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Die Kennzeichnung von Chemikalien

Neben der REACH-Verordnung ist die CLP-Verordnung die wichtigste Rechtsvorschrift für Chemikalien auf EU-Ebene. Diese Verordnung zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung  von Stufen und Gemischen gibt es seit ca. 10 Jahren. Sie regelt, wie man Chemikalien die richtigen Gefahrenmerkmale zuordnet und daraus die für den Verwender passende Kennzeichnung ableitet. Dadurch  soll die sichere Verwendung von Chemikalien ermöglicht werden. 

Die Kennzeichnung erfolgte früher aufgrund des Chemikaliengesetzes und der Chemikalienverordnung. Verglichen mit diesen Regelungen enthält die CLP-Verordnung einige Änderungen. Die Übergangsfristen, in denen die Kennzeichnung nach den alten Vorschriften möglich war, sind mittlerweile abgelaufen.

Die Gefahrenhinweise werden in  H-Sätzen ausgedrückt, z.B. H220...Extrem entzündbares Gas. Wenn die erste der drei Ziffern eine 2 ist, so handelt es sich um eine physikalische Gefahr (Entzündlich, Explosiv etc.); ist die erste Ziffer eine 3, so ist eine Gefahr für die Gesundheit gegeben (Giftig, Lebensgefahr..). Wenn die dritte Ziffer eine 4 ist, ist der betreffende Stoff/Gemisch für die Umwelt gefährlich (Sehr giftig für Wasserorganismen). 

Die Sicherheitsratschläge finden sich  in den P-Sätzen, beispielsweise P 223...Behälter dicht verschlossen halten. Es sollten nicht mehr als sechs derartige Sicherheitshinweise aufscheinen, es sei denn, die Art und Schwere der Gefahren macht dies erforderlich. Die P-Sätze sind – ebenso wie die H-Sätze – in vollem Wortlaut entsprechend den offiziellen Formulierungen anzugeben. 

Die Gefahrensymbole wurden durch  Gefahrenpiktogramme ersetzt. Diese haben die Form eines auf der Spitze stehenden Quadrats. Das Piktogramm hat einen roten Rahmen; das Symbol (z.B. Flamme) ist schwarz auf weißem Grund darzustellen. Es muss mindestens ein Fünfzehntel der Fläche des Kennzeichnungsetiketts ausmachen, mindestens aber 1 cm2. Es ist ein Signalwort anzugeben. Dieses Signalwort lautet entweder „Gefahr“ oder „Achtung“, je nachdem, in welche Gefahrenkategorie das Produkt fällt. 

Immer anzugeben ist Name, Anschrift und Telefonnummer des Lieferanten sowie die Nennmenge. Generell muss die Kennzeichnung in deutscher Sprache auf der Verpackung deutlich lesbar und unverwischbar angebracht werden. Das Kennzeichnungsetikett muss gewisse Mindestabmessungen aufweisen, die sich aus dem Fassungsvermögen der Verpackung ergeben.

Für bestimmte Produkte wie etwa bleihaltige Lacke oder cadmiumhaltige Gemische sind zusätzliche Kennzeichnungen anzugeben. Ein österreichisches Spezifikum ist das Entsorgungspiktogramm. Dieses ist mit einer durchgestrichenen Mülltonne bezeichnet. Es muss in einer Mindestgröße von 0,5 cm2 angebracht sein.