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Kollektivvertrag 2018 für Arbeiter im Metallgewerbe

Die wichtigsten Fakten zum Verhandlungsergebnis im Überblick

Die dritte Verhandlungsrunde am 24.11.2017 brachte nach sehr harten Verhandlungen eine Einigung zwischen der Verhandlungsgemeinschaft der Metallinnungen im Gewerbe und der Metallarbeitergewerkschaft PRO-GE.

Die Erhöhung der Mindestlöhne, Lehrlingsentschädigungen sowie der kollektivvertraglichen Zulagen beträgt 3,00 % ab 1.1.2018.

Die Ist-Löhne werden ab 1.1.2018 um 2,60 % erhöht.

Die Entfernungszulagen und Nächtigungsgelder werden um 1,90 % erhöht.

Mindestgrundlöhne

Die monatlichen Mindestgrundlöhne, gültig ab 1.1.2018, in EURO:

Lohngruppe Monatslohn
Lohngruppe Techniker EUR 3011,71
Lohngruppe 1 EUR 2757,29
Lohngruppe 2 EUR 2459,54
Lohngruppe 3 EUR 2134,73
Lohngruppe 4 EUR 1997,58
Lohngruppe 5 EUR 1901,95
Lohngruppe 6 EUR 1822,55
Lohngruppe 7 EUR 1822,55

Lehrlingsentschädigungen

Die monatlichen Lehrlingsentschädigungen (LE), gültig ab 1.1.2018, in EURO:

LehrjahrLehrlingsentschädigung
1. LehrjahrEUR 593,95
2. LehrjahrEUR 796,45
3. LehrjahrEUR 1071,59
4. LehrjahrEUR 1439,58

Zulagen

Die KV-Zulagen bzw. Entfernungszulagen und Nächtigungsgeld, gültig ab 1.1.2018, in EURO:

kleine Entfernungszulage 8,72
mittlere Entfernungszulage 22,90
große Entfernungszulage 45,79
Nächtigungsgeld 16,28
Schmutzzulage 0,542
Erschwerniszulage 0,542
Gefahrenzulage 0,542
Nachtarbeitszulage (22 - 6 Uhr) 1,970
Schichtzulage (zweite Schicht) 0,480
Schichtzulage (dritte Schicht) 1,970
Montagezulage 0,829

Rahmenrechtliche Änderungen im Überblick

  1. Die „Spenglerregelung“ bei dem Flexi-Modell der „Erweiterten Bandbreite“ konnte um ein Jahr verlängert werden.
  2. Die Möglichkeit einer Freizeitoption wurde wieder vereinbart. Statt der Erhöhung der IST-Löhne kann durch schriftliche BV bzw. EV bezahlte Freizeit vereinbart werden. Dabei entsteht bei Vollzeitbeschäftigung  pro Monat ein Freizeitanspruch von 3 Stunden und 54 Minuten. Während eines Arbeitsverhältnisses darf ein Arbeitnehmer insgesamt bis zu viermal die Freizeitoption wählen, davon vor dem 50. Geburtstag bis zu zweimal.
  3. Neue Regelung bei Reisen in das Ausland ab 1.7.2018: Abschnitt VIII Punkt 18 wird geändert und lautet ab 1.7.2018:

    Beschäftigung im Ausland
    18. Für eine Beschäftigung im Ausland gelten bezüglich der Entfernungszulage und des Nächtigungsgeldes Punkte 1 - 4 und 9 sinngemäß. Die sonstigen Bedingungen, insbesondere die Regelung der Heimfahrt sowie die Regelung über zu treffende Maßnahmen bei Erkrankung, Unfall oder Tod sind jeweils rechtzeitig schriftlich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu vereinbaren.
  4. Internatskostenregelung ab 1.1.2018:

