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Unternehmerin des Monats Mai 2013 - Sabine Arztmann aus Köttmannsdorf

Frau in der Wirtschaft Kärnten stellt die Unternehmerin des Monats und die Firma vor

 Sabine Arztmann 

Mitten im idyllischen Ort Köttmannsdorf ist der Produktionsbetrieb Nimaro angesiedelt.
Der Familienbetrieb gilt als Pionier im kunststoffverarbeitenden Bereich.
Seit den 1950er Jahren werden Ordner, Schnellhefter und vieles mehr aus umweltfreundlichen Folien oder Karton gefertigt. Das Besondere am Unternehmen: Hier haben schon seit Generationen Frauen das Zepter in der Hand. 1976 übernahm Margarete Arztmann, heutige Seniorchefin, das elterliche Unternehmen inklusive Produktion. Der Einstieg in das Unternehmen fiel Margarete Arztmann nicht schwer. "Meinem Vater war es herzlich egal, ob ich ein Mädchen oder Bub war. Er hat in mir immer seinen Nachfolger gesehen und mich frühzeitig in alle Belange miteinbezogen“, erinnert sich die zweifache Mutter und vierfache Großmutter.
Ihren Töchtern hingegen ließ sie es vollkommen offen, in das Unternehmen einzusteigen oder nicht. "Ich habe mein erstes Taschengeld im Familienbetrieb verdient und wollte dennoch mit Leib und Seele Sportjournalistin werden“, erzählt Tochter Sabine Arztmann, Geschäftsführerin von Nimaro. Im Leben kommt es oft anders, als man denkt. Nach einigen Nebenjobs und dem Studium in Graz kam Sabine Arztmann zurück nach Kärnten und sprang 1993 für eine schwangere Buchhalterin ein. "Das hat super funktioniert. Aus dem ersten Probejahr sind zwei geworden, dann fünf, zehn und mittlerweile habe ich die Geschäftsführung übernommen“, erzählt Arztmann. Auch ihr Mann, Rene Arztmann, ist als Produktionsleiter ins Unternehmen eingestiegen und Schwester Sonja Dürrschmid arbeitet in der Kundenbetreuung mit. "Ich bin gerne angestellt und froh, dass Sabine die Verantwortung für den Betrieb übernimmt“, sagt Sonja Dürrschmid. Die Aufgabenverteilung innerhalb der Familie ist klar.

Ein "Da Chef bin i“-T-Shirt bekam Sabine Arztmann als Gag von ihrer Belegschaft zum Geburtstag geschenkt. "Aber es gibt zwei Chefs – meinen Mann und ich. Wir haben komplett getrennte Aufgabengebiete und sind ein tolles Team. Ohne ihn würde es nicht funktionieren, genauso wie es ohne mich nicht gehen würde“, sagt Arztmann.

Mann und Frau sind gleich viel wert. Es ist wichtig, was man leistet - nach dem sollte man bewertet werden.

 

Familie wird im Betrieb gelebt

Nimaro ist also durch und durch ein Familienbetrieb und wurde 1998 als familien- sowie frauenfreundlichster Betrieb Kärntens ausgezeichnet.

Heuer im  Mai folgte die nächste Ehrung: Arztmann wurde von "Frau in der Wirtschaft“ als "Unternehmerin des Monats“ ausgezeichnet. Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, ließ es sich nicht nehmen und überreichte Arztmann bei seinem Kärnten-Besuch die Urkunde persönlich.
 

 v.l.n.r.: Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich mit Unternehmerin des Monats Sabine Artzmann, Christiane Holzinger, FiW-Bezirksvorsitzende Klagenfurt und
Franz Pacher, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten.


Bei Nimaro sind von 20 Mitarbeitern nur drei männlich. "Ich bin von meinen Eltern so erzogen worden, dass Mann und Frau gleich viel wert sind. Es ist wichtig, was man leistet, nach dem sollte man bewertet werden“, ist Arztmann überzeugt. "Als Frau braucht man noch mehr Kompetenz als jeder Mann. Man muss wissen, wovon man redet, ansonsten braucht man sich keine Achtung erwarten“ weiß Arztmann aus eigener Erfahrung. Bei Nimaro sei niemand eine Nummer, hier rede man noch miteinander und es herrsche ein angenehmes Klima. Arztmanns persönliches Erfolgsrezept: ein Mann, der sie unterstützt, ein Familienverband, der mit angreift und gute Mitarbeiter, die Arbeitseinsatz zeigen.

"Vereinbarkeit Familie und Beruf - es ist alles nur eine Frage der Organisation, Einstellung und Einteilung.“


Es zählt die Qualität der Zeit

Mit zwei Kindern (zwölf und zehn Jahre) muss sich Arztmann ihren Tag gut einteilen. "Das Familienleben ist sehr von der Firma geprägt und für meine Kinder ist es ganz normal, dass Mama und Papa arbeiten sind. Es ist alles nur eine Frage der Organisation, Einstellung und Einteilung“, sagt Arztmann. Zwei Jahre in Karenz gehen? War für Arztmann unvorstellbar. Ab einem Jahr waren die Kinder tagsüber bei einer Tagesmutter, beziehungsweise später im Kindergarten. "Die Zeit ab drei oder vier Uhr nachmittags und die Wochenenden gehören ausschließlich meiner Familie. Es zählt nicht die Quantität, sondern die Qualität der Zeit, die man miteinander verbringt. Ich setze mich sehr intensiv mit meinen Kindern auseinander und bin immer für sie da“, erzählt Arztmann. "Sie werden früh selbständig und wissen, was Geld und Arbeit bedeutet. Auch ich wurde so erzogen und habe viele positive Erfahrungen damit gemacht“, verrät Arztmann. Zeit für sich selbst, nimmt sich Sabine Arztmann ab 20 Uhr. Wellness und Kerzen sind aber nicht ihres. "Entweder ich tue gar nichts oder wenn, dann etwas mit richtig viel Action“, verrät Arztmann. Daher ist sie schon einmal beim Flying-Fox, Paintball, Fußball, Eishockey oder Handball anzutreffen. Dazu sagt ihre Mutter Margarete Arztmann: "Sabine hat Steherqualitäten, einen trockenen Humor und ist spritzig in allem, was sie tut.“ Eine gemeinsame Leidenschaft der ganzen Familie ist das Karten spielen. Arztmann: "Karten spielen ist super für die Konzentration und macht Spaß.“

Bildergalerie

Kontakt:
Nimaro Arztmann GmbH
Am Platz 8-9
9071 Köttmannsdorf
T 04220/2231
www.nimaro.at
   
 

Allgemeine Informationen zur "Unternehmerin des Monats"