th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Verschiedene Arten der Betriebsübergabe

Mehrere Varianten führen bei Übernahme bzw. Übergabe eines Unternehmens zum Ziel

Bei einer Betriebsübergabe entscheidet der Unternehmer, zu welchem Zeitpunkt er das Unternehmen übergibt. Der Unternehmer entscheidet auch, ob die Übergabe gegen Entgelt oder unentgeltlich erfolgt. Bei unerwartetem Ableben des Unternehmers werden entweder die gesetzliche Erbfolge oder testamentarische Regelungen wirksam.

 

Worauf ist zu achten? 

Bei der Übergabe soll dem Betrieb durch vermeidbare Steuerzahlungen nicht wichtige Liquidität entzogen werden. Damit hängt häufig auch die Gestaltung der Rechtsform des Unternehmens zusammen.

 

Verkauf des Unternehmens 

Der Verkauf eines Unternehmens ist ein entgeltliches Rechtsgeschäft. Das Unternehmen wird zu einem bestimmten Zeitpunkt in die Verfügungsmacht und in das Eigentum eines Käufers übertragen. Zwischen den Vertragspartnern wird vereinbart, ob der gesamte Kaufpreis auf einmal bezahlt oder in Raten beglichen wird. Im Kaufvertrag werden die Fälligkeitstermine, die Höhe der Raten sowie eine allfällige Wertsicherung vereinbart. Wird vereinbart, dass der Verkäufer bis an sein Lebensende einen bestimmten fixen Betrag erhält, spricht man von einer Leibrente. Der Betrag der Rentenleistung richtet sich in der Regel nach der theoretischen Lebenserwartung des Rentenempfängers. Die theoretische Lebenserwartung wird nach den üblichen versicherungstechnischen Richtlinien berechnet.

 

Schenkung oder Verpachtung 

Die Schenkung (unentgeltliche Übergabe) ist nach wie vor die häufigste Übergabeform unter nahen Angehörigen. Unproblematisch ist sie vor allem dann, wenn der Lebensunterhalt des Übergebers auch in Zukunft ohne Einkünfte aus dem Unternehmen gesichert ist. Der Übergeber kann sich auch ein Fruchtgenussrecht, ein Wohnrecht oder eine Versorgungsrente vertraglich vorbehalten.

Schenkungsverträge (Schenkungen mit wirklicher Übergabe) sind an kein besonderes Formerfordernis gebunden, jedoch empfiehlt sich – auch aus steuerlichen Gründen – ein schriftlicher Vertrag. Innerhalb der Familie sind die erbrechtlichen Auswirkungen einer Schenkung zu beachten. Bei der Verpachtung wird dem Pächter ein „lebendes Unternehmen“ als Erwerbsmöglichkeit übergeben. Das heißt, dazu zählt sowohl die Infrastruktur (z.B. die Betriebsausstattung) als auch das Personal (z.B. die Arbeitnehmer). Der Pächter erhält den Betrieb nur zur Nutzung, Eigentümer des Unternehmens bleibt der Verpächter. Er kann sich dann nach Ablauf des Pachtvertrages entscheiden, ob er das Unternehmen verkaufen will oder nicht. Die Verpachtung wird auf bestimmte oder unbestimmte Zeit vereinbart. Der Pachtzins ist entweder eine fixe Summe oder ein Prozentsatz oder eine Kombination von beidem.

 

Einbringung in eine Gesellschaft 

Der Übergeber kann sein Unternehmen auch in eine neu zu gründende oder in eine bestehende Gesellschaft einbringen, an der er seine(n) Nachfolger beteiligt. Als Rechtsformen kommen für KMU vor allem die KG und die GmbH in Frage. Der Übergeber entscheidet, in welcher Form er weiterhin mitwirken will.

   

Übertragung von Gesellschaftsanteilen 

Das Ausscheiden eines Gesellschafters führt bei einer eingetragenen Personengesellschaft grundsätzlich nicht mehr zu deren Auflösung. Die Verfügung über den Gesellschaftsanteil ist aber nach wie vor an die Zustimmung aller Gesellschafter gebunden, soweit nichts anderes vereinbart ist. Geschäftsanteile einer GmbH sind grundsätzlich übertrag- und vererbbar. Ein Gesellschaftswechsel muss von einem Notar beglaubigt werden. Bei eingetragenen Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften ist es auch notwendig, den Wechsel in das Firmenbuch einzutragen.

 

BeratungsTIPP 

Die WKOÖ unterstützt Übergeber/innen und Übernehmer/innen bei der rechtlichen Vorbereitung einer gesicherten Betriebsnachfolge und bietet regelmäßig „Nachfolge-Rechtsberatungen“ an. Bei dieser Beratung werden die bei einer Nachfolge üblicherweise relevanten Rechtsbereiche Steuerrecht, Pensions- und Sozialversicherungsrecht, Gewerberecht, Gesellschaftsrecht, Erbrecht und Mietrecht behandelt und Lösungsansätze aufgezeigt.

 

Die Kosten für diese einstündige Beratung durch drei Experten der WKO Oberösterreich betragen € 625,00, wovon die WKOÖ und das Land OÖ je € 250,00 übernehmen. Für den Beratungskunden verbleibt somit ein Kostenbeitrag in der Höhe von € 125,00.

 

Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter der Telefonnummer 05-90909 oder schicken Sie Ihre Anfrage per Mail an service@wkooe.at