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Unternehmerin des Monats März 2012 - Renate Schein aus St. Stefan im Lavanttal

Frau in der Wirtschaft Kärnten stellt die Unternehmerin des Monats März 2012 vor

 "Ich kann nur meinen Job gut“ sagt Schneiderin Renate Schein aus Wolfsberg und entführt die Gäste in ihr großzügiges Reich der Mode und schönen Dinge.

1998 hat sie ihr eigenes Atelier für Abend-, Braut- und Cocktailmode für Damen, Herren und Kinder eröffnet. Heute hat Doren fünf Mitarbeiterinnen, eine eigene Kollektion, internationale Modepreise, Kunden aus ganz Europa und eine technische Betriebsausstattung, die sonst niemand besitzt. Doren möchte eben am Puls der Zeit bleiben. "Ich bin eine Leitwölfin. Ich lebe täglich meinen Beruf, bilde mich stets weiter und fahre auf Messen nach Paris, Mailand oder Deutschland. Ich probiere und versuche einfach ständig Neues aus“, erzählt die erfolgreiche Unternehmerin.


Wo Doren draufsteht, ist auch Doren drin.
Renate Schein


Ganz neu in ihrem Betrieb ist eine eigens für sie in Japan gebaute Stickmaschine, mit der sie ganze Stoffbahnen veredeln kann.
"Ich brauche die Größe für die Brautkleider“, erklärt Doren und zeigt, wie zeitaufwendig die Muster für die Stickereien am Bildschirm entworfen werden. Ein eigenes Wappen auf der Krawatte, Pailletten- oder Lochstickereien am Kleid oder ein eigenes Stoffmuster, mit moderner Technik ist das bei Doren alles kein Problem. "Aber es steckt eine Menge Arbeit dahinter. Mein Mann und ich beschäftigen uns Stunden lang damit“, verrät Doren. In gewisser Weise ist die neue Maschine auch ein Spielzeug für ihren Mann. "Obwohl er selber auch selbstständig ist, unterstützt er mich in allen Bereichen. Egal, ob auf Messen oder in der Firma, wir sind ein Team“, erzählt sie.

Seit einem Einbruch vor ein paar Jahren ist auch Familienhund Rex immer dabei – sogar auf den Laufsteg darf er mit. Standesgemäß im Original Doren-Outfit. Mittlerweile hat Rex schon fünf bis sechs Outfits. Sein Frauerl lacht und sagt nur: "Wo Doren draufsteht, ist auch Doren drin."

Um mit der preisgünstigen Konkurrenz aus dem Ausland mithalten zu können, optimiert Doren ständig die Arbeitsprozesse. Moderne Maschinen helfen dabei, aber vieles wird nach wie vor in Handarbeit gefertigt. So werden zum Beispiel bei einem Hochzeitskleid die Falten alle per Hand eingebügelt oder die Spitzen per Hand ausgeschnitten und aufgenäht. Neben Brautmode entstehen in ihrem Atelier auch Brautjungfernkleider, Erstkommunionskleider, Anzüge, Ballkleider oder Kinderbekleidung.

Zweimal im Jahr präsentiert sie ihre aktuelle Kollektion in einer eigenen Modenschau.
Ein halbes Jahr wird für eine Modeschau gearbeitet, 40 Modelle werden vorbereitet. Jedes Jahr wählt Doren eine Farbe, die den Ton angibt: Aktuell ist Eisblau angesagt. Die Ideen holt sich Doren in der Natur bei Spaziergängen mit ihrem Mann und Hund Rex. Um die neuen Inspirationen schnell auf Papier zu bannen, müssen überall im Haus Bleistifte und Zettel bereitliegen. "Ich will zum nächsten Block nur maximal drei Meter gehen müssen“, sagt Doren.

Ihre Firma ist ihr Hobby und sie verbringt auch am Wochenende ihre Zeit im Atelier: "Ich nähe mir meine Kleidung selbst, meist am Sonntag. Nur Jeans und Pullover werden nicht selbst gemacht.“"Kunden kommen zu mir, um dann zu erscheinen.“

 

