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Unternehmerin des Monats Juli 2012 - Elisabeth Rothmüller-Jannach aus Klagenfurt

Frau in der Wirtschaft Kärnten stellt die Unternehmerin des Monats Juli 2012 vor

 


Verknallt in den Fahrlehrer –viele junge Mädchen kennen das und Elisabeth Rothmüller-Jannach erging es ähnlich.

Mit 13 Jahren verliebte sie sich in einen Burschen und um ihn zu sehen, half sie freiwillig in der Fahrschule ihres Vaters mit. "Nach einer Weile hat mir die Arbeit richtig Spaß gemacht und ich habe viel gelernt“, erinnert sich Rothmüller-Jannach.
Zwar wurde nichts aus der jungen Liebe, aber ihr blieb lebenslang die Leidenschaft für den Fahrunterricht und das Motorradfahren.

Mit 16 machte sie den Traktor- und AJ-Führerschein, mit 17 unterrichtete sie die ersten Kurse und mit 19 wurde Rothmüller-Jannach Kärntens erste Fahrlehrerin am Motorrad.
 

Frau Ing. Mag. Elisabeth Rothmüller-Jannach mit Mag. Tanja Telesklav

"Das war damals bahnbrechend und ich war sehr stolz darauf, etwas zu haben, was andere noch nicht haben“, erzählt die Unternehmerin.
Ihr Vater ließ sie einfach machen.

Rothmüller-Jannach studierte an der Alpen-Adria-Universität Geschichte sowie ältere deutsche Sprache und hat nebenbei im Familienbetrieb gearbeitet. "Im Winter habe ich mehr studiert und weniger gearbeitet, im Sommer habe ich mehr gearbeitet und weniger studiert“, verrät Rothmüller-Jannach.

Wer in Österreich aber eine Fahrschule betreiben will, braucht einen HTL-Abschluss oder ein Jus-Studium und fünf Jahre Praxis als Fahrlehrer. Also, hat Rothmüller-Jannach nach dem Studium noch schnell in 13 Monaten die HTL für Maschinenbau nachgeholt. "Wir bemühen uns mit Freundlichkeit und Zuvorkommenheit zu punkten.“

 

 


  

 Fahrstunden mit der Harley

1995 übernahm Rothmüller-Jannach die Fahrschule Alpenland von ihrem Vater – mit Schulden, veralteter Infrastruktur und durchschnittlich sechs Schüler pro Kurs.
Innerhalb kurzer Zeit schaffte sie mit viel harter Arbeit eine Trendwende und verdreifachte das Schülervolumen. "Alle Fahrschulen bieten das Gleiche. Wir versuchen mit Freundlichkeit und Zuvorkommenheit zu punkten“, sagt Rothmüller-Jannach. Für ihre Kunden ist sie sieben Tage die Woche da und wenn wer eine Fahrstunde am Wochenende braucht, auch kein Problem.

Die Fahrschule Alpenland ist ein Dienstleistungsbetrieb. "Wir bemühen uns die Wünsch der Kunden zu erfüllen“, sagt Rothmüller-Jannach. Bei ihr kommt man mit einem Lächeln zum Führerschein – egal, ob Klasse A, B, EzB oder Moped.
 


 

Besonders beliebt sind die Zwei-Wochenkurse und die Wochenendkurse. Der Fuhrpark umfasst sieben Autos, elf Motorräder (darunter eine Harley Davidson) und acht Mopeds. Rothmüller-Jannach fährt selbst am liebsten die 990 KTM Adventure. "Viele Frauen möchten nicht mehr nur Beifahrerin sein und machen selbst den Motorradführerschein.
Sie schätzen es, von einer Frau unterrichtet zu werden, weil wir oft mehr Geduld haben“, sagt Rothmüller-Jannach. Wer den Motorradführerschein machen möchte, braucht nicht eine komplette Ausstattung zu kaufen.
"Wir können 20 Motorradfahrer komplett mit Outfits ausstaffieren“, sagt Rothmüller-Jannach, "nur die Schuhe muss jeder selbst mitbringen.“ Auch ab 60 braucht man keine Scheu vor dem Führerschein zu haben. "Einige Damen entscheiden sich erst spät für den Führerschein. Für die Theorie am PC bekommen sie eine eigene Tastatur und wir erklären ihnen alles in Ruhe“, ergänzt Rothmüller-Jannach. 
"Ich liebe es mit den Jugendlichen zu arbeiten, sie sind noch so ungezwungen.“ 

 

 

 

Guten Draht zu den Jungen

Anfangs war es eher untypisch, dass eine Frau im operativen Geschäft in der Branche tätig ist. In den vergangenen Jahren gibt es aber immer mehr Frauen. Neun von 27 Fahrschulen in Kärnten sind in Frauenhand. In Klagenfurt war die Fahrschule Alpenland, gemessen an den Schülerzahlen, lange eine der Größten. Neun Mitarbeiter beschäftigt Rothmüller-Jannach voll, die Hälfte davon ist weiblich. "Ich habe den Zenit mit meiner Firma bereits erreicht. In den nächsten Jahren will ich wieder zurück und kleiner werden, mit mehr Qualität für den Kunden“, verrät Rothmüller-Jannach. Die ersten Schritte hat sie dafür bereits gesetzt. Die Fahrschule ist in der 8.Mai-Straße in neue Räumlichkeiten ins Erdgeschoss gesiedelt. Auf 220 Quadratmeter werden hier die Fahrschüler unterrichtet und betreut. Zusätzlich gibt es im zweiten Stock 85 Quadratmeter nur für die Motorradfahrer. In der Pause können die Fahrschüler Billard spielen oder im Lounge-Bereich sowie im Freien entspannen. Zu den jungen Leuten hat Rothmüller-Jannach einen guten Draht und nimmt auch so manche freche Aussage mit einer großen Portion Humor. "Ich liebe es mit den Jugendlichen zu arbeiten, sie sind noch so ungezwungen“, lacht Rothmüller-Jannach. 
 

