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Unternehmerinnen des Monats Juli 2013 - Andrea Kogler und Caja Wolf aus Liebenfels

Frau in der Wirtschaft Kärnten stellt die Unternehmerinnen des Monats und ihre Betriebe vor

 Die Wegscheide auf 1134 Meter Seehöhe war schon immer ein Treffpunkt für die Menschen. Hier treffen gleich drei Gemeinden, zwei Bezirke und zwei Täler zusammen. Ein Ort voller Kraft, Geschichten und Inspiration. Auch für Andrea Kogler und Caja Wolf. Sie sind hier aufgewachsen. Ihre Familien sind fest in der Gegend verwurzelt, genau wie die beiden Unternehmerinnen. Weil sie dort arbeiten wollen, wo sie auch leben, haben sie beschlossen ein besonderes Geschäftskonzept aufzuziehen: Ein kleines, aber feines Ausflugsgasthaus eng verbunden mit dem Bogensport und dem angrenzenden Bergwaldparcours. Authentisch, regional und als Gesamtpackage einzigartig in Österreich.

Dort wo wir leben, wollen wir auch arbeiten, und wenn es da keine Arbeit gibt, dann schaffen wir uns eine.

 

 

 

 

 

 

v.l.n.r.: WK-Vizepräsidentin Sylvia Wostal, Unternehmerinnen des Monats Andrea Kogler und Caja Wolf mit Werbeflüsterin Nicole Mayer (FiW-Bezirksvorsitzende St. Veit/Glan)

 

Alte Rezepte, neu aufgedeckt im Gasthaus "Zum Simale“
Eigentlich ist Andrea Kogler schon seit zwanzig Jahren selbstständig. Nach der Matura hat sie mit 19 Jahren den elterlichen Betrieb übernommen und führte in der vierten Generation bis 2011 das 200 Jahre alte Traditionsgasthaus "zur Wegscheide“. Die Mutter von zwei Kindern wollte immer Gastwirtin sein und kannte seit Kindesbeinen an nichts anderes als die selbstständige Tätigkeit. Deshalb war es für sie nicht leicht, nach so vielen Jahren den Familienbetrieb stillzulegen. Er war zu groß. Die Infrastruktur zu alt. Es war Zeit für etwas Neues. Etwas anderes. Auch bei Caja Wolf. Sie kennen sich von klein auf, wohnen ganz in der Nähe. "Wir beide wussten, wir wollten an diesem Platz bleiben“, erzählt Andrea Kogler.

Sie suchten nach Besonderheiten sowie Möglichkeiten und waren sich einig: Sie wollten etwas aufbauen, selbst und alleine, aber doch gemeinsam. "Wir haben uns gegenseitig befruchtet, mit Ideen und Besitz“, sagt Caja Wolf. Schritt für Schritt begannen sie, mit viel körperlichem Einsatz die alte Privatschule von Andreas Koglers Großvater in ein gemütliches Gasthaus umzubauen. Auf der Außenmauer hatte einst Caja Wolfs Großvater die Mitglieder der beiden Familien und Menschen aus der Umgebung in liebevollen Alltagsszenen gemalt. Auch die beiden Mädchen sind zu sehen. Heute blickt der Maler durch ein Selbstportrait stolz auf das Werk der beiden Frauen. "Wir haben lange nach einem passenden Namen für das Gasthaus gesucht und sind dann auf Simale gekommen“, sagt Andrea Kogler. Der Räuber Simon Kramer, in der Region besser bekannt als Krapfenbäck Simmerle oder Robin Hood der Wimitz wurde hier erschossen und fungierte als Namensgeber – und ist ebenfalls auf der Hauswand verewigt.

Das Gesicht von Alice Teufel sucht man vergeblich auf der bemalten Wand, denn sie stieß erst vor einem Jahr zum Team. Trotzdem ist ihre liebevolle Hand und ihr spritziger Küchengeist nicht mehr weg zu denken, so die beiden. Durch Teufels Kochkunst werden im "Simale“ nur hausgemachte Speisen aufgetischt. Pommes und Schnitzel sucht man vergebens auf der Speisekarte. Stattdessen gibt es beispielsweise Käspressknödelsuppe, Salate mit Ziegenkäse aus der Region, Wimitzerbierbratl oder gebackenes Blunzenradl oder eine duftende Topfentorte mit Erdbeermark zum Kaffee. Der wird in handgemachten Keramiktassen serviert, auf der Sonnenterrasse stehen frische Wiesenblumen am Tisch. Alles wird mit viel Liebe zum Detail gemacht. Wer will kann auch in der Almhütte übernachten und einen Bogenurlaub verbringen. Selbst wenn im Herbst und Winter im Tal der Nebel nicht weichen will, scheint bei den beiden die Sonne. Deshalb streben sie einen Ganzjahresbetrieb an und hoffen, die harten Wintermonate mit Firmenincentives oder Feiern mit organisiertem Transport zu füllen. "Im ersten Jahr hat uns für die Werbung das Budget und die Zeit gefehlt. Aber heuer bewerben wir unsere Angebote intensiver mit Folder, Inseraten und Kooperationen“, verrät Caja Wolf.

