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Unternehmerin des Monats Oktober 2013 - Stefanie Brunner aus St. Andrä im Lavanttal

Frau in der Wirtschaft Kärnten stellt die Unternehmerin des Monats und die Firma Brunner Transporte und Erdbauarbeiten vor

Mit dem Hebel vor und zurück, einmal um 180 Grad gedreht, feinfühlig auf den Joystick gedrückt, schon senkt sich die Schaufel und holt ordentlich viel Sand aus dem Berg: Baggern ist kinderleicht. Zumindest für Stefanie Brunner aus St. Andrä im Lavanttal. Sogar mit Stöckelschuhen, wenn es sein muss. Das ist aber eher die Ausnahme. Denn als Erdbau- und Transportunternehmerin managt sie primär Kundenanfragen und die Arbeitseinsätze ihrer sechs männlichen Mitarbeiter vom Büro aus. Bereits als Vierjährige nahm ihr Vater sie mit auf die Baustelle und sie saß in der Kabine des Baggers. Obwohl es immer Spaß machte, hatte Stefanie Brunner nach der HAK-Matura ganz andere Berufspläne: zum Bundesheer oder zur Polizei gehen oder Raumfahrt studieren. Doch wie im Leben so oft, kam es anders als geplant: Brunner blieb in einer männerdominierten Branche und stieg in den Betrieb des Vaters ein. „Ich bin in den Betrieb hineingewachsen und wir hatten bereits über eine Betriebsübergabe gesprochen“, erzählt Brunner. 2010 wurde das Einzelunternehmen in eine GmbH umgewandelt, 2012 wurde sie Geschäftsführerin.

Mit der richtigen Einstellung und positiv sportlicher Energie kann man alles erreichen


Transporte und Erdbau als Profession

Ein Jahr später, nach dem Tod des Vaters, übernahm sie den Betrieb. Keine leichte Aufgabe für eine junge Frau in einer Männerdomäne. Dazu gibt es im Lavanttal auch speziell im Erdbau und Transport eine hohe Dichte an Gewerbetreibenden. Das bringt natürlich viele Mitbewerber mit sich. Umso wichtiger sei es, eine ordentliche und termingerechte Arbeit bieten zu können. Im Transportbereich bietet sie Lkw-Arbeiten mit Kipper (2-Achs-, 3-Achs- und 4-Achs-Lkw), Kranarbeiten mit 2-Achser, Tieflader- und Sondertransporte in ganz Österreich sowie Lieferung und Verfuhr von Bau-, Erd- und Schottermaterial. Zum Erdbau zählen Baggerarbeiten, Forstwegebau, Steinverbauungen, Maschinenverleih, Rodungen, Abbrucharbeiten, Kanal- und Leitungsbau, Aushubarbeiten und vieles mehr. „Angefangen vom kleinsten Zweitonner bis zum größten, dem 22-Tonnen-Bagger über Verdichtungsgeräte wie Walzen bis hin zu Radlader reicht unser Erdbaufuhrpark. Unsere Bagger sind ausgestattet mit je einem Böschungslöffel, mehreren Tieflöffeln, Hydromeisel, Schalen- und Holzgreifer“, erklärt Brunner. Für Firmen und Gemeinden führt ihr Betrieb auch Böschungsmäharbeiten und Schneeräumung durch.

„Heuer wollte ich einen weiteren Baggerfahrer einstellen, habe aber niemanden mit der entsprechenden Qualifikation gefunden.“


Furchtlos und jammerfrei als Credo

Das Unternehmen hat viele Stammkunden, es besteht bereits seit über 20 Jahren. „Die Leute wissen, wir machen unsere Arbeit gut und haben qualifizierte Mitarbeiter“, sagt Brunner selbstbewusst. Neue Mitarbeiter zu finden sei jedoch schwer. Brunner spürt bereits den Fachkräftemangel am Markt. „Heuer wollte ich einen weiteren Baggerfahrer einstellen, habe aber keinen gefunden“, bedauert sie. Es hätten zwar einige Junge Interesse an der Tätigkeit, es gibt aber keine Ausbildung fürs Baggerfahren. Gejammert wird bei Brunner trotzdem nicht. „Angst ist mittlerweile das Leitgefühl der Gesellschaft, blockiert und frisst Energie. Daher fordere ich mit vollem Tatendrang die Dinge anzupacken“, sagt die dynamische Jungunternehmerin. Sie verfolgt konsequent ihre Ziele und Visionen: Als Nächstes möchte sie Slowenisch lernen und aus derzeit drei Standorten einen machen. Und in zehn Jahren? Da sieht sie sich als Unternehmerin mit ihrem Partner an der Seite arbeitend an der Familienplanung. Sie ist überzeugt: „Mit der richtigen Einstellung und positiv sportlicher Energie kann man alles erreichen.“.“

Das Mentoring bei ‚Frau in der Wirtschaft‘ hat meine Erwartungen weit übertroffen und hat mir neue Sichtweisen auf meinen Betrieb gebracht


Und es hat Boom gemacht

Für 2013 wünschte sich Brunner einen starken Partner an ihrer Seite, beruflich und privat. Beides hat geklappt. Beim „Frau in der Wirtschaft“ - Mentoring Programm hatte sie sich als Mentee beworben und lernte Hartwig Schönhart, Geschäftsführer von Lichtenegger Interior aus St. Stefan im Lavanttal, kennen. Ein Jahr lang unterstützte der Unternehmer Brunner in beruflichen Belangen. „Der Aufwand war nicht groß, es hat mir Spaß gemacht. Ihr Mut, als junge Frau in der nicht so einfachen Branche einen Betrieb weiterzuführen, ist beeindruckend“, berichtet ihr Mentor. „Das Mentoring hat meine Erwartungen weit übertroffen und hat mir neue Sichtweisen auf meinen Betrieb gebracht“, erzählt Brunner. Und auch in der Liebe hat es Boom gemacht. Als einzige Frau nahm sie im Frühjahr an der Ausbildung zur Sprengunternehmerin und Sprengbefugten teil. Dabei lernte sie den Spittaler Klaus Schwarzenbacher kennen - und lieben. Er steht hinter der Jungunternehmerin und arbeitet bereits im Betrieb mit. Die freien Minuten oder Stunden verbringt Brunner mit ihm, den engsten Familienangehörigen und Freunden. „Wer Zeit mit mir verbringen will, muss mit mir am Wochenende mit auf die Alm“, verrät Brunner. Denn ganz nebenbei hat sie auf der Alm noch eine Forstwirtschaft (Huabn) mit Wild, Schafen und Pferd.

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 Allgemeine Informationen zur "Unternehmerin des Monats"