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Nachhaltigkeit bringt‘s!

Workshopnachlese und Inputs aus erster Hand!

Da waren sich die rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den beiden Workshops „Erfolgsfaktor Nachhaltigkeit“ in Bruck an der Leitha und bei der Firma RIESS KELOmat in Ybbsitz einig. Die CSR-Einsteiger Workshops, organisiert von der WKNÖ gemeinsam mit respACT und G-Group, boten einen ersten Einblick in die betriebliche Nachhaltigkeit anhand von theoretischen Inputs und Beispielen aus der Praxis von regionalen Vorreiterbetrieben.

 

Mag. (FH) Katrin Gaupmann von respACT, der Unternehmensplattform für CSR und nachhaltige Entwicklung, gab einen ersten Einblick in das Konzept „Corporate Social Responsibility“, kurz CSR. Die Vorteile und der Nutzen für Unternehmen sind vielfältig und reichen von einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit und –bindung bis zu Einsparungen im Energie- und Ressourcenbereich, sowie einer Verbesserung der Positionierung des Betriebs in der Öffentlichkeit. Darüber hinaus wurde auch der Leitfaden „In 7 Schritten zu einer CSR Strategie“ präsentiert. Ein sehr wichtiger Teil dabei ist die Identifikation der Anspruchsgruppen (=Stakeholder) und deren Interesse am Unternehmen. Abschließend präsentierte Frau Gaupmann die Erfolgsfaktoren für die Einführung von CSR im Unternehmen. Ganz oben steht hierbei das Bekenntnis der Geschäftsleitung zur verantwortungsvollen Unternehmensführung und die Vorbildwirkung für die Mitarbeiter. Darüber hinaus sollte CSR ins Kerngeschäft eingebettet und die Mitarbeiter aktiv bei der Strategieentwicklung eingebunden werden.

 

Angelehnt am österreichischen CSR-Leitbild „Erfolg mit Verantwortung" (www.respact.at/csrleitbild) und den darin definierten fünf CSR-Handlungsfeldern (Führung und Gestaltung, Markt, Gesellschaft, Umwelt und MitarbeiterInnen) erläuterte Ing. Günter Goldhahn von G-Group welcher Nutzen sich für die Betriebe aus den einzelnen Aktivitäten und Maßnahmen ziehen lässt. So kann zum Beispiel im Handlungsfeld Markt der Kunde bei der nächsten Produktentwicklung miteingebunden werden, um die Kundenwünsche exakt zu treffen. Im Bereich Umwelt besteht die Möglichkeit MitarbeiterInnen zu unterstützen sich für eine ökologische Anreise zum Unternehmen zu entscheiden. Auf einen PKW-Abstellplatz können beispielsweise bis zu sechs Fahrradabstellplätze errichtet werden. Dies reduziert nicht nur den ökologischen Fußabdruck, sondern ist auch ein positiver Beitrag zum Wohlbefinden der MitarbeiterInnen.

 

Die anschließenden Praxisbeispiele der niederösterreichischen Vorzeigebetriebe ließen die einzelnen Handlungsfelder zum Leben erwecken. Anbei eine Kurzzusammenfassung der Highlights von Mag. (FH) Katrin Gaupmann. Die gesamte Nachlese von Frau Gaupmann finden Sie auf der respACT-Seite

Bei einer eindrucksvollen Betriebsführung mit dem Eigentümer und Biolandwirt Herbert Stava durch die Firma Landgarten in Bruck an der Leitha gewannen die BesucherInnen wertvolle Einblicke in das Thema Energieeffizienz. Durch ein eigens entwickeltes Wärmerückgewinnungssystem gelang es dem Unternehmen, trotz einer deutlichen Umsatzsteigerung von 1 zu 5, die Energiekosten gleich zu belassen. Mit dem Fokus auf Bioprodukte ist Nachhaltigkeit darüber hinaus auch fester Bestandteil des Kerngeschäfts von Landgarten.

Dass Nachhaltigkeit Spaß macht und wie es gelingt, ein motiviertes und engagiertes Team hinter sich zu haben, stellten Alexander Watzek und Eva Demuth von Variotherm vor. Die gemeinsame Teilnahme an Laufevents gehört ebenso dazu wie die kontinuierliche Einbindung der MitarbeiterInnen in Unternehmensentscheidungen.

Gerade bei Klein- und Mittelunternehmen sind Nachhaltigkeit sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit den vorhandenen Ressourcen oftmals schon aus der eigenen Unternehmensgeschichte heraus selbstverständlich. Dies bestätigte auch Friedrich Riess vom Familienunternehmen Riess Kelomat GmbH in seinem Input. Erneuerbare Energie durch eigene Wasserkraftwerke, recyclefähige Produkte oder Einfamilienhäuser für die MitarbeiterInnen sind nur eine kleine Auswahl der Aktivitäten des Vorzeigebetriebs. Im Rahmen einer Betriebsführung konnten sich die TeilnehmerInnen selbst von dem Engagement des Unternehmens überzeugen. Alle Informationen sind zudem im Nachhaltigkeitsbericht gesammelt.

 

Innovation und Authentizität

Als wesentlichen Erfolgsfaktor für Corporate Social Responsibility nennt Peter Kadla, Geschäftsführer der Firma Bio-Lutz, die Authentizität. Zentral sei außerdem die kontinuierliche Weiterentwicklung und ein innovativer Zugang: So wurde beispielsweise die herkömmliche Heizung durch eine moderne Hackschnitzelheizung ersetzt. - Geheizt wird fortan mit Hackschnitzel, die aus den ohnehin anfallenden Kartonagen und Holzkisten stammen.

Auf eine regionale Wertschöpfungskette und darauf, den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten, achtet auch das Obergrafendorfer Unternehmen STYX Naturcosmetic. Im Mitarbeiterbereich bietet das Unternehmen seiner Belegschaft beispielsweise eine eigene Köchin. Das IT-Unternehmen IMC wiederum setzt auf Energieeffizienz, auf langlebige Hardware und auf die Weitervermittlung von alten, aber noch funktionsfähigen Geräten.

 

Corporate Social Responsibility als ein wichtiges Tool zur Gewinnung neuer MitarbeiterInnen

Dass sich verantwortungsvolles Wirtschaften auch bei der Suche nach neuen MitarbeiterInnen positiv auswirkt, bestätigt Christa Spreitzer vom Bauunternehmen Spreitzer: Geld biete nur kurzfristig Anreize für MitarbeiterInnen, was einen Betrieb am Arbeitsmarkt aber „sexy" mache, seien die Einbindung der MitarbeiterInnen in die Entscheidungen, Wertschätzung und Vertrauen. Das Vertrauen, das man in die MitarbeiterInnen investiere, komme in Motivation und Selbstverantwortung wieder zurück, so Spreitzer.

Dies bestätigte auch Katrin Gaupmann, respACT: So gaben die 70 Prozent der TRIGOS 2013-TeilnehmerInnen in einer Umfrage an, die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber als den größten CSR-Nutzen zu sehen. Auch die Motivation und Bindung der MitarbeiterInnen an das Unternehmen sind wesentliche Treiber für CSR.