    Internatskosten
    Die Internatskosten, die durch den Aufenthalt des Lehrlings in einem für die Schüler der Berufsschule bestimmten Schülerheim zur Erfüllung der Berufsschulpflicht entstehen, hat der
    Lehrberechtigte dem Lehrling zu bevorschussen, an das Internat zu überweisen und so zu ersetzen, dass dem Lehrling für den Zeitraum, der der Dauer des Internats entspricht, mindestens 60 % seiner Lehrlingsentschädigung verbleiben, sofern sich nicht aus gesetzlichen Regelungen ein höherer Anspruch ergibt.* (*siehe BGBl.I Nr. 154/2017, in Kraft ab 1.1.2018).
  5. Neue Regelung – Fahrtkostenersatz zu den Internaten ab 1.1.2018

    Fahrtkostenersatz zu den Berufsschulinternaten (Schülerheimen)
    Die tatsächlich entstandenen Fahrtkosten des günstigsten öffentlichen Verkehrsmittels, die Lehrlingen durch die Anreise zur bzw. Abreise von der in Internatsform geführten Berufsschule bis zu einmal pro Kalenderwoche nachweislich entstehen, sind vom Lehrberechtigten zu ersetzen und werden fällig, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

    Der Anspruch auf Fahrtkostenersatz besteht nur dann, wenn sowohl ein Anspruch auf Familienbeihilfe als auch ein Anspruch auf öffentliche Förderungen für derartige Fahrtkosten besteht.

    Öffentliche  Förderungen für derartige Fahrtkosten sind vom Lehrling in Anspruch zu nehmen und vermindern entsprechend die Höhe des Fahrkostenersatzes.

    Auf Verlangen des Arbeitgebers/ der Arbeitgeberin sind entsprechende Belege der tatsächlich aufgewendeten Fahrtkosten des günstigsten öffentlichen Verkehrsmittels und der Nachweis des Bezuges der öffentlichen Förderung vorzulegen.
  6. Entfall des Krankengeldzuschusses:
    Der Krankengeldzuschuss (2 Wochen über das EFZG hinaus) gebührt nicht mehr für Entgeltfortzahlungszeiträume (Arbeitsjahre oder Kalenderjahre), welche nach dem 30. Juni 2018 beginnen.
  7. Die Regelung „Andere Entgeltfälle (§ 1154b ABGB)“ bleibt bis 30.6.2018 in der bestehenden Form in Geltung. Ab 1.7.2018 entfällt die Wartezeit, also die Voraussetzung einer ununterbrochenen Betriebszugehörigkeit von 4 Wochen, sowie die Beschränkung bis zum Höchstausmaß von 38 ½ Stunden innerhalb eines Dienstjahres. Die sonstigen Regelungen bleiben weiterhin aufrecht.
  8. Es wurde vereinbart, dass die Arbeitsgruppe bezüglich einer neuen Regelung über die Montagebestimmungen (Entfernungszulagen, Nächtigungsgelder, Wegzeiten, Montagezulagen, usw.) im nächsten Jahr wieder die Gespräche fortsetzten wird.
  9. Abgewehrt werden konnten die übrigen, von der PRO-GE vehement geforderten Verschlechterungen wie:
    – vollständige Anrechnung von Karenzen für alle dienstzeitabhängigen Ansprüche, 
    – eine Vorrückungssystematik bei den Mindestlöhnen,
    – eklatante Erhöhungen bei den Schicht- bzw. Nachtzulagen ( 25% mehr für die Zulage für die 2. Schicht bzw. 50% mehr für die 3. Schicht und die Nachtarbeit),
    – bezahlte Prüfungsvorbereitungszeiten,
    – sowie eine überproportionale Anhebung der Lehrlingsentschädigungssätze (40 %/50 %/60 %/70 % des Facharbeiterlohnes).
  10. Geltungsbeginn der jeweiligen Änderung entweder 1.1.2018 bzw. 1.7.2018 - bitte um Beachtung.

Die verbindliche Textierung ist dem Kollektivvertrag 2018 zu entnehmen (derzeit in redaktioneller Aufbereitung).

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