Risikokompetenz steigern

"Wie man im Straßenverkehr agiert, hat viel mit dem eigenen Verständnis für andere zu tun“, weiß Rothmüller-Jannach. Familie, Freunde, soziales Umfeld – das alles prägt und leider ist "aufpassen“ für viele uncool geworden. "Zum Umdenken bewegen und sie für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren funktioniert nicht über Videos oder CDs“, sagt Rothmüller-Jannach. Ein Bewusstsein für die Gefahren entwickeln Jugendliche nur über persönliche Erfahrungen mit anderen Menschen. Daher holte Rothmüller-Jannach einen jungen Unfalllenker in ihre Fahrschule, der anderen über seine tragischen Erfahrungen berichtete. "Darüber wurde noch tagelang gesprochen und die Jugendlichen waren sehr betroffen“, sagt Rothmüller-Jannach.
In anderen Bundesländern werden ähnliche Projekte bereits erfolgreich umgesetzt, nur in Kärnten scheiterte es an der finanziellen Unterstützung der Landesregierung
"Es wird viel machbar, wenn man beharrlich sein Ziel verfolgt.“
 

 

Engagiert für die Branche

Seit April 2010 ist Rothmüller-Jannach Obfrau der Sparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Kärnten und seit Juni 2010 Stellvertreterin des Bundesobmannes.

Derzeit ist sie in der Branche die einzige Spartenobfrau und hat gelernt: "Es wird viel machbar, wenn man beharrlich sein Ziel verfolgt.“ Der ständige Kampf zwischen Politik und Wirtschaft ist für sie eine Herausforderung, die sie gerne annimmt. Bevor sie Spartenobfrau wurde, sammelte sie bereits Erfahrungen als Delegierte zum Wirtschaftsparlament in Kärnten und Wien. "Ich möchte für die Betriebe Verbesserungen erreichen.
Im Bereich Transport und Verkehr läuft das auf Bundes- und EU-Ebene“, erklärt Rothmüller-Jannach. Vor allem als Stellvertreterin des Bundesobmannes hat sie mehr Möglichkeiten etwas zu bewegen.
Im Sommer wird Rothmüller-Jannach als Expertin in Alpbach über Jugend und Mobilität sprechen. Dazu macht sie gerade eine eigene Feldstudie in ihrem Betrieb.
 
"Ich habe mich für die Karriere entschieden und bin sehr ehrgeizig.“

 

 

100 Prozent für die Karriere

Große Achtung und Wertschätzung für Frauen, die den Spagat zwischen Beruf und Kindern schaffen, hat Rothmüller-Jannach. Sie selbst, hat sich für die Karriere entschieden. "Denn beides geht nicht zu 100 Prozent“, ist ihre persönliche Meinung. Wenn Rothmüller-Jannach etwas tut, dann zu 100 Prozent. "Ich bin sehr ehrgeizig, gierig nach Erfolg und lebe für meinen Beruf“, sagt Rothmüller-Jannach. Ihre Begeisterung für den Fahrunterricht und das Motorradfahren sprang auch auf ihren Mann, Wolfgang Jannach, über. Er arbeitet im Betrieb mit. Kennengelernt haben sich die beiden aber nicht bei einer Fahrstunde, sondern in der Eishalle. Rothmüller-Jannach ist KAC-Fan, ihr Mann hält zu VSV.


Wordrap

Erfolg bedeutet für mich... harte Arbeit und verzichten auf Freizeit, die dann belohnt wird durch Anerkennung.

Eine Leistung, auf die ich stolz bin … dass ich mehrere Jahre beim ÖAMTC Motorradinstruktorin war.

Eine meiner Stärken ist … Beharrlichkeit.

Zum Job-Ausgleich ... bin ich mit meinem Hund Anina in den Morgenstunden mindestens drei Stunden im Wald unterwegs.

Die größte Herausforderung in meiner Selbstständigkeit war … nach der Übernahme der Firma von meinem Papa sie zu dem zu machen, was sie heute ist.

Netzwerke finde ich … bei meiner Tätigkeit in der Arbeit und in der Wirtschaftskammer. 

Mein Motto lautet … aspera ad astra (gemeint ist damit die Härte zu sich selbst und Dir notfalls das Letzte abzuverlangen, um Dein Ziel zu erreichen). 
 

 

Kontakt:
Fahrschule Alpenland -
Schneller am Ziel mit Ing. Mag. Elisabeth Rothmüller-Jannach
8. Maistraße 47
9020 Klagenfurt
Telefon: 0463/56393
www.alpenland.co.at
Facebook
: www.facebook.com/alpenland
 

Allgemeine Informationen zur

"Unternehmerin des Monats"