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Irene Wedl-Kogler

"Unternehmer für Unternehmer"

Bundesinnungsmeisterin Irene Wedl-Kogler
Foto: zVg


Irene Wedl-Kogler führt seit 1989 nach Absolvierung der Befähigungsprüfung für den Baumeister das Unternehmen „Kogler Gerüstbau GmbH“. Seit 1995 engagiert sie sich tatkräftig in der Landesinnung des Bauhilfsgewerbes, zunächst als Bezirksvertrauensfrau, seit 2005 als Ausschussmitglied und stellvertretende Landesinnungsmeisterin und seit heuer auch als Innungsmeisterin. Seit 2010 führt sie die Geschicke der Bundesinnung des Bauhilfsgewerbes als Bundesinnungsmeisterin.

Irene Wedl-Kogler ist es wichtig, das Handwerk zu stärken: „Das Gewerbe darf nicht weiter liberalisiert werden. Sonst verlieren wir die Qualität unserer Handwerksbetriebe. Und vor allem würden wir viele Ausbildungsplätze für junge Menschen verlieren. Ich habe mit Sorge beobachtet, dass auf Grund der Liberalisierung der Gewerbeordnung in Deutschland im Bereich der Platten- und Fliesenleger die Zahl der Ausbildungsbetriebe in dieser Branche drastisch geschrumpft sind.“

Irene Wedl-Kogler verweist darauf, dass es in Österreich generell zu viele Unternehmen gäbe, die nur projektieren und entwickeln, aber die ausführenden, österreichischen Firmen immer weniger werden. „Gerade jene Branchen, die ich vertreten darf, die Branchen des Bauhilfsgewerbes, haben mit massiven Problemen auf Grund der Öffnung des Arbeitsmarktes und wegen des Herüberarbeitens von Klein- und Kleinstfirmen aus den benachbarten Ländern zu verzeichnen. Ich habe bereits mit Nachdruck angeregt, dass es, ähnlich wie bei den Bauern, EU-Förderungen für unsere Unternehmen geben muss, die die Lohndifferenzen im Vergleich zu den Nachbarländern teilweise wettmachen.

Darüber hinaus bin ich der Überzeugung, dass es eine Bauherrenhaftung geben muss, um das unkontrollierte grenzüberschreitende Arbeiten aus den Billiglohnländern in den Griff zu bekommen. Es wird vielfach vergessen, dass zur Erhaltung unseres Sozialstaates eine Wertschöpfung und damit verbunden Steuereinnahmen in Österreich geben muss. Es ist äußerst bedenklich, dass es derzeit zum Beispiel genug Auftragsvolumen im Baubereich gibt, gleichzeitig aber im Bausektor die höchste Arbeitslosenquote während der Bausaison gibt. Man muss jedenfalls auch die Sanktionsmöglichkeiten der Arbeitsinspektoren erweitern, um auch ausländische Betriebe belangen zu können.“