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Neue Erlässe zum Arbeitnehmerschutz: Arbeiten auf Flachdächern und Abweichungen beim Raumklima

Zwei Erlässe des Zentral-Arbeitsinspektorats befassen sich mit Reinigungs- und Wartungsarbeiten auf Flachdächern sowie mit möglichen Abweichungen von den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung beim Raumklima.

Bei Reinigungs- und Wartungsarbeiten auf Flachdächern besteht Absturzgefahr im Randbereich und bei nicht durchtritt- bzw. durchbruchsicheren Dachelementen. Wesentliche Elemente für die Arbeitssicherheit sind die Evaluierung der Tätigkeiten auf dem Flachdach, die Unterweisung der ArbeitnehmerInnen sowie erforderlichenfalls die Verwendung persönlicher Schutzausrüstung mit geeigneten Anschlagpunkten. Der Erlass stellt die Pflichten der Arbeitgeber dar, wobei verschiedene Fälle unterschieden werden: Arbeitgeber ist über das Dach verfügungsberechtigt oder nicht verfügungsberechtigt, Arbeiten am Dach werden von eigenen ArbeitnehmerInnen oder durch ein Fremdunternehmen durchgeführt. Bei der Errichtung oder wesentlichen Änderung von Betriebsanlagen ist jedenfalls auch auf den Schutz betriebsfremder ArbeitnehmerInnen Bedacht zu nehmen, die Arbeiten auf dem Dach durchführen müssen. Dieser Erlass ersetzt einen früheren Erlass aus dem Jahr 2007.

Die Arbeitsstättenverordnung enthält Anforderungen an das Raumklima von Arbeitsräumen (Lufttemperatur, Luftgeschwindigkeit). Die Strahlungstemperatur wird in der Verordnung nicht berücksichtigt. Der Erlass legt nun fest, dass unter Berücksichtigung der ÖNORM EN ISO 7730 auf Antrag Ausnahmen von der Verordnung möglich sind, wenn an einem Arbeitsplatz auch die Strahlungstemperatur eine wesentliche Rolle spielt. Ferner legt der Erlass fest, welche Abweichungen von der Arbeitsstättenverordnung beim Raumklima in Küchen bzw. bei Spritzlackieranlagen möglich sind.