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REACH- Frist für die Registrierung von Stoffen endet am 31.5.2018

Die Chemikalienverordnung der EU (REACH) ist 2007 in Kraft getreten. Die Verordnung sieht vor, dass jeder, der in der EU chemische Stoffe herstellt oder in die EU importiert, diese Stoffe im europäischen Chemikalienregister registrieren muss. Das betrifft Mengen ab einer Tonne pro Jahr.

Wurde eine Vorregistrierung durchgeführt, kann man bis 31.5.2018 die eigentliche Registrierung vornehmen.  Wenn bis dahin der Stoff nicht registriert ist, darf er nicht mehr hergestellt, importiert oder verwendet werden.

 REACH betrifft praktisch jedes Unternehmen. Folgende Rollen kann ein Unternehmen hier einnehmen. Hersteller, Importeur, Händler, nachgeschalteter Anwender.

 Ein Hersteller stellt Stoffe im Sinne von REACH her.

Ein Importeur importiert Stoffe, Gemische und Erzeugnisse aus Drittländern (Nicht-EU-Mitgliedsländer, außer Norwegen, Liechtenstein und Island).

Ein Händler kauft Stoffe, Gemische und Erzeugnisse aus anderen EU-Mitgliedsländern (inkl. Norwegen, Liechtenstein und Island) und verkauft sie weiter.

Ein nachgeschalteter Anwender stellt z.B. ein Gemisch her oder verwendet einen Stoff oder ein Gemisch im Rahmen seines Produktionsprozesses.

 Ein Unternehmen kann mehrere Rollen gleichzeitig einnehmen. So kann es z.B. eine Chemikalie von einem deutschen Lieferanten einkaufen; ein Teil wird im Unternehmen selbst für den Produktionsprozess benötigt und ein anderer Teil wird an andere Firmen weiter verkauft. In diesem Fall ist das Unternehmen einerseits nachgeschalteter Anwender (für das, was im Unternehmen selbst verbraucht wird) und andererseits Händler.

 Jedes Unternehmen sollte ein REACH-relevantes Portfolio erstellen (von REACH sind aber nicht nur gefährliche Stoffe betroffen). Dabei sind folgende Fragen relevant:

Werden Stoffe hergestellt?

Werden Roh- und Hilfsstoffe zugekauft (z.B. Chemikalien, Metalle)?

Werden Gemische hergestellt oder zugekauft (z.B. Farben, Reinigungsmittel)?

Werden Erzeugnisse hergestellt oder zugekauft mit gewollter Freisetzung eines Stoffes (Z.B. Reinigungstücher)?

Für jeden dieser „Stoffe“ muss nun das Herkunftsland des Herstellers oder Lieferanten geklärt werden (in der EU oder außerhalb)?

 Und es muss geklärt werden, in welchen Mengen pro Jahr der „Stoff“ hergestellt, oder bezogen oder verwendet wird. Dies bedingt, dass man bei Gemischen die Rezepturen wissen muss, um feststellen zu können, wieviel z.B. von einer Chemikalie in dem Gemisch enthalten ist.

 Stellt man fest, dass es sich um mehr als 1 Tonne pro Jahr handelt, besteht auf jeden Fall Handlungsbedarf.

 Wenn z.B. Lösungsmittel aus der Schweiz in einer Menge von 7 Tonnen pro Jahr importiert werden und die Lösungsmittel im Produktionsprozess verwendet werden, müsste eine Registrierung dafür bei der europäischen Chemikalienagentur ECHA erfolgen.

Wenn das Lösungsmittel aus Frankreich bezogen wird, müsste der französische Lieferant die Registrierung vorgenommen haben. Die Registrierungsnummer findet man im Sicherheitsdatenblatt. Wenn der französische Lieferant nicht registriert hat, dürfte er das Lösungsmittel gar nicht verkaufen. Der nachgeschaltete Anwender dürfte es auch nicht verwenden.

Hier bliebe nur, einen anderen Lieferanten zu finden, der registriert hat oder das Lösungsmittel durch einen anderen registrierten Stoff zu ersetzen (sofern das technisch möglich ist).

 Die Wirtschaftskammer bietet auf wko.at/reach  umfangreiche Informationen, u.a. Leitfäden und eine Liste von spezialisierten Beratern.

Weitere Informationen: Servicezentrum, T. 05 90904 741