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Erlass über den Ersatz von Lehrzeiten

Das BMWFW hat einen Erlass zur Gleichhaltung von schulischen Ausbildungsabschlüssen mit facheinschlägigen Lehrabschlüssen gemäß Berufsausbildungsgesetz (BAG) verordnet

Stand:

§ 34a BAG legt bei erfolgreichem Abschluss einer berufsbildenden mittleren oder höheren Schule dieselben Rechtswirkungen wie bei Ablegung der Lehrabschussprüfung in einem facheinschlägigen Lehrberuf fest. Bisher gab es keine klare Regelung, was unter dem Begriff "facheinschlägig“ zu verstehen ist. Der neue Erlass beantwortet nun abschließend die Frage, in welchen Lehrberufen nach erfolgreicher Absolvierung einer berufsbildenden mittleren oder höheren Schule kein Lehrvertrag mehr abgeschlossen werden darf.

Der Antritt zur Lehrabschlussprüfung bleibt aber weiterhin möglich.

Beispiel 1) Ein 20-jähriger Bewerber um eine Lehrstelle im Lehrberuf Chemielabortechnik hat die fünfjährige HTL für Chemie besucht und erfolgreich abgeschlossen: ein Lehrvertrag ist selbst auf ausdrücklichen Wunsch des Bewerbers nicht mehr zulässig.

Beispiel 2) Ein junger Mann im Alter von 18 Jahren bewirbt sich als Bürokaufmann und hat bereits die dreijährige Handelsschule allerdings ohne Pflichtpraktikum "praktische Bürotätigkeit“ erfolgreich abgeschlossen: ein Lehrvertrag ist zulässig, da für einen Lehrzeitersatz laut Erlass das Pflichtpraktikum zu absolvieren ist.

Beispiel 3) Eine junge Dame im Alter von 19 Jahren bewirbt sich als Reisebüroassistentin und hat die fünfjährige höhere Lehranstalt für Tourismus bis zum Halbjahreszeugnis in der 5. Schulstufe besucht: der Abschluss eines Lehrvertrages ist zulässig, da ein positives Abschlusszeugnis nicht vorliegt.

Beispiel 4) Ein 20-jähriger Bewerber um eine Lehrstelle im Lehrberuf Buchhaltung hat eine allgemeinbildende höhere Schule mit Matura abgeschlossen: der Abschluss eines Lehrvertrages ist zulässig. Die Verordnung über die Ausbildung in verkürzter Lehrzeit (201. VO, 25.7.1997) kann zur Anwendung kommen.