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Wärmewende unterstützt Energiewende

Die Energiewende nimmt in der öffentlichen Diskussion breiten Raum ein. Meist steht hier aber nur der elektrische Strom im Vordergrund.  Dabei geht es in erster Linie darum, die Energieversorgung von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien umzustellen.  Aber auch die Steigerung der Energieeffizienz und die Realisierung von Energieeinsparmaßnahmen sind notwendig, um den ständig steigenden Stromverbrauch decken zu können.

Weitgehend unbeachtet bleibt die Tatsache, dass ein großer Teil der Energie für Wärme verbraucht wird. In Österreich benötigt der Wärmesektor ungefähr 50 % des Endenergieverbrauchs, wobei davon wiederum ein Großteil von fossiler Energie abgedeckt wird. Den Heizwärmebedarf zu verringern ist daher eine wesentliche Voraussetzung zur Erreichung der Klimaziele. Das größte Potential dabei besteht bei der thermischen Gebäudesanierung. Besonders Gebäude, die älter als 30 Jahre sind, weisen eine schlechte Energiebilanz auf. Auch entsprechen die in diesen Gebäuden installierten Heizsysteme in der Regel nicht dem aktuellen Stand der Technik.  Allerdings werden viel zu wenig Gebäude saniert.  Die sog. Sanierungsrate beträgt derzeit ca. 1 Prozent, wobei ein großer Teil davon Teilsanierungen sind. Das heißt, es werden nur bestimmte Bauteile saniert wie z.B. die oberste Geschoßdecke oder die Fenster. Wesentlich bessere Effekte entstehen durch eine umfassende Sanierung in Verbindung mit einem Tausch oder der Umrüstung von alten Heizungsanlagen. So kann der Endenergieverbrauch um bis zu 65 % reduziert werden. Eine Steigerung der Sanierungsrate auf 3 Prozent wäre notwendig, um relativ rasch und nachhaltig Endenergieeinsparungen und damit letztlich eine Reduktion der Treibhausgasemissionen zu erreichen. 

Eine weitere Möglichkeit zur Reduktion der Treibhausgasemissionen ist die Nutzung der Sonne für die Heizung und/oder Warmwasserbereitung. Die Solarthermie nutzt die Sonnenenergie, um daraus Wärmeenergie zu gewinnen. In Verbindung mit einem Wärmespeicher kann auf eine zusätzliche konventionelle Heizung meist verzichtet werden. Bisher deckt die Solarthermie nur einen geringen Teil des Heizwärmebedarfs ab; sie hat jedoch ein sehr großes Potential. Solarthermische Anlagen lassen sich auf den meisten Dächern installieren, sofern sie nicht nach Norden weisen oder beschattet sind. Solarwärme wird aber zunehmend auch in industriellen Prozessen eingesetzt.

Betriebliche Abwärme bietet auch ein großes Potential für eine Wärmewende. Die Abwärme kann genutzt werden für die Raumheizung, zur Wassererwärmung und zur Erzeugung von Prozesswärme. Aber auch außerhalb des Betriebs gibt es Nutzungsmöglichkeiten wie die Versorgung von privaten Wohngebäuden mit Nahwärme.

Die Wärmewende ist ein zentraler Baustein bei der Energiewende. Sie trägt damit maßgeblich zur Erreichung der Klimaziele bei.