Das Bogenschießen ist wie ein Spiegel deines Inneren.

 

 

 

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Bogensport und Bergwaldparcours
Was ist das Faszinierende am Bogenschießen? Wie ein Pfitschipfeil antwortet Andrea Kogler: "Das Treffen.“ "Nein, im Gegenteil“, kontert Caja Wolf. "Das Bogenschießen ist wie ein Spiegel deines Inneren. Jeder Tag ist anders, weil wir jeden Tag anders sind. Es ist ein Auf und Ab – und hört nie auf spannend zu sein. Selbst nach 15 Jahren“, berichtet Caja Wolf von ihrer Leidenschaft. Sie studierte Malerei an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und baute in Oberösterreich bereits ein Bogensportzentrum mit auf. Zurück in Kärnten hat sie eine andere Art und Weise gefunden, die Malerei in ihr Leben zu integrieren: In den Wintermonaten bemalt sie die Bogen. Ganz individuell auf Kundenwunsch. "Beim Malen ist man sehr zurückgezogen. Ich brauche aber die Menschen und es macht mir Spaß mit ihnen zu arbeiten“, sagt Caja Wolf. Deshalb bietet sie traditionellen Bogensport in allen Facetten: einen Bogenparcours und einen Einschießplatz, Einführungen ins Bogenschießen in Form von Einzel- oder Gruppenunterricht, Schnupperstunden, Bogenschießen im Rahmen von Firmenfeiern, Firmenausflügen oder Geburtstagen sowie Vermietung von Bogen und Handel mit Zubehör. Und das Ganze im Gegensatz zu vielen anderen auf betrieblicher Basis. Die Leidenschaft fürs Bogenschießen hat Caja Wolf von ihrem Vater: Er ist ein international bekannter Bogenbauer und gibt seit vielen Jahren nicht weit entfernt Seminare für Bogenbau.

Kärnten braucht mehr Unternehmer und mehr Konsumenten.

 

 

"Das Engagement und nötige Durchhaltevermögen, welches für so ein Unternehmen aufgebracht werden muss, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein, soll nicht nur durch persönliche Bestätigung belohnt werden, sondern im Idealfall auch durch ein besseres Einkommen“, sagt Caja Wolf. Eine Portion Mut, die Hilfe von anderen Menschen und ihr Drang zur Selbstverwirklichung waren für sie dann die entscheidenden Argumente sich selbstständig zu machen. "Wenn mehr junge Menschen sich dafür entscheiden in Kärnten zu bleiben oder zurückzukehren, anstatt in wirtschaftlich besser platzierte Ländern abzuwandern, wäre allen geholfen. Kärnten braucht mehr Unternehmer und mehr Konsumenten“, findet Caja Wolf. Obwohl sie Einzelunternehmerin ist, ist ihr Betrieb bereits jetzt ein Frequenzbringer für die Region. Zum einen können damit Tourismusbetriebe den Gästen ein neues Freizeitangebot bieten, zum anderen organisiert sie einmal im Jahr in der Nebensaison das "Bergwaldturnier“, bei dem zwei Tage 150 Menschen in die Wegscheide kommen. Trotz der Erfolge ist nicht immer alles rosig: "Die Schwierigkeiten sich in der Region mit diesem Betrieb zu behaupten, ist die Schwierigkeit, die wohl überall eine Landkrankheit ist: Neues wird argwöhnisch betrachtet und Betriebe arbeiten mehr für sich, anstatt sich gegenseitig zu unterstützen.“ Das es auch anders geht, leben Caja Wolf und Andrea Kogler vor. Ihr schönstes gemeinsames Erlebnis? "Der Besuch einer blinden Nachhilfelehrerin mit ihren Schützlingen. Sie hat zwar nichts gesehen, aber gespürt und das hat uns ungemein motiviert.“

 

Weitere Fotos finden Sie in der Bildergalerie!


 

Kontakt:
Gasthaus Simale auf der Wegscheide, Zimmer und Almhütte, Seminare, Andrea Kogler, Telefon 04215 2209 oder 0664 8907292, E-Mail andrea@wegscheide.at

Bogensport & Bergwaldparcours, Schnupperbogenschießen, Privatunterricht, Verleih von Ausrüstung, Gruppenbogenschießen, geführte Parcoursrunden im Rahmen von Geburtstagsfeiern, Firmenausflügen und Schulwandertagen,
Bogenbemalung, Caja Wolf, Telefon 0676 5238308, caja.wolf@bogensport-bergwaldparcours.at

Webseite: www.bogensport-bergwaldparcours.at 

 

 

Allgemeine Informationen zur "Unternehmerin des Monats"