Sie liebt Stoffe und alles, was daraus entstehen kann, wie man Personen vorteilhaft verändern kann und sie einen selbstsicheren Auftritt haben. "Kunden kommen zu mir, um dann zu erscheinen“, sagt Doren und ergänzt: "Jede Frau findet bei mir ihr Kleid, Figur und Farbe spielen keine Rolle.“ Ihr großes Vorbild ist Coco Chanel. "In der Modebranche hat man es als Frau nicht leicht, aber sie war zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, schwärmt Doren. Bereits im Alter von elf Jahren hat sie zu nähen begonnen. "Meine Mutter war gelernte Weißnäherin, daher gab es bei uns immer Stoffe und eine Nähmaschine im Haus. Mit elf habe ich mir meine ersten Blusen und Kleider genäht. Die Liebe zum Beruf hat mich weitergebracht. Ich wusste immer was ich will und habe mein Ziel verfolgt, man darf es nicht aus den Augen verlieren“, erzählt Doren. Ihre Tochter und ihr Sohn waren ihre ersten Kunden. "Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie war bei mir nie ein großes Thema, weil ich Wohnung und Atelier unter einem Dach hatte. Die Kinder waren bei mir und ich konnte von Zuhause aus arbeiten“, sagt Doren.


Auszeichnungen und Preise sind zu Beginn einer Selbstständigkeit wichtig.
Renate Schein

 

1998 hat Schein in Singapur beim Designer "Award of the world“ den dritten Platz gewonnen. Alles vom Kopfschmuck bis zu den Schuhen war außergewöhnlich und stand unter dem Motto "Future Girl“. Präsentiert wurde das Modell vor Ort von der Kärntnerin Brigitte Truppe. Weiters hat Schein einige inländische Haute Couture Preise gewonnen. "Diese Auszeichnungen sind zu Beginn einer Selbstständigkeit wichtig. Jetzt ist eine gut gelungene Kollektion, die den Kunden gefällt, der schönste Preis“, sagt Doren. 

Sie möchte, dass ihre Kunden nach Kärnten kommen. Dazu hat sie das Tageskonzept entwickelt. "Die Kunden schicken zum Beispiel eine Anfrage per E-Mail. Ich sende ihnen Entwurf, Stoffproben und alles Nötige zurück und wir fertigen einen Rohling. Dann kommt der Kunde für einen Tag zu uns“, erklärt Doren. Bei mehreren Anproben wird das Kleid direkt am Körper fertig geformt und danach endgefertigt. Neukunden finden Doren übers Internet. "Man muss mit der Zeit gehen und mit dem Preis mithalten können“, sagt die Unternehmerin. Ein Brautkleid gibt es bei ihr maßgefertigt bereits ab 800 Euro, Abendkleider ab 250 Euro.


Junge Frauen heiraten heute später.
Renate Schein


Die moderne Braut ist heute im Durchschnitt 32 Jahre alt und hat einen Job.
"Die Hochzeiten sind weniger pompös, die Brautpaare überlegen sich genau, was sie haben wollen und gönnen sich bestimmte Highlights“, weiß Doren. Die Hochzeit wird zum Event des Jahres und oft vom Wedding Planer geplant. "Neben den klassischen Brautkleidern ist auch ein weißes Dirndl-Brautkleid sehr beliebt“, sagt Doren. Obwohl sie für die Zukunft noch viele Visionen hat, wie zum Beispiel technische Stoffe, will sie sich in erster Linie den schönen Dingen des Lebens verschreiben und beim Design bleiben. 


Wordrap

Erfolg bedeutet für mich ... der Lohn von Ausdauer, Konsequenz und Zielstrebigkeit.

Eine Leistung, auf die ich besonders stolz bin, ist ... Familienleben und Geschäft im Einklang zu haben.

Meine Stärken sind … ein gutes Vorstellungsvermögen, Ausdauer und Kreativität.

Zum Job-Ausgleich ... mache ich jeden Abend einen Spaziergang mit meinem Mann und unserem Hund Rex.

Die größte Herausforderung in meiner Selbstständigkeit ist … der Aufbau meiner neuen Stickerei, um damit meine Stoffe selbst zu veredeln, sowie die Produktion der eigenen Spitzen; das Färben der Stoffe in den eigenen Farben und damit trotzdem den Trend zu treffen; ständig das Suchen von neuen Materialien und Maschinen, um besser und effizienter arbeiten zu können. Und das Wichtigste: guten neuen Nachwuchs (Lehrlinge) zu finden.

Netzwerke … ich mache Projektarbeiten mit Jugendlichen.

Mein Motto lautet … Stillstand ist Rückschritt, deswegen in Bewegung bleiben. 

 

Weitere Fotos finden Sie hier in der Bildergalerie!

 

Kontakt:
Doren Design, Abend-, Braut- und Cocktailmode
Renate Schein
Klagenfurter Straße 70
9431 St. Stefan im Lavanttal
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 8 bis 12.30 Uhr, 13.30 bis 18 Uhr, Samstag nach Terminvereinbarung

www.doren-design.at 
 

 

Allgemeine Informationen zur "Unternehmerin des Monats"