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Erfolgreiche Unternehmen in einem lebenswerten Umfeld

WKO-Kernstrategien für die Zukunft des Bezirks Linz-Land

KommR Manfred Benischko, Obmann der WKO Linz-Land
Erfolgreiche Unternehmen in einem lebenswerten Umfeld

"Besonders in Zeiten vielfältiger Änderungen und großer Herausforderungen ist es mehr denn je notwendig, dass wir uns systematisch mit langfristigen wirtschaftspolitischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf regionaler Ebene befassen. Das haben wir, die WKO Linz-Land, im Projekt Zukunft Wirtschaft getan. Als Basis wurde der oberösterreichische Strategieprozess Zukunft Wirtschaft mit seinen 12 Themenfeldern herangezogen. In gemeinsamer Arbeit mit Unternehmerinnen und Unternehmern sowie weiteren Experten aus dem Bezirk wurde Linz-Land gescannt und aus den gewonnenen Erkenntnissen in einem umfassenden Prozess ein Bezirkskonzept erarbeitet. Daraus leiten wir Schwerpunkte für unsere künftigen Aktivitäten sowohl im interessenpolitischen, als auch im Servicebereich ab. Das Bezirkskonzept dient uns als Leitfaden für die Gestaltung der Zukunft“, stellt WKO-Bezirksstellenobmann Manfred Benischko die Marschrichtung der WKO Linz-Land für die kommenden Jahre vor.

5 Handlungsfelder dominieren im Bezirk

Als wesentliche strategische Handlungsfelder haben sich im Dialog mit zahlreichen Unternehmerinnen, Unternehmern und Meinungsbildnern für den Bezirk Linz-Land fünf Themenschwerpunkte herauskristallisiert. In diesen gilt es, künftig verstärkt Aktivitäten zu setzen.

Ausbau der (Verkehrs-)Infrastruktur

Linz-Land zeichnet sich durch gute Standortbedingungen und eine attraktive Verkehrsinfrastruktur für national und international tätige Betriebe aus. Kein anderer Bezirk in Oberösterreich verfügt gleichsam über vier Verkehrswege: Straße, Schiene, Wasserstraße mit dem Ennshafen und Luftverkehr mit dem blue danube airport Hörsching. Dennoch sind, insbesondere auf der Straße, vielerorts die Kapazitätsgrenzen bereits erreicht. Zur nachhaltigen Sicherung des Wirtschaftsstandorts Linz-Land gilt es deshalb, auch in Zukunft Investitionen in den Ausbau und die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur zu tätigen.


Straßen:

  • Forcierung der Ostumfahrung Linz mit Berücksichtigung des prosperierenden Wirtschaftsraumes Enns/Ennshafen
  • Vierspuriger Ausbau der B1 Wiener Bundesstrasse im Bereich Asten/Linz/Pichling und im Streckenabschnitt Hörsching (Umfahrung Neubau) bis Marchtrenk
  • Umfahrung Ebelsberg-Anschluss an die A1
  • Umfahrungen Allhaming und Neuhofen an der Krems
  • Autobahnanschluss der B1 auf Höhe Spedition Schachinger an die A8 Innkreis-Autobahn
  • Verbesserung der Anbindung des Flughafens an die B139 neu und an die B1

Bahn:

  • 4-gleisiger Ausbau der Westbahnstrecke inkl. Anbindung des Flughafens
  • Schaffung eines Stichgleises zu den am Flughafenareal angesiedelten Unternehmen z.B. Firmen DB Schenker, Ammerer Air, etc.
  • Bahnanschluss für Gewerbegebiet Oedt (Traun) z.B. Firmen Internorm, Pflaum, Voith, etc.

Öffentlicher Verkehr:

  • Umsetzung des Mobilitätsmanagements — Quervernetzung der Gemeinden untereinander
  • Verbesserte Anschlussverbindungen zum Flughafen — zukünftiger Verkehrsknoten Oftering z.B. im Zuge des Neuausbaus der Westbahn
  • Straßenbahnverlängerung bis Nettingsdorf
  • Einrichtung von Park & Ride-Systemen bei zukünftigen Verkehrsknoten

Ennshafen:

  • Ausbau der Logistikinfrastruktur z.B. Kaimauer, neue Verschubgleise, etc.

Flughafen:

  • Schaffung geeigneter Infrastruktur rund um den Flughafen wie Hotel, Sitzungsräume, etc.

