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Unternehmerinnen des Monats Juni 2018 – Monika und Silvia Pötscher

Frau in der Wirtschaft stellt die Unternehmerinnen Monika und Silvia Pötscher, Inhaberinnen der „Pötscher Neuzeitlicher Vergnügungspark OG“, aus St. Veit an der Glan, vor.

Unternehmerinnen des Monats Juni 2018 – Monika und Silvia Pötscher
© WKK/ElMedia

Der Vater der beiden Schwestern, Hubert Pötscher, wurde während des zweiten Weltkrieges schwer verletzt und fand anschließend in seinem Beruf, als Elektriker, keine Arbeit mehr. So führte ihn das Schicksal eines Tages zu einem Vergnügungspark und er heuerte kurzerhand als Motorradfahrer in der sogenannten Todeskugel an. Schon kurz darauf entschloss er sich, eine eigene Schießbude zu eröffnen, denn das Schausteller-Virus hatte ihn vollends infiziert. Die Marktbesucher fanden großen Gefallen an seiner Vergnügungsaktivität und so  zog er mit seinem Wagen von Ort zu Ort um die Menschen zu begeistern. Großer Fleiß, Durchhaltevermögen und liebevolle Unterstützung der Ehefrau, ließ das Unternehmen über Jahrzehnte bestehen und wachsen.

Die Übernahme durch die Töchter Silvia und Monika erfolgte schlussendlich sehr rasch: Monika machte mit 18 den Führerschein und musste praktisch von einem auf den anderen Tag erstmals die LKW der Firma lenken, weil der Vater einen Schlaganfall erlitt und schnell klar war, dass er nie mehr in einem Auto sitzen würde.

Was sich Gott sei Dank, alleine durch die starke Willenskraft des Vaters, nicht bestätigte. Vermutet wird, dass er den Schlaganfall bereits bei der Fahrt zur Ausstellung erlitten hatte und durch großes Glück überleben konnte.

So fand das heutige Unternehmen seinen Ursprung im Jahr 1947 und hat sich seitdem stets modernisiert und vergrößert.

„Was uns immer wieder fasziniert ist, dass die Leute noch Volksfeste besuchen und sich unterhalten lassen, obwohl die Preise nicht mehr die niedrigsten sind.“

Für jeden was dabei

Das Unternehmen der Pötscher Schwestern bietet Unterhaltung für Jung und Alt. Egal, ob das traditionelle Autodrom, das immer stets beliebte Ringelspiel oder das moderne Tagada für die „wilden“ Vergnügungspark Besucher, all das und noch viel mehr kommt bei den allseits beliebten und bekannten Pötscher Mädels zum Einsatz. „Wichtig ist uns auch die Aufrechterhaltung der Marktkultur, da diese zunehmend rückläufig ist. Wir feierten voriges Jahr 70 Jahre Jubiläum. Das bedeutet uns sehr viel, weil es nicht selbstverständlich ist in der heutigen Zeit mit einem Traditionsunternehmen bestehen zu können“, erzählen die Schwestern.

Herausforderungen haben die Unternehmerinnen allemal zu bewältigen. Als starke Frauen die Entscheidungsträger unter männlichen Angestellten zu sein, bedarf schon großer Durchsetzungskraft. Und eines wird schnell klar, den Ton können die Beiden nicht nur am Mikrofon beim Autodrom angeben, sondern auch hinter den Kulissen.

Als ob die Arbeit nicht schon Herausforderung genug wäre

Silvia Pötscher erhielt vor einigen Jahren die niederschmetternde Diagnose Krebs, beim Start des Villacher Kirchtages, ein Jahr nach der Geburt ihres zweiten Kindes, Tochter Lina. Nach einer aufwendigen Operation, viel Geduld, Hoffnung und Durchhaltevermögen siegte die Powerfrau aber am Ende über die Krankheit.

