die Menschen freuen sich, wenn wir kommen“, verrät Brenner. Der Rauchfangkehrer gilt als Glückssymbol, weil er früher die Menschen oft vor Brand oder verstopften Schornsteinen bewahrte. Und noch heute gilt: Wer den Knopf eines Rauchfangkehrers berührt, hat das ganze Jahr über Glück.

 

 

Kontakt:
Irene Brenner
Saualpenstraße 22
Eberstein
T 0664/402 71 58
E irene.brenner@inode.at 

 

Allgemeine Informationen zur "Unternehmerin des Monats"