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GmbH neu

Änderungen bei der Mindestkörperschaftsteuer

Unternehmer müssen viele Aspekte bei der Wahl der optimalen Rechtsform für ihr Unternehmen berücksichtigen. Details dazu enthält das Infoblatt "Die Wahl der Rechtsform aus steuerlicher Sicht" auf der WKO-Homepage. Steuerliche Vorteile einer GmbH ergeben sich erst, wenn beständig höhere Gewinne erwirtschaftet werden. Daran hat sich auch durch die Neuerungen im GmbH-Gesetz mit Absenkung des erforderlichen Stammkapitals auf € 10.000,-- nichts geändert. 

In der Praxis werden aber leider oft auch Verluste oder sehr geringe Gewinne erzielt. In diesen Fällen ist die Mindestkörperschaftsteuer (Mindest-KöSt) zu entrichten. Das Körperschaftsteuergesetz (KStG) schreibt vor, dass von Kapitalgesellschaften 5% des gesetzlichen Mindeststammkapitals pro Jahr an Mindest-KöSt voraus zu zahlen sind. Diese Beträge werden in den Folgejahren – bei entsprechenden Gewinnen – auf die KöSt angerechnet. Sie gehen demnach nicht verloren.
 
Die Herabsetzung des Mindeststammkapitals auf € 10.000,-- führt automatisch zur Verminderung der Mindest-KöSt von GmbHs. Vor Absenkung des Mindeststammkapitals von € 35.000,-- auf € 10.000,-- betrug die Mindestbesteuerung € 1.750,-- pro Jahr (für die ersten 3 Quartale € 437,-- und für das letzte Quartal € 439,--). Für ab 1.7.2013 neu gegründete GmbHs beträgt die Mindest-KöSt „MIKÖ NEU“ nur mehr € 500,-- pro Jahr bzw. € 125,-- pro Quartal.
 

Der Beginn der Verpflichtung zur Zahlung der Mindest-KöSt stellt auf das Bestehen der unbeschränkten Steuerpflicht für jeweils ein volles Kalendervierteljahr ab.

Beispiel:
Gründung im November 2013, erstmalige Festsetzung der Mindest-KöSt für das erste Quartal 2014 mit € 125,--, sofern von Verlusten bzw. niedrigen Gewinnen auszugehen ist.

Für Neugründungen sah das KStG bis Ende 2013 eine Begünstigung vor, weil die Mindest-KöSt für die ersten 4 Quartale lediglich € 273,-- ausmachte. Diese reduzierte Mindest-KöSt gelangt bei Vorschreibungen der „MIKÖ NEU“ nicht mehr zur Anwendung.

 
Die „MIKÖ NEU“ gilt auch für am 1.7.2013 bereits bestehende GmbHs. Hier erfolgt jedoch die Absenkung der Mindest-KöSt erst mit Wirkung ab 1.1.2014. Eine bereits festgesetzte Vorauszahlung 2013 wird nicht geändert. Dies ist unabhängig davon, wann die letzte Veranlagung stattgefunden hat. Am 15. November 2013 haben diese GmbHs also noch € 439,-- zu zahlen.
 
Details zur Besteuerung von Körperschaften stehen im Infoblatt „Körperschaftsteuer“ auf der WKO-Homepage.