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Unternehmerin des Monats Mai 2011 - Brigitta Theuermann aus Obermillstatt

Biohotel Alpenrose in Obermillstatt

 Strenge mit Liebe gepaart


 

Das Biohotel Alpenrose ist ihr Leben:

Brigitta Theuermann ist Unternehmerin mit viel Einfühlungsvermögen und Stärke.

Gäste sollen sich bei ihr für den Alltag stärken– selbst wenn es nur für einen Tag ist wie beim Ausruhkuscheltag für Einheimische.

Den Berg runter, den Berg rauf: Brigitta Theuermann aus Obermillstatt ging bei jedem Wetter zu Fuß zur Schule, jeden Tag. "Wir waren sehr arm und meine Mutter musste alles selbst erzeugen.

Bio war für uns ganz selbstverständlich, ich kenne nichts anderes.
Daher haben wir mit Bio sehr früh Erfahrungen gesammelt“, erzählt Brigitta Theuermann.
Weil nichts anderes da war, bauten ihre Eltern, Alois und Mathilde Obweger, mit Holz aus dem Wald 1964 die Hotelpension Alpenrose.

Der Grundstein für das erste Biohotel Österreichs wurde gelegt. "Meine Mutter machte die Ausbildung zum Biotrainer und hat das Wissen in ihr gesamtes Leben integriert. Sie lebt dies bis zum heutigen Tag, aber nicht nur wegen des Geschäftes, sondern aus der Tiefe des Herzens und der Dankbarkeit“, erzählt die stolze Tochter.

Nach der Hotelfachschule in Bad Hofgastein und der Matura in Ischgl sammelte Theuermann Erfahrungen in guten österreichischen Hotels.

1983 stieg sie in den elterlichen Betrieb ein. Ein Jahr später wurde um 16 Millionen Schilling umgebaut: Aus der Hotelpension entstand ein richtiges Biohotel mit Bäderlandschaft, Terrasse & Co. "In den Anfangsjahren wurden wir immer belächelt und mit Spitznamen wie Salatadler oder Körnlfresser betitelt“, schmunzelt Theuermann.

"Manchmal hatte ich das Gefühl, dass wir den Einheimischen sogar ein wenig unheimlich waren. Aber das ist bei Pionieren immer so!“

 

 

Zeit mit Qualität


Das Konzept der Familie ging auf:
Nach weiteren Umbauarbeiten ist das Biohotel Alpenrose zu einem Kraftort für Erholungssuchende geworden.

Es verfügt über 50 Betten, liegt auf 900 Meter Seehöhe in Obermillstatt und gibt 15 Menschen in der Region Arbeit.
Statt der klassischen Bar gibt es im Biohotel Alpenrose in der letzten Etage eine Lichtquelle mit Flügel. Hier spielten bereits einige bekannte Musiker.
Der energievolle Raum wird aber auch für Seminare und Veranstaltungen genutzt.

Zum Empfang serviert die Hausherrin statt Sekt-Orange lieber selbst gemachten Gewürzprosecco und zum Frühstück gibt es Eierspeise mit frisch gepflückten Kräutern und Blumen aus dem Kräutergarten, dem Lieblingsort von Theuermann.
"Ich bin ein Kind der Berge und gehe zum Jobausgleich gerne in die Stille – in meinen Kräutergarten, auf Pilgerwegen oder auch einmal in die Kirche“, verrät sie.

Ihr Partner hat Verständnis für ihr berufliches Engagement. "Wir genießen die wenige Zeit in der Qualität, oft bringt viel Zeit auch nichts Besseres.
Und die Arbeit ist einfach etwas Schönes“, sagt Theuermann.
"Innen drin muss es passen, das ist genug für ein zufriedenes Leben.“

 

 

Bio allein ist zu wenig


Bio alleine ist Theuermann zu wenig, sie will weiter gehen: "Wir bieten Urlaub für Körper, Geist und Seele.
Wobei das Seelische immer mehr an Wert gewinnt. Burn-Out-Probleme kann man nicht mit einem guten Essen weg machen, da braucht es schon mehr.

Daher steht bei uns der liebevolle Umgang mit den Menschen an erster Stelle“, so Theuermann.

Bei ihr können selbst Einheimische kurz zwischendurch auftanken. Die Idee dazu kam Theuermann bei einer eigenen Auszeit. "Ich war erschöpft und wollte einfach einmal richtig ausschlafen. Ich checkte in einem Hotel ein und wurde um zehn Uhr Vormittag wieder aus meinem Zimmer geworfen. Da kam mir die Idee mit den Ausruhkuscheltagen.

Bei uns im Hotel sollte es anders sein. Hier können Einheimische in der Früh kommen und ein gutes Frühstück genießen. Sie bekommen ein Zimmer, einen Saunakorb, eine Wellnessanwendung, Kaffee und Kuchen, können schlafen oder spazieren und den Abend mit einem leckeren Essen ausklingen lassen. Das Ganze sollte für jeden leistbar sein und kostet daher nur 99 Euro.
Wer über Nacht bleiben will, zahlt 20 Euro drauf“, erklärt Theuermann. Vor allem für Frauen eine attraktive Möglichkeit um ein paar Stunden Auszeit zu nehmen.
 

"Das Hotel ist mein Leben. Ich möchte allen Menschen, die hier aus- und eingehen, Kraft geben.“

 

 

Schicksalsschläge machen stark


Theuermann ist vom ganzen Herzen Hotelierin: "Ich möchte allen Menschen, die hier aus- und eingehen, Kraft geben.

Auch meine Mitarbeiter sind mir sehr wichtig. Ohne sie hätten wir mit der Alpenrose keine Chance.“ Das zeigte sich auch in schweren Zeiten. 2005 lag ihr Vater plötzlich tot im Heizungsraum. Trotz Schock und Trauer entschied Theuermann spontan die Alpenrose weiterzuführen. Das blieb aber nicht die einzige Herausforderung. Es folgte ein weiterer großer Umbau und erst vor wenigen Monaten ein schwerer Schiunfall, der die Unternehmerin einige Wochen ans Bett fesselte. Zur gleichen Zeit verließ die Rezeptionistin das Unternehmen.

"Zuerst wollte ich die Betriebshilfe der Wirtschaftskammer gar nicht annehmen, aber dann hat sich etwas Positives ergeben. Durch die Betriebshilfe bekam ich Unterstützung, meine neue Rezeptionistin Marlene, die mir den Rücken deckt und die ich als Mitarbeiterin nicht mehr hergeben möchte“, strahlt Theuermann. So schwierig manche Situationen seien, wichtig sei, dass man dabei bleibe.

Daher führt sie den Familienbetrieb mit viel Herz sowie Engagement weiter und hofft, dass bald ihr Neffe Benjamin und ihre Nichte Christina in den Familienbetrieb einsteigen.

Theuermann: "Wir müssen das Image des Tourismus verbessern, damit die jungen Leute wieder mit mehr Freude im Tourismus arbeiten und stolz auf unsere Branche sind.“

 

Bildergalerie

 

Kontakt:

Biohotel Alpenrose **** 
Obermillstatt 84
9872 Millstatt
T 04766 2500

www.biohotel-alpenrose.at


 

Allgemeine Informationen zur "Unternehmerin des Monats"