Man muss die Feste feiern

„Wir sind oft abhängig von den Gemeinden und den Veranstaltern in den Regionen. Kirchtage und Feste in den Gemeinden sind von großer Wichtigkeit für uns. Wir arbeiten noch dazu in einem wetterabhängigen Business und sind stark an den Tourismus in Kärnten gebunden. Die Familie ist rund um die Uhr im Einsatz, und steht mit ganzem Herzen hinter dem Unternehmen,“ erzählen Silvia und Monika.

„Pötscher Neuzeitlicher Vergnügungspark OG“ ist der größte Schaustellerbetrieb in Kärnten und erfreut seit mehreren Jahrzehnten die Menschen. Auf die Frage, warum die Schwestern diese Arbeit ausüben, erhielten wir folgende Antwort. „Es macht uns einfach unheimlich stolz Kärntnerinnen zu sein und in Kärnten unsere Arbeit ausführen zu dürfen. Wir sind gewohnt hart anzugreifen und zusammenzuhalten. Freundlichkeit, Lebenslust und gute Laune bestimmen unseren Alltag und wir lieben es einfach andere Leute zu unterhalten und lachen zu sehen.“

„Freundlich lächelnd durch die Welt, es ändert sich nichts, wenn du nicht gut drauf bist.“

Wir begleiten die Menschen

 

„Wir sehen Kinder auf unserem Vergnügungspark wie sie im Kleinkindalter mit dem Schweinchenzug fahren, begleitet von den Eltern die danebenstehen und die Kinder anfeuern. Jahre später sehen wir diese Kinder im Teenageralter, mit ihrem ersten Freund, in unserem Autodrom fahren und dann irgendwann mit ihren eigenen Kindern im Arm, wie sie fröhlich Zuckerwatte essen. Das alles gibt einem unheimlich viel.“

„Die Auszeichnung zur Unternehmerin des Monats zeigt uns, dass unsere Arbeit belohnt und nach außen aufgezeigt wird, mit wieviel Einsatz wir die Region und die Tradition in unserem Land bewahren“, erklären die Beiden stolz.

Für die Zukunft gilt es, die Bürokratie zu verringern und die erschwerten Bedingungen die sich in den letzten Jahren in unserem Business (wie in so vielen anderen auch) wieder leichter zu machen.

WORDRAP:

Eine unserer Stärken ist … AUSDAUER 

Zum Job-Ausgleich machen wir...

Stricken, Skifahren, Motorradfahren 

Was ich in Zukunft noch gerne umsetzen möchte…

Monika: dass auch der Sparte Tourismus bewusster wird, dass wir mit unseren Vergnügungsgeräten auch ein sehr wichtiger Teil und Frequenzbringer sind. Silvia: den SV Beitrag auf ein angemessenes Niveau zu senken

Erfolg bedeutet für uns…

wenn nach den Veranstaltungen die Besucher zufrieden sind und nichts passiert ist (Unfall)

Als Kind wollten wir…

nicht Schausteller werden und nicht den Betrieb der Eltern übernehmen, da diese für uns nie Zeit hatten

Unser persönliches Vorbild ist/sind… 

unsere Eltern

Ich/Wir  wurden Unternehmerin, weil… 

wir von unseren Eltern gebeten wurden

Der größte Erfolg in unserem Leben war … mitgeholfen zu haben, den Beruf der Schausteller, der vormals belächelt wurde, mittlerweile auf ein angeseheneres Niveau zu heben

Was uns immer wieder fasziniert…

dass die Leute noch Volksfeste besuchen und sich unterhalten lassen, obwohl die Preise nicht mehr die niedrigsten sind. 

Auf meinem Nachttisch liegt…

Monika: das  erste selbstgemalte Bild des Sohnes Julian; Silvia: Kinderbücher der Tochter

Krank macht uns...

negative Einstellung, unzufriedener Leute 

Mein Motto lautet…

Silvia: Arbeiten und trotzdem genießen. Monika: Freundlich lächelnd durch die Welt, es ändert sich nichts, wenn du nicht gut drauf bist. 

Rückfragen:
Pötscher OG
Grundgasse 2 
9300 St. Veit an der Glan
T 04212/714 88
E office@poetscher.info
W autodrom-poetscher.at