th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Blockchain - Grundlagen

Anwendung, Nutzen und Risiken

Eine Blockchain stellt eine Sammlung von Daten dar, die - in einzelne Datenblöcke zerlegt – ohne zentrale Administrator über mehrere/viele Anwendungen verteilt gespeichert werden („distributed ledger“ Ansatz). Darüber hinaus sind die einzelnen Datenblöcke (und jeder durch Hinzufügen von Daten neu entstehende Datenblock) durch Bildung von Hashwerten gesichert. Somit kann der Inhalt des Blocks nicht mehr im Nachhinein verändert werden (zumindest nicht, ohne dass dies nachweisbar wäre). Diese Funktionsweise ist zu vergleichen mit der digitalen Signatur einzelner elektronische Dokumente.

Blockchain - E-Business - Bitcoin

Enthalten die Datenblöcke geschäftsrelevante Inhalte (Geschäftsdokumente, Verträge, Rechnungen etc.), so sind wir bei den Blockchain Anwendungen im E-Business gelandet. Die dermaßen gesicherten Daten stellen auch einen Wert dar, der Teil von Handelsgeschäften werden kann, somit kann eine neue Form digitalen „Geldes“ bzw. eine „Währung“ entstehen. Da Blockchain auf kryptografischen Methoden beruhen, spricht man auch von „Kryptowährungen“. Die bekannteste davon ist unter dem Namen Bitcoin bekannt. Bitcoins stellen demnach Anwendungen der Blockchain für Finanztransaktionen dar. Sie haben einen in EUR, USD, etc. ausdrückbaren Wert und können somit als Zahlungsmittel (dort, wo akzeptiert) oder auch als Spekulationsobjekt verwendet werden (wie jede andere Währung auch).

Andere Anwendungen

Blockchain-Anwendungen können darüber hinaus dazu dienen, Verträge manipulationssicher im Netz zu speichern („smart contracts“), die Zustellung von geschäftlichen Dokumenten zu dokumentieren, Frachtdokumente entlang internationaler Transportwege digital verfügbar zu machen, und vieles mehr. Praktisch für jeden Wirtschaftsbereich sind Anwendungen denkbar - die Zahl von Publikationen, Veranstaltungen und Pilotprojekten zu Blockchain Anwendungen steigt stark an.

„trusted third party“ vs. peer-to-peer System

Was ist nun das eigentliche Neue an der Blockchain? Datenübertragung ist gang und gebe geworden und Währungen gibt es viele, Geschäfte werden allenthalben digital abgewickelt.

Üblicherweise wird allerdings für Transaktionen zwischen Partnern, die einander nicht ausreichend „kennen“ und damit vertrauen, ein Mittelsmann eingeschaltet, eine sogenannte „trusted third party“. Im Falle einer Geldüberweisung wären das zum Beispiel die Banken, bei denen Zahler und Empfänger ihre Konten haben, für andere Zahlungsvorgänge werden noch weitere Dienstleister, wie etwa Kreditkartenanbieter zwischengeschalten.

Die Blockchain kommt nun ohne eine solche trusted third party aus. Es gibt keine „Aufsichtsstelle“ oder Clearing Center für Blockchain Transaktionen, sondern nur ein peer-to-peer System. Alle Beteiligten agieren als peers (im Sinne von gleichberechtigten Teilnehmern). Das wechselseitige Vertrauen der Geschäftspartner in einem solchen System kommt alleine aus der verwendeten Technologie (Fälschungs- bzw. Manipulationssicherheit der Datenblöcke). Alle Beteiligten vertrauen schlicht darauf, dass die Fälschung eines Datenblocks entweder prinzipiell nicht möglich ist oder nur zu einem solchen Aufwand, dass sich eine Fälschung nicht lohnt (vgl. dazu die diversen Sicherheitsmerkmale herkömmlicher Banknoten).

WKÖ, AUSTRIAPRO und Blockchain

Die WKÖ beginnt - gestützt auf die Expertise ihrer E-Business Standardisierungsinitiative AUSTRIAPRO - Informationen zu Blockchain Anwendung aufzubereiten und so Know How für österreichische Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Dabei sollen Fragen der Datensicherheit, mögliche Risiken und aussichtsreiche Anwendungsbereiche behandelt werden.
Der Aufbau eines eigenen AUSTRIAPRO Arbeitskreises sowie die Durchführung eines Pilotprojekts, um die sichere Anwendung sowie den geschäftlichen Nutzen der Blockchain Technologie zu zeigen, ist geplant.

Weitere Initiativen

Informationsplattform des Wirtschaftsministeriums

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) hat die Webplattform Blockchain Austria  eingerichtet, auf der ein Neun-Punkte-Plan zur Nutzung von Blockchain-Technologien in Österreich skizziert wird.  Ergänzend wurde dort eine Sammlung von Anwendungsbeispielen begonnen.

Open Government Data Plattform Stadt Wien

Die Stadt Wien startet in ein Blockchain Pilotprojekt, es handelt sich um: 1. Blockchain – Pilot: OGD Änderungsprotokoll und Notarization

AUSTRIAPRO - Ankündigungen & Nachberichte 

NET-WORK Veranstaltung 

Nachbericht und Videos zum NET-WORK #13 „Blockchain“

Blockchain Stammtisch

Der 2. AUSTRIAPRO Blockchain Stammtisch findet am 24.10.2017, Beginn 18.30 Uhr, im Cocoquadrat, Wiedner Hauptstraße 65, 1040 Wien (vis á vis WKÖ Hauptgebäude) statt. Bitte um Anmeldung bis zum 23.10.2017 unter austriapro@wko.at

Bitte wählen Sie oben ein Bundesland aus, um Kontakte und Serviceangebote des Bundeslandes zu erhalten.