Raumordnung

Linz-Land hat einen großen Wettbewerbsvorteil vor allem gegenüber dem städtischen Bereich. Der Bezirk verfügt über freie Betriebsansiedlungsflächen. Aber auch hier sind schon erste Grenzen zu erkennen. Probleme bereiten Anfragen nach größeren zusammenhängenden Grundflächen sowie Produktionsstandorten mit erhöhtem Energieverbrauch. Betriebsansiedlung erfolgt zudem meist ohne Koordination der Gemeinden untereinander. Bis auf eine Ausnahme (Kronstorf/ Hargelsberg) existieren im Bezirk keine Inkobas. Um auch in Zukunft den bereits beheimateten Unternehmen Raum für Expansion zu sichern und auch Platz für neue Unternehmen zu haben, müssen Anstrengungen unternommen werden:

  • Gezieltes gemeinsames Betriebsflächenmanagement vorantreiben
  • Vernetzung und Kooperation von Gemeinden, Institutionen und Betrieben
  • Schwerpunkt auf die Entwicklung großflächiger zusammenhängender Betriebszonen richten
  • Investitionen in Hochwasserschutz, Infrastruktur vorantreiben 
  • Einrichtung einer Monitoring-Gruppe (Experten auf Fachebene) zur Zusammenführung von Plangrundlagen, zum Strukturumbau bei den Betriebsflächen, bessere Abstimmung an den Gemeindegrenzen, Früherkennung von Konfliktpotenzialen

Fachkräfte für morgen sichern

Linz-Land kann auf eine überdurchschnittliche Beschäftigungsquote und ein hohes Einkommensniveau verweisen. Motivierte und bestens ausgebildete Facharbeiter bilden das Fundament des Wirtschaftsstandorts. Das Thema Facharbeitermangel bleibt aber trotz der gegenwärtigen schwierigen Wirtschaftslage auch in Zukunft aktuell. Umso mehr gilt es Maßnahmen zu setzten, damit auch künftig der Wirtschaft im Bezirk Facharbeiter in ausreichender Anzahl und mit den benötigten Qualifikationen zur Verfügung stehen:

  • Jugendliche durch Projekte und Best Practise Beispiele Berufsausbildungs- und Karrieremöglichkeiten aufzeigen
  • Jugendliche mit Migrationshintergrund verstärkt auf die duale Ausbildung hinführen
  • Mädchen technische Berufe näher bringen
  • Frauen durch Anpassung der Kinderbetreuung verstärkt ins Berufsleben integrieren
  • Personelle Stärkung des AMS Traun als regionale Geschäftsstelle für den Bezirk Linz-Land

Linz-Land goes international

Linz-Land ist Heimat vieler international tätiger Unternehmen, großer Exportflaggschiffe gleichermaßen wie kleiner Hidden-Exportchampions. Der 4-modulare Verkehrsknoten, die geografische Nähe zu wichtigen Absatzmärkten und nicht zuletzt die weltweit einzigartige Unterstützung durch das Netzwerk an Außenhandelsstellen fördern Exportaktivitäten. Jetzt gilt es, die "Exportbarriere im Kopf” besonders bei kleineren Unternehmen zu überwinden und die Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Engagement auf Auslandsmärkten zu verbessern:

  • Aktivitäten zur Stärkung des Exportbewusstseins und der Exportmotivation
  • Forcierung von Englisch als gelebte Zweitsprache in Kindergärten und Schulen
  • Qualifizierung durch Angebote im Exportausbildungs- und Trainingsbereich
  • Unterstützung von Unternehmensnetzwerken im Exportbereich

Netzwerke und Kooperationen leben

Zwischen den verschiedenen wirtschaftspolitischen Akteuren im Bezirk besteht eine gute und konstruktive Zusammenarbeit. Diese äußert sich in verschiedenen gemeinsamen Projekten und Initiativen. Aufgrund der unterschiedlichen Strukturen und Bedürfnisse der 22 Gemeinden des Bezirks, ergibt sich jedoch auch ein geringer Zusammenhalt und eine fehlende gemeinsame Identität. Auffallend ist zudem, dass Kooperationen und Netzwerke zwar gewünscht werden, sie in der Umsetzung jedoch häufig nur Lippenbekenntnisse bleiben. Gemeinsam mehr zu bewegen und Synergien zu nutzen, dahin gehen die Bestrebungen:

  • Initiierung und Unterstützung von Netzwerken und Kooperationen quer durch die Branchen- und Fachbereiche
  • Plattformen zum gegenseitigen Kennenlernen und Erfahrungsaustausch einrichten
  • Vernetzung mit Bildungseinrichtungen wie z.B. Uni, HTL
  • Zusammenarbeit fördert das Vertrauen, stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und fördert die Positionierung und Identifizierung als eigenständiger Bezirk